Reduco
Wärmepumpe · Nordrhein-Westfalen · Landkreis

Wärmepumpe Kreis Mettmann: Fernwärme kommt für die meisten nicht

93 % der Wohngebäude im Kreis Mettmann heizen mit Gas – ein Wärmenetz kommt für die wenigsten. Prüfen Sie mit dem kostenlosen Wärmepumpen-Check Ihr Haus.

Aggregierte Gebäudedaten für Kreis Mettmann10 Gemeinden, rund 100.067 Wohngebäude.

65 %

Gebäude vor 1979

oft mit Sanierungsbedarf

22,4 kW

Ø Heizlast EFH

unsaniert, geschätzt

155

kWh/m²·a Wärmebedarf

Median, unsaniert

46 %

Freistehende EFH

günstig für Aufstellort

Gebäudebestand in Kreis Mettmann: Baualter entscheidet

Das Baujahr ist der wichtigste Hinweis auf die nötige Vorlauftemperatur und damit die Eignung für eine Wärmepumpe. In Kreis Mettmann wurden rund 65 % der Wohngebäude vor 1979 – also vor der ersten Wärmeschutzverordnung – errichtet:

vor 19197%1919–19482%1949–195710%1958–196821%1969–197825%1979–199020%1991–20009%2001–20114%2012–20151%ab 20161%
Baualtersstruktur der Wohngebäude in Kreis Mettmann (Anteil je Baujahrsklasse) · Basis: amtliche 3D-Gebäudedaten, Baujahr modelliert.

Baujahr und Heizträger sind modellierte Schätzwerte auf Basis der Gebäudedaten.

Sie interessieren sich für eine Wärmepumpe?

Vergleichen Sie kostenlos und unverbindlich bis zu 5 Angebote von geprüften Fachbetrieben aus Ihrer Region und sparen Sie bis zu 37 % durch unseren Angebotsvergleich.

  • 100 % kostenlos & unverbindlich
  • Bis zu 5 Angebote von geprüften Fachbetrieben aus Ihrer Region
  • Durch Vergleich bis zu 37 % sparen

Heizlast & Auslegung im Einfamilienhaus

Ein typisches Einfamilienhaus in Kreis Mettmann hat eine geschätzte Heizlast von rund 22,4 kW (mittlere 50 %: 16,329,4 kW) im unsanierten Zustand. Als grobe Orientierung passt dazu eine Wärmepumpe der Leistungsklasse um 22 kW – die genaue Auslegung hängt vom Sanierungszustand ab.

< 10 kW7%
10–15 kW14%
15–20 kW18%
20–30 kW37%
≥ 30 kW24%

Heizträger in Kreis Mettmann heute

Die geschätzte Verteilung der Energieträger zeigt, wie groß das Umstellungspotenzial auf eine Wärmepumpe ist:

Gas93%
Öl4%
Fernwärme4%
Holz0%

Energieträger modelliert; der heutige Wärmepumpen-Bestand wird tendenziell unterschätzt.

Wenn Sie im Kreis Mettmann mit einer alten Gasheizung sitzen und auf ein Fernwärmenetz warten, warten Sie in den meisten Fällen vergeblich. Das ist keine Vermutung, sondern das Ergebnis der laufenden kommunalen Wärmeplanung in den zehn Städten des Kreises. Rund 93 % der Wohngebäude hier werden mit Gas beheizt – und genau für diese große Mehrheit sagen die Wärmepläne inzwischen ziemlich klar: Der Weg heißt nicht Wärmenetz, sondern dezentrale Wärmepumpe.

Was die Wärmeplanung Ihrer Stadt Ihnen wirklich sagt

Die kommunale Wärmeplanung legt quartiersscharf fest, wo ein Wärmenetz wirtschaftlich ist und wo dezentral geheizt wird. In Velbert zeichnet sich ab, dass ein flächendeckendes, stadtweites Fernwärmenetz nicht die vorgesehene Lösung ist. Die Planung setzt quartiersscharf auf einzelne Nahwärmegebiete plus dezentrale Wärmepumpen und erneuerbare Optionen. Der Entwurf des Endberichts liegt noch bis zum 15.08.2026 zur Stellungnahme aus; der fertige Wärmeplan ist gesetzlich erst zum 30.06.2028 fällig.

