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Photovoltaik · Baden-Württemberg · Landkreis

Photovoltaik Landkreis Ravensburg: Ertrag & TWS-Zuschuss

Im Solarlandkreis Ravensburg liefert Ihr Dach rund 1.029 kWh je kWp – klar über dem Bundesschnitt. So nutzen Sie TWS-Zuschuss und PV-Rechner voll aus.

Aggregierte Gebäudedaten für Landkreis Ravensburg39 Gemeinden, rund 70.577 Wohngebäude.

1.029

kWh/kWp Ø-Ertrag

je installiertem Kilowatt-Peak

100 %

Dächer gut geeignet

sehr gut oder gut

1.419 MWp

Dach-PV-Potenzial

≈ 1.468 GWh/Jahr

17,9 kWp

Typisches EFH-Dach

≈ 18.370 kWh/Jahr

Solarertrag über das Jahr in Landkreis Ravensburg

Bei einer mittleren Globalstrahlung von 1.245 kWh/m² erreicht eine Anlage auf einem Wohngebäude in Landkreis Ravensburg im Median rund 1.029 kWh je installiertem Kilowatt-Peak pro Jahr. Die Erträge verteilen sich stark auf das Sommerhalbjahr:

JanFebMärAprMaiJunJul142AugSepOktNovDez
Mittlerer Solarertrag je kWp und Monat in Landkreis Ravensburg (kWh/kWp) · Basis: Dachausrichtung & -neigung aus 3D-Gebäudedaten, PVGIS-Methodik.

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Typische PV-Anlage auf einem Einfamilienhaus in Landkreis Ravensburg

Nutzbare Dachfläche (Median)89 m²
Passende Anlagengröße17,9 kWp
Erwarteter Jahresertrag18.370 kWh
Dächer mit ≥ 10 kWp Potenzial86 %

Wie viel davon sich für Ihr konkretes Dach lohnt – inklusive Eigenverbrauch, Speicher, Amortisation und Einspeisevergütung – berechnet der kostenlose PV-Rechner weiter unten für Ihre Adresse.

Dachlandschaft in Landkreis Ravensburg

Die Dachformen bestimmen, wie einfach sich Module montieren lassen und welche Ausrichtung möglich ist. In Landkreis Ravensburg verteilen sich die Wohngebäude wie folgt (mittlere Dachneigung geneigter Dächer: 33°):

Satteldach77%
Flachdach3%
Walmdach3%
Pultdach4%

Ravensburg trägt den Titel „Solarlandkreis" offiziell – doch wer daraus schließt, das Landratsamt zahle deshalb Zuschüsse, sitzt einem teuren Missverständnis auf. Der Kreis gibt Beratung, nicht Geld: unter anderem einen Solaratlas und ehrenamtliche PV-Scouts. Das eigentliche Fördergeld liegt beim kommunalen Versorger, den Technischen Werken Schussental (TWS). Wer beide Hebel kennt – den überdurchschnittlichen Ravensburger Ertrag und den richtigen Fördertopf – holt aus demselben Dach spürbar mehr heraus.

Der Ertrag trägt die Rechnung – nicht die Förderung

Das stärkste Argument in Ravensburg steht nicht in einem Förderbescheid, sondern auf dem Dach: Ihre Anlage erzeugt hier im Schnitt modelliert rund 1.029 kWh je installiertem kWp – deutlich über dem bundesweiten Richtwert von etwa 900 kWh/kWp. Auf ein typisches Einfamilienhaus mit 17,9 kWp gerechnet sind das modelliert grob 18.370 kWh Solarstrom pro Jahr. Bei rund 35 ct/kWh vermiedenem Netzbezug entscheidet vor allem der Eigenverbrauch über die Wirtschaftlichkeit – die Einspeisung bringt derzeit nur etwa 7–8 ct/kWh. Genau deshalb rechnet sich in Ravensburg fast immer die größere, kombinierte Anlage: 86 % der Wohngebäude im Kreis bieten Platz für mindestens 10 kWp, und ein durchschnittliches Einfamilienhaus bringt es auf rund 89 m² nutzbare Dachfläche (Median, modelliert). Wo so viel Fläche und Ertrag zusammenkommen, lohnen Speicher und Wallbox, weil sie den selbst genutzten Anteil heben. Die im Kreis dominierenden Satteldächer (77 % der Wohngebäude) mit einer typischen Neigung um 33 Grad sind für Aufdachmontage nahezu ideal.

Wo das Fördergeld wirklich liegt: TWS statt Landkreis

Die konkreten Zuschüsse kommen von den Technischen Werken Schussental. TWS zahlt 100 Euro für den Einbau eines Batteriespeichers zu einer neuen oder bestehenden PV-Anlage und 500 Euro für das Ökoenergiehaus-Paket aus PV, Speicher, Wärmepumpe, Ladebox und Energiemanagement (HEMS). Für die Ladeinfrastruktur gibt es zusätzlich 100 Euro (twsLadebox) beziehungsweise 50 Euro (andere Ladeboxen). Der Haken: Alle TWS-Zuschüsse setzen einen zweijährigen Stromliefervertrag mit TWS voraus, gelten nur im TWS-Versorgungsgebiet rund um Ravensburg und Weingarten, und pro Person beziehungsweise Vertrag ist nur eine Förderung möglich – Speicher- und Ökoenergiehaus-Zuschuss lassen sich also nicht stapeln. Beträge im niedrigen Hunderter-Bereich verändern die Gesamtrechnung nicht dramatisch, aber sie sind ein sinnvoller Mitnahmeeffekt, wenn Sie ohnehin TWS-Kunde sind oder werden. Der große Hebel bleibt die bundesweite Basis: 0 % Mehrwertsteuer auf die PV-Anlage und die BEG-Förderung, sobald eine Wärmepumpe ins Spiel kommt.

