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Wärmepumpe · Nordrhein-Westfalen · Landkreis

Wärmepumpe Rhein-Erft-Kreis: Förderung clever stapeln

Im Rhein-Erft-Kreis heizen rund 90 % der Wohngebäude mit Gas. So kombinieren Sie KfW-Zuschuss, Kreis-PV-Förderung und günstigen WP-Strom – jetzt Check starten.

Aggregierte Gebäudedaten für Rhein-Erft-Kreis10 Gemeinden, rund 124.147 Wohngebäude.

56 %

Gebäude vor 1979

oft mit Sanierungsbedarf

15,7 kW

Ø Heizlast EFH

unsaniert, geschätzt

142

kWh/m²·a Wärmebedarf

Median, unsaniert

55 %

Freistehende EFH

günstig für Aufstellort

Gebäudebestand in Rhein-Erft-Kreis: Baualter entscheidet

Das Baujahr ist der wichtigste Hinweis auf die nötige Vorlauftemperatur und damit die Eignung für eine Wärmepumpe. In Rhein-Erft-Kreis wurden rund 56 % der Wohngebäude vor 1979 – also vor der ersten Wärmeschutzverordnung – errichtet:

vor 19192%1919–19482%1949–195710%1958–196816%1969–197826%1979–199010%1991–200012%2001–201118%2012–20152%ab 20162%
Baualtersstruktur der Wohngebäude in Rhein-Erft-Kreis (Anteil je Baujahrsklasse) · Basis: amtliche 3D-Gebäudedaten, Baujahr modelliert.

Baujahr und Heizträger sind modellierte Schätzwerte auf Basis der Gebäudedaten.

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Heizlast & Auslegung im Einfamilienhaus

Ein typisches Einfamilienhaus in Rhein-Erft-Kreis hat eine geschätzte Heizlast von rund 15,7 kW (mittlere 50 %: 10,820,5 kW) im unsanierten Zustand. Als grobe Orientierung passt dazu eine Wärmepumpe der Leistungsklasse um 16 kW – die genaue Auslegung hängt vom Sanierungszustand ab.

< 10 kW21%
10–15 kW25%
15–20 kW27%
20–30 kW21%
≥ 30 kW6%

Heizträger in Rhein-Erft-Kreis heute

Die geschätzte Verteilung der Energieträger zeigt, wie groß das Umstellungspotenzial auf eine Wärmepumpe ist:

Gas90%
Öl3%
Fernwärme7%
Holz0%

Energieträger modelliert; der heutige Wärmepumpen-Bestand wird tendenziell unterschätzt.

Im Rhein-Erft-Kreis zahlt nicht der Kreis Ihre Wärmepumpe, sondern der Bund – und genau dieses Missverständnis kostet Hauseigentümer hier bares Geld. Die viel beworbene Energieoffensive Rhein-Erft-Kreis mit ihrem 1-Mio-Euro-Topf fördert keine Wärmepumpe. Der eigentliche Hebel im Kreis ist ein anderer: Sie kombinieren den bundesweiten KfW-Zuschuss für die Wärmepumpe mit dem Kreis-Zuschuss für die Anlage drumherum – PV, Speicher, Wallbox – und einem vergünstigten lokalen Wärmepumpenstrom. Wer richtig stapelt, senkt Anschaffung und Betriebskosten gleichzeitig.

Warum der Bestand hier fast wie gemacht ist für die Wärmepumpe

Der Rhein-Erft-Kreis heizt extrem einseitig: In der Modellrechnung entfallen rund 90 % der Wohngebäude auf Gas, nur 3 % auf Öl und 7 % auf Fernwärme. Das ist das größte Umstellungspotenzial im Kölner Umland – und mit dem 65-%-Erneuerbare-Gebot des Gebäudeenergiegesetzes wird der Gaskessel bei jedem Defekt zur Kostenfalle.