In Hilden ist der Abschlussbericht der kommunalen Wärmeplanung schon fertig; der Rat hat ihn im September 2025 beschlossen. Er weist einige wenige zentrale Wärmenetz-Eignungsgebiete aus. Außerhalb dieser Zonen ist der Wärmebedarf zu gering für ein Netz; dort empfiehlt die Stadt dezentrale Lösungen, also Wärmepumpen. In Ratingen läuft die Planung noch.

Praktisch heißt das: Für die große Mehrheit der Wohngebäude außerhalb der wenigen zentralen Eignungsgebiete ist die Wärmepumpe der offiziell vorgesehene Weg. Zur Einordnung: Nur rund 4 % der Wohngebäude im Kreis hängen heute an einem Wärmenetz, 93 % an Gas. Wer auf ein Netz spekuliert, das nie kommt, verschenkt Zeit – und schiebt eine ohnehin fällige Entscheidung nur nach hinten. Wichtig bleibt: Die Wärmeplanung ist für einzelne Eigentümer nicht bindend und gibt keine Anschluss- oder Fördergarantie. Sie ist eine Landkarte, keine Zusage.

Das eigentliche Problem ist die Auslegung, nicht die Technik

Im Kreis Mettmann stammen rund 65 % der Wohngebäude aus der Zeit vor 1979. Entsprechend hoch ist die geschätzte Heizlast: Für ein typisches, unsaniertes Einfamilienhaus modelliert reduco im Schnitt etwa 22,4 kW – mit großer Spanne zwischen den Gebäuden. Diese Werte sind Modellrechnungen auf Basis von Baualter, Fläche und Typ, kein Ersatz für eine echte Heizlastberechnung.

Genau hier liegt der Knackpunkt: Eine Wärmepumpe funktioniert auch im Altbau, aber nur, wenn sie richtig dimensioniert ist und die Vorlauftemperatur sinkt (allgemein sind rund 55 °C ein guter Zielwert). Wer die Anlage einfach auf die alte Kesselleistung auslegt, riskiert Überdimensionierung, Takten und hohe Stromkosten. Sinnvoller ist meist die Reihenfolge: erst Hülle und Heizkörper prüfen, dann die Pumpe passend wählen – bei einer Jahresarbeitszahl (JAZ) von grob 3 macht jede eingesparte Kilowattstunde Heizlast dauerhaft Betriebskosten günstiger.

Ihr günstigster erster Schritt: der Thermografie-Bericht des Kreises

Der Kreis Mettmann liefert die passende Datengrundlage praktisch mit. Die Thermografie-Aktion erstellt je Gebäude einen individuellen Energiebericht – Dach per Flugzeug, Fassade per Fahrzeug – für 59,50 Euro. Er zeigt, wo Ihr Haus Wärme verliert, und ist damit ein idealer, günstiger Einstieg, um Sanierung zu priorisieren und die Wärmepumpe richtig auszulegen. Der Rollout ist gestaffelt: Erkrath und Langenfeld seit 01.07.2025; Velbert, Heiligenhaus und Wülfrath ab 12.05.2026; Ratingen und Mettmann ab 08.07.2026; Hilden, Monheim und Haan ab 08.09.2026.

Fördergeld: Der Bund zahlt, der Kreis nicht

Hier die wichtige Einordnung: Es gibt im Kreis Mettmann kein eigenes Kreis- oder Stadtwerke-Zuschussprogramm für Wärmepumpen. Die eigentliche Förderung kommt vom Bund über die BEG/KfW-458-Heizungsförderung – bislang 30 % Grundförderung plus möglichem Klimageschwindigkeits- und Einkommensbonus, gedeckelt auf in Summe bis zu 70 %.

Wichtig: Die KfW passt die Förderbedingungen im Produkt 458 zum 21.07.2026 an. Anträge nach den bisherigen Konditionen waren nur bis zum 20.07.2026 möglich. Prüfen Sie die Fördersätze vor Antragstellung direkt bei der KfW – die hier genannten Prozentsätze beschreiben den Stand vor dieser Anpassung.