Zwei Netzbetreiber – ein häufiger Stolperstein

Der Kreis ist netzseitig geteilt: Im Schussental (unter anderem Ravensburg, Weingarten) betreibt TWS Netz das Verteilnetz, in weiten ländlichen Teilen der 39 Gemeinden ist Netze BW zuständig. Vor der Anmeldung einer PV-Anlage oder eines Balkonkraftwerks sollten Sie prüfen, welcher Betreiber für Ihre Adresse gilt – das falsche Anmeldeportal kostet unnötig Zeit. Für Steckersolargeräte entfällt die Netzbetreiber-Meldung inzwischen ganz; sie werden nur noch im Marktstammdatenregister registriert. Einen kreisweiten oder gemeindlichen Bar-Zuschuss für Balkonkraftwerke gibt es aktuell nicht – weder das Landratsamt noch die geprüften Gemeinden weisen ein solches Programm aus. Fragen Sie im Zweifel bei Ihrer Wohnsitzgemeinde direkt nach, bevor Sie mit einer Förderung rechnen.

Solarpflicht im Bestand: die Sanierungsfalle

In Baden-Württemberg gilt die Photovoltaik-Pflicht nach KlimaG BW. Für Ravensburger Eigentümer am wichtigsten: Seit dem 01.01.2023 löst eine grundlegende Dachsanierung im Bestand die PV-Pflicht aus – dann müssen mindestens 60 % der solargeeigneten Dachfläche belegt werden. Bei Neubauten gilt sie ohnehin (Wohngebäude seit 01.05.2022). Viele Sanierer unterschätzen das; eine Ausnahme greift nur bei nachgewiesener wirtschaftlicher Unzumutbarkeit (bei Wohngebäuden mehr als 10 % Mehrkosten). Wer eine neue Dacheindeckung plant, sollte die Anlage von Anfang an mitdenken – die Montage ist am günstigsten, wenn das Gerüst ohnehin steht.

Reduco betreibt keine Filiale in Ravensburg. Wir liefern die Datenanalyse für Ihr Dach und vermitteln bei Bedarf an ein Netzwerk geprüfter Fachbetriebe und Energieberater, die den Kreis bedienen – etwa die anbieterunabhängige Energieagentur Oberschwaben (Standort Ravensburg, in Kooperation mit der Verbraucherzentrale) für die neutrale Erstberatung.

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Häufige Fragen

Nein. Der „Solarlandkreis" umfasst Beratungs- und Informationsangebote – etwa Solaratlas und PV-Scouts –, aber keinen Investitionszuschuss des Landratsamts. Bare Förderung im Kreis kommt vom Versorger TWS, nicht vom Landratsamt.

In der Regel nicht. Die 100 Euro für den Speicher und die 500 Euro fürs Ökoenergiehaus-Paket gelten nur im TWS-Versorgungsgebiet und setzen einen zweijährigen TWS-Stromvertrag voraus. Wohnen Sie in einem ländlichen Teil des Kreises mit Netze BW als Versorger, qualifizieren Sie sich meist nicht.

Häufig ja. Der hohe modellierte Ertrag von rund 1.029 kWh/kWp und die Tatsache, dass 86 % der Wohngebäude mindestens 10 kWp tragen, sprechen für eine großzügige Auslegung. Da die Einspeisung nur etwa 7–8 ct/kWh bringt, zahlt sich vor allem ein hoher Eigenverbrauch aus – und dafür sind Speicher und Wallbox die passenden Bausteine.

Ja. Seit dem 01.01.2023 verlangt das KlimaG BW bei einer grundlegenden Dachsanierung, dass mindestens 60 % der geeigneten Fläche mit PV belegt werden. Nur nachgewiesene wirtschaftliche Unzumutbarkeit (über 10 % Mehrkosten bei Wohngebäuden) befreit davon.

Das hängt von Ihrer Adresse ab. Im Schussental ist TWS Netz Ihr Verteilnetzbetreiber, in vielen ländlichen Gemeinden Netze BW. Prüfen Sie das vor der Anmeldung. Ein Balkonkraftwerk registrieren Sie nur noch im Marktstammdatenregister – eine separate Meldung beim Netzbetreiber ist nicht mehr nötig.

Die anbieterunabhängige Energieberatung für den Kreis läuft über die Energieagentur Oberschwaben (Zeppelinstraße 16, 88212 Ravensburg, Tel. 0751 76470-70) in Kooperation mit der Verbraucherzentrale. Ergänzend vermittelt der Kreis ehrenamtliche PV-Scouts für eine erste Einschätzung. Wie viel Ihr eigenes Dach in Ravensburg bringt – Anlagengröße, Speicher, Eigenverbrauch und Amortisation –, rechnet Ihnen unser kostenloser PV-Rechner für Ihre exakte Adresse durch.

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