Photovoltaik Landkreis Vorpommern-Greifswald: ohne Zuschuss
91 % der Wohngebäude in Vorpommern-Greifswald tragen mindestens 10 kWp – Kreis und Stadtwerke zahlen aber nichts dazu. Warum sich Ihre PV-Anlage trotzdem lohnt.
Aggregierte Gebäudedaten für Landkreis Vorpommern-Greifswald – 138 Gemeinden, rund 58.524 Wohngebäude.
897
kWh/kWp Ø-Ertrag
je installiertem Kilowatt-Peak
97 %
Dächer gut geeignet
sehr gut oder gut
1.327 MWp
Dach-PV-Potenzial
≈ 1.196 GWh/Jahr
18,4 kWp
Typisches EFH-Dach
≈ 16.410 kWh/Jahr
Solarertrag über das Jahr in Landkreis Vorpommern-Greifswald
Bei einer mittleren Globalstrahlung von 1.073 kWh/m² erreicht eine Anlage auf einem Wohngebäude in Landkreis Vorpommern-Greifswald im Median rund 897 kWh je installiertem Kilowatt-Peak pro Jahr. Die Erträge verteilen sich stark auf das Sommerhalbjahr:
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Typische PV-Anlage auf einem Einfamilienhaus in Landkreis Vorpommern-Greifswald
| Nutzbare Dachfläche (Median) | 92 m² |
| Passende Anlagengröße | 18,4 kWp |
| Erwarteter Jahresertrag | 16.410 kWh |
| Dächer mit ≥ 10 kWp Potenzial | 91 % |
Wie viel davon sich für Ihr konkretes Dach lohnt – inklusive Eigenverbrauch, Speicher, Amortisation und Einspeisevergütung – berechnet der kostenlose PV-Rechner weiter unten für Ihre Adresse.
Dachlandschaft in Landkreis Vorpommern-Greifswald
Die Dachformen bestimmen, wie einfach sich Module montieren lassen und welche Ausrichtung möglich ist. In Landkreis Vorpommern-Greifswald verteilen sich die Wohngebäude wie folgt (mittlere Dachneigung geneigter Dächer: 37°):
Vorpommern-Greifswald hat außergewöhnlich viel Platz auf dem Dach: Rechnerisch entfallen rund 5,9 kWp nutzbares Photovoltaik-Potenzial auf jeden Einwohner (modelliert, bezogen auf die Wohngebäude im Kreis). Gleichzeitig entwickelt sich die Region zum Energie- und Wasserstoffstandort – am 11. Juli 2026 übergab Wirtschaftsminister Dr. Wolfgang Blank einen Zuwendungsbescheid über 225.000 Euro an den Landkreis, allerdings für eine Machbarkeitsstudie zur netztechnischen Erschließung eines Industrie- und Gewerbegebietes in Greifswald. Die Pointe für Hausbesitzer: Während in Netze und Gewerbestandorte investiert wird, zahlt der Kreis seinen eigenen Bürgern für die Dach-Photovoltaik nichts dazu. Wer hier eine Anlage plant, plant sie ohne kommunalen Zuschuss – und muss die Rechnung deshalb sauber aufmachen.
Ein Kreis, der Strom erzeugt, aber privat nichts fördert
Das ist keine Vermutung, sondern nachweisbar: Der Landkreis Vorpommern-Greifswald führt kein eigenes Förderprogramm für private PV, Speicher oder Balkonkraftwerke. Energiethemen sind auf der Kreis-Website unter „Wirtschaftsförderung – Energie und Wasserstoff" einsortiert. Das laufende Klimaverträglichkeitskonzept 2026 (Förderkennzeichen 67K28042, Beteiligungswerkstätten Okt.–Nov. 2025) ist ein Strategiepapier – ohne Bürgerzuschüsse. Auch die einzige kommunale Klimaschutz-Richtlinie im Kreis, die der Hansestadt Greifswald, fördert nur Mobilität, Klimaanpassung und Bildung – ausdrücklich keine Photovoltaik – und ruht derzeit wegen einer Haushaltssperre.
Diese Ehrlichkeit ist Ihr Vorteil: Wer Ihnen „regionale PV-Förderungen" verspricht, verschleiert die Faktenlage. In Vorpommern-Greifswald gilt für Dachanlagen ausschließlich der Bundesrahmen – EEG-Einspeisevergütung von rund 7–8 ct/kWh, 0 % Umsatzsteuer auf Kauf und Montage, dazu KfW-Kredite. Der eigentliche Hebel ist deshalb nicht das Fördergeld, sondern der Eigenverbrauch.
Warum sich die große Anlage hier trotzdem rechnet
Und genau da spielt der Kreis seine Stärke aus. 97 % der Wohngebäude haben eine gut bis sehr gut geeignete Dachfläche, 91 % tragen mindestens 10 kWp – das ist ein außergewöhnlich hoher Anteil. Ein typisches Einfamilienhaus kommt hier modelliert auf eine 18,4-kWp-Anlage mit rund 16.410 kWh Ertrag im Jahr. Begünstigt wird das durch die Dachlandschaft: 72 % der Wohngebäude haben ein Satteldach, die mittlere Dachneigung liegt bei 37° – nahezu ideale Geometrie, um Module Richtung Süden und ohne teure Aufständerung zu belegen.