Die Landesebene hilft nur eng begrenzt: progres.nrw – Klimaschutztechnik bezuschusst die Erdwärmequelle – Brunnenbohrungen, Erdwärmesonden oder -kollektoren – in Verbindung mit einer Wärmepumpe bis maximal 100.000 Euro je Gebäude und Standort. Die im Einfamilienhaus verbreitete Luft-Wärmepumpe wird darüber nicht zusätzlich gefördert; dafür bleibt es beim Bundesprogramm. Wer unabhängig prüfen will, nutzt den Beratungsstützpunkt der Verbraucherzentrale NRW in Mettmann: Dort lassen sich bis zu drei Wärmepumpen-Angebote kostenlos vergleichen.

reduco betreibt keine Niederlassung im Kreis Mettmann. Wir liefern die Datenanalyse für Ihr Gebäude und vermitteln bei Bedarf an ein Netzwerk geprüfter Fachbetriebe und Energieberater, die die Region bedienen.

Kostenloser Gebäudecheck

Ist Ihr Haus für eine Wärmepumpe geeignet?

Prüfen Sie kostenlos in 2 Minuten Eignung, nötige Vorlauftemperatur, Stromverbrauch und Ersparnis – für Ihre Adresse, ohne Anmeldung.

Wärmepumpen-Rechner starten

Angebot für Ihre Wärmepumpe erhalten

Erhalten Sie kostenlos und unverbindlich Angebote von geprüften Fachbetrieben in Ihrer Region.

  • 100 % kostenlos & unverbindlich
  • Bis zu 5 Angebote von geprüften Fachbetrieben aus Ihrer Region
  • Durch Vergleich bis zu 37 % sparen

Häufige Fragen

In den meisten Fällen nein. In Velbert ist ein stadtweites Netz nicht vorgesehen, Hilden qualifiziert nur wenige zentrale Eignungsgebiete. Für die große Mehrheit der gasbeheizten Häuser sieht die Wärmeplanung dezentrale Wärmepumpen vor. Prüfen Sie im Wärmeplan Ihrer Stadt, ob Ihr Quartier eine Ausnahme ist.

Nein. Ein On-top-Programm speziell für Wärmepumpen existiert im Kreis Mettmann nicht. Die Förderung kommt vom Bund über die BEG/KfW-458-Heizungsförderung, nicht vom Kreis oder den Stadtwerken. Beachten Sie, dass die KfW die Bedingungen dieses Programms zum 21.07.2026 anpasst – die dann geltenden Sätze prüfen Sie am besten direkt bei der KfW.

Nur, wenn Sie auf Erdwärme setzen. progres.nrw fördert Bohrungen und Erdwärmesonden bis 100.000 Euro je Standort. Bauen Sie die übliche Luft-Wärmepumpe ein, gibt es vom Land nichts Zusätzliches – hier bleibt es beim Bundesprogramm.

Ja, aber die Auslegung entscheidet. Bei rund 65 % der Wohngebäude mit Baujahr vor 1979 und einer modellierten Heizlast um 22,4 kW im unsanierten EFH sind eine echte Heizlastberechnung und meist einzelne Hüllen- oder Heizkörpermaßnahmen sinnvoll, damit die Anlage effizient läuft.

Er zeigt gebäudescharf, wo Wärme verloren geht, und liefert Sanierungsempfehlungen. Damit priorisieren Sie Maßnahmen und dimensionieren die Wärmepumpe richtig – ein günstiger erster Schritt, dessen Verfügbarkeit 2026 Stadt für Stadt ausgerollt wird.

Es gibt keine feste Frist aus der Wärmeplanung – der Velberter Wärmeplan ist erst 2028 fällig. Der praktische Auslöser ist meist Ihre alte Heizung selbst. Da die Wärmepumpe für die meisten Häuser der vorgesehene Weg ist, lohnt es, früh zu planen, statt auf ein Netz zu warten.

Am schnellsten über den kostenlosen Wärmepumpen-Check von reduco. Er schätzt Heizlast, mögliche Vorlauftemperatur und Sanierungsbedarf für Ihre genaue Adresse und zeigt, welche Schritte sich vor dem Einbau lohnen.

Städte im Kreis Mettmann

Weitere Themen für Kreis Mettmann

Wärmepumpe in benachbarten Kreisen