Zugleich ist der Gebäudebestand vergleichsweise jung: Modelliert wurden nur 56 % der Häuser vor 1979 errichtet. Das ist die entscheidende Nachricht für Sie, denn jüngere Ein- und Reihenhäuser – zusammen rund 86 % der Wohngebäude im Kreis – haben oft schon brauchbare Fenster, gedämmte Dächer und größere Heizkörper. In vielen Fällen läuft die Wärmepumpe dort ohne teure Vollsanierung. Die modellierte Heizlast eines typischen Einfamilienhauses liegt bei rund 15,7 kW; fast jedes zweite Haus (die modellierten Bänder unter 15 kW) liegt sogar darunter und ist damit ein klarer Kandidat für eine Standard-Luft-Wärmepumpe. Eine moderne Anlage erreicht mit Vorlauftemperaturen um 55 °C und einer Jahresarbeitszahl von etwa 3 auch in unsanierten Bestandshäusern wirtschaftliche Werte – teure Erdsonden sind hier meist nicht nötig.

Wer zahlt was: Bund für die Wärmepumpe, Kreis fürs Drumherum

Die Förderlandschaft im Rhein-Erft-Kreis hat zwei Ebenen, die sich sauber kombinieren lassen:

Die Wärmepumpe selbst – Bund (KfW 458). Der zentrale Fördertopf ist die Heizungsförderung der KfW: 30 % Grundförderung, dazu Klimageschwindigkeitsbonus (20 %), Einkommensbonus (30 %) und Effizienzbonus (5 %), gedeckelt bei 70 % der förderfähigen Kosten (max. 30.000 € bei der ersten Wohneinheit, also bis zu 21.000 € Zuschuss). Wichtig zum Zeitpunkt dieses Textes: Diese Konditionen gelten für Anträge bis zum 20.07.2026 – die KfW passt die Förderbedingungen zum 21.07.2026 in Abstimmung mit dem Bundeswirtschaftsministerium an. Welche Sätze danach gelten, prüfen Sie bitte vor Antragstellung direkt bei der KfW. Gefördert wird bundesweit; im Kreis ist das der einzige Topf für die Wärmepumpe.

Das Drumherum – Kreis. Die Energieoffensive Rhein-Erft-Kreis bezuschusst PV-Anlagen (1.000 €), Batteriespeicher (500 €), Solarthermie (500 €), Wallbox (200 €) und Balkonkraftwerk (200 €), maximal 1.500 € pro Haushalt. Das ist genau die Anlage, die eine Wärmepumpe günstig mit eigenem Solarstrom betreibt. Wichtig: Der 1-Mio-Euro-Topf 2026 wurde am 5. Januar 2026 geöffnet – und schon 2025 war das Budget binnen drei Monaten ausgeschöpft. Rechnen Sie also nicht fest damit, dass zur Jahresmitte noch Mittel frei sind. Ob Sie aktuell beantragen können, sehen Sie im Antragsportal energieoffensive-rek.de. Wärmepumpen sind in diesem Programm in keinem Fall förderfähig.

Betriebskosten – lokal. In Bedburg, Bergheim und Elsdorf bieten die Stadtwerke Erft einen Wärmepumpen-Komplettservice mit Festpreis, ohne Vorkasse (Zahlung erst nach Inbetriebnahme) und kompletter KfW-Antragsabwicklung an. Und über erftpower Wärmepumpe der GVG Rhein-Erft gibt es einen separat gemessenen, vergünstigten Wärmepumpenstromtarif: zum Stand 1. Januar 2026 22,99 ct/kWh brutto plus 10,71 € Grundpreis im Monat, spürbar unter üblichem Haushaltsstrom. Voraussetzung sind ein eigener Zähler für die Wärmepumpe, die Anmeldung beim Netzbetreiber und die Steuerbarkeit nach § 14a EnWG. Versorgt werden laut GVG unter anderem Bedburg, Bergheim, Elsdorf, Erftstadt, Frechen, Hürth, Kerpen, Pulheim und Wesseling – prüfen Sie Ihren Tarif dennoch standortgenau.

