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Wärmepumpe · Mecklenburg-Vorpommern · Landkreis

Wärmepumpe im Landkreis Vorpommern-Greifswald: Förderung & Check

In Vorpommern-Greifswald sind 80 % der Wohngebäude Einfamilienhäuser und 75 % heizen mit Gas. Wir zeigen, wann sich die Wärmepumpe lohnt – jetzt kostenlos prüfen.

Aggregierte Gebäudedaten für Landkreis Vorpommern-Greifswald138 Gemeinden, rund 58.524 Wohngebäude.

65 %

Gebäude vor 1979

oft mit Sanierungsbedarf

18,0 kW

Ø Heizlast EFH

unsaniert, geschätzt

190

kWh/m²·a Wärmebedarf

Median, unsaniert

64 %

Freistehende EFH

günstig für Aufstellort

Gebäudebestand in Landkreis Vorpommern-Greifswald: Baualter entscheidet

Das Baujahr ist der wichtigste Hinweis auf die nötige Vorlauftemperatur und damit die Eignung für eine Wärmepumpe. In Landkreis Vorpommern-Greifswald wurden rund 65 % der Wohngebäude vor 1979 – also vor der ersten Wärmeschutzverordnung – errichtet:

vor 191927%1919–194827%1949–19576%1958–19682%1969–19784%1979–19904%1991–200019%2001–201111%2012–20151%ab 20160%
Baualtersstruktur der Wohngebäude in Landkreis Vorpommern-Greifswald (Anteil je Baujahrsklasse) · Basis: amtliche 3D-Gebäudedaten, Baujahr modelliert.

Baujahr und Heizträger sind modellierte Schätzwerte auf Basis der Gebäudedaten.

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Heizlast & Auslegung im Einfamilienhaus

Ein typisches Einfamilienhaus in Landkreis Vorpommern-Greifswald hat eine geschätzte Heizlast von rund 18,0 kW (mittlere 50 %: 12,426,1 kW) im unsanierten Zustand. Als grobe Orientierung passt dazu eine Wärmepumpe der Leistungsklasse um 18 kW – die genaue Auslegung hängt vom Sanierungszustand ab.

< 10 kW20%
10–15 kW21%
15–20 kW15%
20–30 kW23%
≥ 30 kW20%

Heizträger in Landkreis Vorpommern-Greifswald heute

Die geschätzte Verteilung der Energieträger zeigt, wie groß das Umstellungspotenzial auf eine Wärmepumpe ist:

Gas75%
Öl19%
Fernwärme4%
Holz1%

Energieträger modelliert; der heutige Wärmepumpen-Bestand wird tendenziell unterschätzt.

Ob sich für Ihr Haus eine Wärmepumpe lohnt, entscheidet in Vorpommern-Greifswald vor allem eine Zahl: Ihre Postleitzahl. Der Landkreis ist wärmepolitisch zweigeteilt. In der Universitäts- und Hansestadt Greifswald liegt eines der leistungsfähigsten Fernwärmenetze Norddeutschlands – rund 70 % der Stadt sind bereits angeschlossen. In den übrigen 137 Gemeinden dagegen gibt es keinerlei Netzperspektive: freistehende Einfamilienhäuser, Gas- und Ölkessel, alte Bausubstanz. Für Sie heißt das: Die ehrliche Frage lautet je nach Wohnort entweder „Fernwärme oder Wärmepumpe?" oder „Wärmepumpe – ja, aber mit welcher Vorarbeit?".

Greifswald: erst die Fernwärme prüfen, dann die Wärmepumpe

Wenn Ihr Haus in Greifswald steht, prüfen Sie zuerst den Fernwärmeanschluss. Das Netz der Stadtwerke Greifswald umfasst 99,7 km Leitung, 1.457 Anschlussstationen und versorgt rund 25.000 Wohneinheiten. Der zertifizierte Primärenergiefaktor liegt bei 0,28 – ein Wert, den eine einzelne Wärmepumpe im Altbau kaum erreicht – bei einem CO₂-Emissionsfaktor von 0,0 g/kWh. Der Wärmemix bleibt mit 83,58 % Erdgas (2024) zwar noch überwiegend fossil, enthält aber bereits 9,47 % Biomethan und 3,56 % Solarenergie bei einem KWK-Anteil von 78 %; die Stadtwerke erstellen derzeit einen geförderten Transformationsplan hin zu einer vollständig treibhausgasneutralen Wärmeversorgung. Die Bürgerschaft hat für Greifswald insgesamt das Ziel Klimaneutralität bis 2035 beschlossen.

