Wärmepumpe Landkreis Breisgau-Hochschwarzwald: 70 % sichern
In 37 von 50 Gemeinden im Landkreis Breisgau-Hochschwarzwald kommt der Wärmeplan erst bis 2028.
Aggregierte Gebäudedaten für Landkreis Breisgau-Hochschwarzwald – 50 Gemeinden, rund 62.676 Wohngebäude.
55 %
Gebäude vor 1979
oft mit Sanierungsbedarf
18,7 kW
Ø Heizlast EFH
unsaniert, geschätzt
137
kWh/m²·a Wärmebedarf
Median, unsaniert
79 %
Freistehende EFH
günstig für Aufstellort
Gebäudebestand in Landkreis Breisgau-Hochschwarzwald: Baualter entscheidet
Das Baujahr ist der wichtigste Hinweis auf die nötige Vorlauftemperatur und damit die Eignung für eine Wärmepumpe. In Landkreis Breisgau-Hochschwarzwald wurden rund 55 % der Wohngebäude vor 1979 – also vor der ersten Wärmeschutzverordnung – errichtet:
Baujahr und Heizträger sind modellierte Schätzwerte auf Basis der Gebäudedaten.
Sie interessieren sich für eine Wärmepumpe?
Vergleichen Sie kostenlos und unverbindlich bis zu 5 Angebote von geprüften Fachbetrieben aus Ihrer Region und sparen Sie bis zu 37 % durch unseren Angebotsvergleich.
- 100 % kostenlos & unverbindlich
- Bis zu 5 Angebote von geprüften Fachbetrieben aus Ihrer Region
- Durch Vergleich bis zu 37 % sparen
Heizlast & Auslegung im Einfamilienhaus
Ein typisches Einfamilienhaus in Landkreis Breisgau-Hochschwarzwald hat eine geschätzte Heizlast von rund 18,7 kW (mittlere 50 %: 12,5–26,5 kW) im unsanierten Zustand. Als grobe Orientierung passt dazu eine Wärmepumpe der Leistungsklasse um 19 kW – die genaue Auslegung hängt vom Sanierungszustand ab.
Heizträger in Landkreis Breisgau-Hochschwarzwald heute
Die geschätzte Verteilung der Energieträger zeigt, wie groß das Umstellungspotenzial auf eine Wärmepumpe ist:
Energieträger modelliert; der heutige Wärmepumpen-Bestand wird tendenziell unterschätzt.
Der Landkreis Breisgau-Hochschwarzwald ist bei der kommunalen Wärmeplanung sichtbar zweigeteilt – und genau das macht ihn für Hauseigentümer zur Entscheidungsfalle. 13 der 50 Gemeinden haben ihren Wärmeplan bereits fertig: Auggen, Badenweiler, Bad Krozingen, Breisach, Ehrenkirchen, Hartheim, Ihringen, Kirchzarten, Merdingen, Müllheim, Staufen, Titisee-Neustadt und Vogtsburg (Energieagentur Regio Freiburg). In den übrigen 37 Gemeinden läuft die Planung noch – die gesetzliche Frist für Gemeindegebiete mit 100.000 Einwohnern oder weniger ist der 30. Juni 2028 (§ 4 WPG). Wer bis dahin abwartet, verschenkt zwei Jahre – ohne dass am Ende eine andere Antwort herauskommt.
Warum Warten hier die teuerste Option ist
Die Datenlage im Kreis lässt für die allermeisten Häuser ohnehin nur einen Weg offen. 61 % der Wohngebäude sind Einfamilienhäuser, davon rund 79 % freistehend – der klassische Fall, in dem eine Luft-Wasser-Wärmepumpe technisch am einfachsten sitzt. Fernwärme spielt praktisch keine Rolle: Nur 2 % der Wohngebäude hängen (modelliert) an einem Wärmenetz, und die badenova-Wärmeverbünde Freiburg-Süd und Freiburg-West liegen in der Stadt Freiburg, die nicht zum Landkreis gehört. Im Kreisgebiet selbst gibt es nur einzelne Nahwärmeinseln wie das Projekt im Müllheimer Ortsteil Hügelheim der Stadtwerke Müllheim-Staufen. Für die meisten Adressen bedeutet das: Ein Wärmenetz kommt nicht vorbei, egal was der Wärmeplan noch feststellt.