Warum Abwarten auf Fernwärme keine Option ist

Alle zehn Städte im Kreis haben weniger als 100.000 Einwohner und müssen ihre kommunale Wärmeplanung erst bis spätestens 30. Juni 2028 vorlegen. Die Planung liegt bei den Städten selbst; wie offen der Stand für Eigentümer noch ist, zeigt die Bürgerfragen-Seite der GVG Rhein-Erft, auf der etwa nach der Wärmeplanung für Erftstadt gefragt wird. Für Ihr Einfamilienhaus heißt das: Es gibt derzeit keine belastbare Fernwärme-Perspektive, auf die sich warten ließe. Die kommunale Wärmeplanung ist ein Planungsinstrument, kein Anschlusszwang. Für den jungen, gasgeheizten Bestand des Kreises ist die dezentrale Wärmepumpe der pragmatische Weg – heute entscheidbar statt auf Jahre vertagt.

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Häufige Fragen

Nein. Die Energieoffensive des Kreises umfasst keine Wärmepumpen und fördert nur PV, Speicher, Solarthermie, Wallbox und Balkonkraftwerk. Den Zuschuss für die Wärmepumpe selbst gibt es allein vom Bund über die KfW (bis zu 70 %). Der Kreis-Topf ergänzt sinnvoll die Solaranlage, die Ihre Wärmepumpe später mit Eigenstrom versorgt.

Möglicherweise nicht mehr. Der 1-Mio-Euro-Topf 2026 wurde am 5. Januar geöffnet, und 2025 war das Budget schon nach rund drei Monaten ausgeschöpft. Ob aktuell noch Mittel bereitstehen, prüfen Sie im Antragsportal energieoffensive-rek.de. Gefördert werden dort PV, Speicher, Solarthermie, Wallbox und Balkonkraftwerk – die Wärmepumpe nicht. Die KfW-Heizungsförderung des Bundes läuft davon unabhängig.

Die Chancen stehen gut. Rund 56 % der Wohngebäude stammen aus der Zeit vor 1979 (modelliert), der Rest ist jünger und oft direkt geeignet. Bei einer typischen modellierten Heizlast um 15,7 kW und Vorlauftemperaturen bis etwa 55 °C arbeitet eine Luft-Wärmepumpe auch im teilsanierten Bestand wirtschaftlich. Entscheidend sind Ihre Heizkörperflächen und der individuelle Wärmebedarf – beides klärt eine Heizlastberechnung.

Nein. Alle zehn Städte im Kreis müssen ihre Wärmeplanung erst bis Mitte 2028 vorlegen, und die meisten stehen noch mitten im Prozess. Eine verlässliche Fernwärme-Perspektive für einzelne Eigenheime gibt es dadurch nicht – und schon gar keinen Anschlusszwang. Bei einem gasdominierten Bestand von rund 90 % ist die eigene Wärmepumpe die planbarere Entscheidung.

Meist ja. Solarstrom vom eigenen Dach senkt die Betriebskosten der Wärmepumpe spürbar, PV-Anlagen sind mit 0 % Mehrwertsteuer begünstigt, und der Kreis bezuschusst PV und Speicher, solange der Jahrestopf noch Mittel hat. Über den separaten erftpower-Wärmepumpentarif der GVG lässt sich der zugekaufte Strom zusätzlich verbilligen.

reduco liefert die Datenanalyse für Ihr Gebäude und vermittelt an ein Netzwerk geprüfter Fachbetriebe und Energieberater, die den Rhein-Erft-Kreis bedienen – eigene Filialen vor Ort unterhält reduco nicht. In Bedburg, Bergheim und Elsdorf ist zusätzlich der Komplettservice der Stadtwerke Erft eine belegbare lokale Option. Wie hoch Zuschuss, Heizlast und Betriebskosten für Ihr konkretes Gebäude ausfallen, zeigt Ihnen der kostenlose Wärmepumpen-Check in wenigen Minuten – gebäudegenau statt pauschal.

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