Ob Ihr Quartier überhaupt am Netz bleibt oder auf eine eigene Wärmepumpe angewiesen ist, klärt die kommunale Wärmeplanung Greifswald. Bestands- und Potenzialanalyse sind abgeschlossen (vorgestellt am 15.09.2025 bzw. 22.04.2026), der Abschlussbericht soll bis 31.12.2026 vorliegen. Die Planung unterscheidet drei Pfade: Fernwärmegebiete, zu prüfende Wasserstoff-Optionen und ausdrücklich als „dezentral" ausgewiesene Quartiere – nur dort ist die Wärmepumpe in Greifswald wirklich die erste Wahl. Konkrete Anschlussbedingungen und Vorlaufzeiten erfragen Sie am besten direkt bei den Stadtwerken. Auch die Stadt Wolgast hat ihren Wärmeplan bereits beschlossen (Februar 2026 veröffentlicht) – er ist strategische, rechtlich unverbindliche Orientierung, kein Anschluss- oder Technikzwang.

Die anderen 137 Gemeinden: die Wärmepumpe ist der GEG-Pfad

Außerhalb Greifswalds gibt es keine Netzalternative – hier ist die dezentrale Wärmepumpe faktisch der einzige realistische Weg, die 65-%-Erneuerbaren-Pflicht des GEG zu erfüllen. Die Ausgangslage ist eindeutig: 80 % der Wohngebäude sind Einfamilienhäuser, 64 % davon freistehend, und rund 75 % der Wohngebäude heizen heute mit Gas, weitere 19 % mit Öl. Das ist ein großes Umstellungspotenzial, aber kein Selbstläufer.

Der Knackpunkt ist die Bausubstanz. 65 % der Gebäude stammen aus der Zeit vor 1979, der modellierte Heizwärmebedarf liegt im Kreisschnitt bei rund 190 kWh/m²a, der geschätzte U-Wert der Außenwand bei 1,3 W/m²K – weit vom heutigen Zielwert um 0,20 entfernt. 78 % der Wohngebäude fallen (modelliert) in die Effizienzklassen F bis H. In solchen Häusern erreicht eine Wärmepumpe ihre gute Jahresarbeitszahl (allgemein etwa 3) nur mit niedriger Vorlauftemperatur. Prüfen Sie deshalb zuerst die Gebäudehülle: Dämmung der Außenwand, neue Fenster, größere Heizflächen. Ein unsanierter Altbau mit 55 °C Vorlauf und ein teilsanierter mit 40 °C trennen wirtschaftlichen Erfolg von einer enttäuschenden Stromrechnung. Der Netzanschluss selbst ist selten das Problem: In weiten Teilen des Kreises meldet die E.DIS Netz GmbH die Wärmepumpe an, und nach § 14a EnWG darf ein neuer Anschluss nicht mehr mit Verweis auf lokale Netzengpässe verweigert werden.

Förderung: nur die KfW 458 – kein Kreis-, kein Landeszuschuss

Das ist der wichtigste Punkt für Ihre Kalkulation, und er wird selten ehrlich benannt: In Vorpommern-Greifswald gibt es weder ein Kreisförderprogramm noch einen Landeszuschuss von Mecklenburg-Vorpommern für private Wärmepumpen. Selbst die Klimaschutz-Förderrichtlinie der Stadt Greifswald (in Kraft seit 12.06.2024) kennt nachweislich nur drei Fördergegenstände: Lastenräder, Gründächer bzw. Fassadenbegrünung und Bildungsarbeit – Heizungen, Wärmepumpen und PV sind kein Fördergegenstand. Wer Ihnen einen „regionalen Wärmepumpen-Bonus" verspricht, erfindet ihn.