Bei rund 35 ct/kWh Netzstrom und nur 7–8 ct Einspeisevergütung entscheidet jede selbst verbrauchte Kilowattstunde über die Wirtschaftlichkeit. Deshalb lohnt sich in Vorpommern-Greifswald gerade die große Kombination: eine voll belegte Anlage plus Batteriespeicher, um Abend- und Nachtverbrauch zu decken, und eine Wallbox, die das E-Auto mit dem eigenen Mittagsstrom lädt. Statt überschüssige Kilowattstunden für 7 Cent abzugeben, ersetzen Sie damit teuren Zukauf – die Anlage refinanziert sich aus der Differenz, ganz ohne Zuschuss. Bei einem Anteil von 80 % Einfamilienhäusern an den Wohngebäuden im Kreis ist der Platz für Speicher und Ladepunkt fast überall vorhanden.
Die einzige Landesförderung – und ihre Tücke
Für Privatpersonen gibt es genau einen direkten Landeszuschuss: die Balkon-PV-Förderung des LFI Mecklenburg-Vorpommern über maximal 500 Euro je steckerfertiger Anlage und Wohnungseinheit. Wichtig – und in vielen Übersichten falsch dargestellt: Für Eigentümer selbstgenutzten Wohneigentums sind die Mittel laut LFI vollständig ausgeschöpft. Nur Mieter können aktuell noch beantragen; hier stehen nach LFI-Angabe „noch für längere Zeit ausreichende Mittel" bereit. Seit 8. Mai 2024 sind Wechselrichter bis 800 VA förderfähig, und die Meldepflicht gegenüber dem Netzbetreiber ist entfallen (die Registrierung im Marktstammdatenregister bleibt jedoch bestehen). Für eine Dachanlage ist dieses Programm ohnehin nicht gedacht.
Kostenlose, neutrale Beratung vor Ort
Statt Fördergeld bietet die Region gute unabhängige Beratung. In Anklam gibt es seit Januar 2019 eine kostenfreie Energieberatung der Verbraucherzentrale M-V im Rathaus II, Burgstraße 15, Zimmer 29 – jeden zweiten und vierten Montag im Monat von 14 bis 16 Uhr, Anmeldung unter 0381 208 70 50. Landesweit beraten zusätzlich die LEEA M-V („unabhängig, neutral und kostenfrei", Ansprechpartnerin Stefanie Beitz, 03981 4490106) und der LEKA-MV-Bürgerservice mit Sitz in Stralsund (Heinrich-Heine-Ring 78, Tel. 03831 3081654). Beim Netzanschluss ist je nach Wohnort E.DIS Netz oder das örtliche Stadtwerk zuständig – im Stadtgebiet Greifswald etwa die Stadtwerke Greifswald.
reduco betreibt keine Filiale im Kreis. Wir liefern die Daten- und Wirtschaftlichkeitsanalyse für Ihr konkretes Gebäude und vermitteln bei Bedarf an ein Netzwerk geprüfter Fachbetriebe und Energieberater, die Vorpommern-Greifswald bedienen. Wie groß Ihre Anlage werden kann, was Speicher und Wallbox bringen und wann sie sich amortisiert, zeigt Ihnen der kostenlose PV-Rechner für Ihre genaue Adresse.
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Häufige Fragen
Nein. Weder der Landkreis noch die Stadtwerke zahlen einen Zuschuss für private Dachanlagen, Speicher oder Balkonkraftwerke. Es gelten ausschließlich die bundesweiten Regelungen – 0 % Umsatzsteuer, EEG-Einspeisevergütung und KfW-Kredite. Das ist einer der Gründe, warum die Anlage hier über den Eigenverbrauch geplant werden sollte, nicht über Förderung.
Als Eigentümer selbstgenutzten Wohneigentums leider nicht mehr – dieses Kontingent ist laut LFI M-V vollständig ausgeschöpft. Mieter können nach aktuellem Stand noch beantragen, hier sind laut LFI genügend Mittel vorhanden. Der Antrag wird schriftlich nach Installation gestellt, mit Wechselrichter-Seriennummer, Kaufbeleg und Installationsnachweis.
Ja, gerade hier. 97 % der Wohngebäude haben eine gut geeignete Dachfläche, ein Einfamilienhaus kommt modelliert auf rund 18,4 kWp und 16.410 kWh im Jahr. Bei rund 35 ct/kWh Netzstrom sparen Sie mit jeder selbst verbrauchten Kilowattstunde deutlich mehr, als die Einspeisung einbringt – die Wirtschaftlichkeit kommt aus dem Eigenverbrauch, nicht aus dem Zuschuss.
So groß, wie das Dach es zulässt. 91 % der Wohngebäude im Kreis tragen mindestens 10 kWp, und 72 % haben ein Satteldach bei rund 37° mittlerer Neigung – ideal für eine Vollbelegung. In Kombination mit Speicher und Wallbox erhöhen Sie den Eigenverbrauch und damit die Rendite, statt Strom für 7–8 ct abzugeben.
In der Regel nicht: Nach aktuellem Stand gibt es in Mecklenburg-Vorpommern keine landesweite Solarpflicht für private Wohngebäude, und Aufdachanlagen sind meist genehmigungsfrei. Die Anlage muss aber im Marktstammdatenregister registriert und mit dem Netzbetreiber abgestimmt werden. Bei Denkmalschutz oder Sonderfällen sollten Sie vorab die Bauaufsicht fragen.
Kostenfrei und neutral berät die Verbraucherzentrale M-V in Anklam (Rathaus II, jeden 2. und 4. Montag, 14–16 Uhr, Anmeldung 0381 208 70 50) sowie landesweit die LEEA M-V und der LEKA-MV-Bürgerservice in Stralsund. Für die konkrete Wirtschaftlichkeit Ihres Dachs liefert Ihnen der kostenlose PV-Rechner in wenigen Minuten eine erste Auslegung.