Die gesamte Förderung stammt aus der Heizungsförderung für Privatpersonen (KfW-Programm 458): allgemein 30 % Grundförderung, +20 % Klimageschwindigkeitsbonus, +30 % Einkommensbonus und +5 % Effizienzbonus, gedeckelt auf maximal 70 % von bis zu 30.000 € förderfähigen Kosten. Der Einkommensbonus (bis 40.000 € zu versteuerndes Haushaltseinkommen) ist hier der eigentliche regionale Hebel: Bei einem Medianeinkommen von 2.683 € im Kreis erreichen ihn überdurchschnittlich viele Haushalte. Wichtig: Diese Sätze gelten nur noch bis zum 20.07.2026. Auf Basis der von der Bundesregierung veröffentlichten BEG-Eckpunkte passt die KfW die Förderbedingungen in Abstimmung mit dem BMWE zum 21.07.2026 an; seit dem 09.07.2026 läuft eine Umstellungsphase, in der keine neuen Bestätigungen zum Antrag (BzA) erstellt werden können. Prüfen Sie die dann gültigen Sätze vor Antragstellung direkt auf kfw.de. Eine kostenlose und neutrale Einordnung bietet die Landesenergie- und Klimaschutzagentur Mecklenburg-Vorpommern (LEKA MV) in Stralsund.

reduco ist kein lokales Büro, sondern die Datengrundlage plus ein Netzwerk geprüfter Fachbetriebe und Energieberater, die Vorpommern-Greifswald bedienen. Den kostenlosen Wärmepumpen-Check für Ihr konkretes Haus – mit realistischer Vorlauftemperatur, Heizlast und Förderhöhe – finden Sie weiter oben auf dieser Seite.

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Häufige Fragen

Das hängt vom Quartier ab. Rund 70 % der Stadt sind bereits an ein Netz mit Primärenergiefaktor 0,28 angeschlossen – dort ist der Fernwärmeanschluss meist die einfachere Lösung. Nur in den Quartieren, die die Wärmeplanung ausdrücklich als „dezentral" ausweist, ist die eigene Wärmepumpe erste Wahl. Prüfen Sie zuerst, ob ein Anschluss verfügbar ist.

Nein. Es existiert weder ein Kreisprogramm noch ein Landeszuschuss von Mecklenburg-Vorpommern. Auch Greifswalds kommunale Klimaschutz-Förderrichtlinie fördert keine Heizungen. Die komplette Förderung läuft über die bundesweite KfW 458.

Bis zum 20.07.2026 gelten über die KfW 458 bis zu 70 % der förderfähigen Kosten (max. 30.000 € Bemessungsgrenze beim Einfamilienhaus). Bei einem Haushaltseinkommen bis 40.000 € zu versteuerndem Jahreseinkommen greift der Einkommensbonus – bei einem Kreis-Medianeinkommen von 2.683 € erreichen ihn viele Haushalte. Zum 21.07.2026 passt die KfW die Förderbedingungen an; prüfen Sie die dann gültigen Sätze vorab auf kfw.de.

Grundsätzlich ja, aber selten ohne Vorarbeit. 65 % der Gebäude im Kreis stammen aus der Zeit vor 1979, der geschätzte Wand-U-Wert liegt bei 1,3 W/m²K. Erst mit gedämmter Hülle und niedriger Vorlauftemperatur (ideal um 40 °C statt 55 °C) arbeitet die Wärmepumpe wirtschaftlich. Der Wärmepumpen-Check bewertet genau das für Ihr Haus.

Nein. Die Wärmepläne in Greifswald und Wolgast sind strategische, rechtlich unverbindliche Orientierung – kein Anschluss- oder Technikzwang. Sie zeigen nur, welche Gebiete voraussichtlich Netzwärme bekommen und welche dauerhaft auf dezentrale Lösungen wie die Wärmepumpe setzen.

Nein. In weiten Teilen des Kreises ist die E.DIS Netz GmbH zuständig. Nach § 14a EnWG darf ein neuer Wärmepumpen-Anschluss nicht mehr unter Verweis auf mögliche lokale Netzüberlastung verweigert werden; im Gegenzug kann der Betreiber die Leistung im Bedarfsfall netzdienlich steuern.

reduco unterhält kein eigenes Büro vor Ort, sondern vermittelt über ein Netzwerk geprüfter Fachbetriebe und Energieberater, die den Kreis bedienen. Starten Sie mit dem kostenlosen Wärmepumpen-Check oben auf dieser Seite – daraus ergeben sich Heizlast, Förderhöhe und passende Angebote für Ihr Gebäude.

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