Bemerkenswert ist zugleich, dass selbst der einzige gebietsscharf geprüfte fertige Plan – der von Müllheim, im Konvoi mit Badenweiler und Auggen erstellt – ausdrücklich Gebiete ausweist, in denen dezentrale Lösungen wie die Wärmepumpe besser funktionieren. Ein Wärmeplan ist eine Orientierung, keine Verpflichtung: Niemand wird zwangsweise ans Netz angeschlossen, und die Wärmepumpe ist in keinem Gebiet verboten.
Dazu kommt der Druck von der Heizungsseite. 73 % der Wohngebäude heizen (modelliert) mit Gas, weitere 21 % mit Öl – ein enormes Umstellungspotenzial, auf das die 65-%-Erneuerbaren-Pflicht des Gebäudeenergiegesetzes zielt, sobald ein alter Kessel getauscht werden muss. Und das Gebäudeprofil spricht für die Wärmepumpe: Mit 55 % Bestand vor 1979 ist der Kreis vergleichsweise jung, und die mediane Heizlast eines Einfamilienhauses liegt bei modelliert 18,7 kW (mittlere 50 % zwischen 12,5 und 26,5 kW). Viele Häuser sind damit ohne große Vorarbeiten wärmepumpentauglich; wo der Bedarf höher liegt, machen ein hydraulischer Abgleich und einzelne gedämmte Flächen den Unterschied.
Förderung: Bund zahlt, der Kreis senkt die Einstiegshürde
Eine unbequeme Wahrheit vorab: Im Landkreis Breisgau-Hochschwarzwald gibt es kein eigenes Kreis- oder Gemeinde-Zuschussprogramm für Wärmepumpen. Weder der Landkreis noch die Klimaagentur, badenova oder die Stadtwerke Müllheim-Staufen legen einen solchen Topf auf. Die finanziell tragende Förderung ist die bundesweite Heizungsförderung KfW 458: 30 % Grundförderung, bis 20 % Klimageschwindigkeits-Bonus bei zeitnahem Austausch, 30 % Einkommens-Bonus für Haushalte mit geringerem zu versteuerndem Einkommen und ein Effizienz-Bonus, kumulierbar auf maximal 70 % – bezogen auf förderfähige Höchstkosten von 30.000 € für die erste Wohneinheit (Verbraucherzentrale).
Der einzige geldwerte Kreis-Vorteil ist gezielt gesetzt: Der Landkreis übernimmt für ein limitiertes Kontingent den sonst fälligen Eigenanteil von 40 € für die geförderte Vor-Ort-Energieberatung der Verbraucherzentrale – die rund zweistündige Beratung wird damit komplett kostenlos (Landkreis Breisgau-Hochschwarzwald). Ergänzend gibt es monatliche kostenlose Beratungsstützpunkte in Bötzingen, Kirchzarten und Neuenburg (Terminvereinbarung 0800 809 802 400) sowie kostenlose Online-Infoabende der Klimaagentur zur Heizungserneuerung – 2026 unter anderem im Juli, Oktober und Dezember.
Für den laufenden Betrieb bietet badenova zwei regionale Wärmepumpen-Stromtarife mit 100 % Ökostrom an. Wichtig: Die volle §14a-EnWG-Entlastung ist an eine Inbetriebnahme bis 31.12.2023 und einen eigenen, vom Netzbetreiber zugelassenen Zähler geknüpft. Wer 2026 neu installiert, startet zunächst im Flex-Tarif ohne diese Entlastung – badenova kündigt eine rückwirkende Umsetzung an. Kalkulieren Sie den Strompreis also realistisch, nicht mit dem Bestfall.
reduco ist kein Beratungsbüro vor Ort, sondern die Datenanalyse für Ihr Gebäude plus ein Netzwerk geprüfter Fachbetriebe und Energieberater, die den Landkreis Breisgau-Hochschwarzwald bedienen. So kommen Sie von der Frage „lohnt sich das?“ direkt zu einem konkreten, förderfähigen Angebot.
Kostenloser Gebäudecheck
Ist Ihr Haus für eine Wärmepumpe geeignet?
Prüfen Sie kostenlos in 2 Minuten Eignung, nötige Vorlauftemperatur, Stromverbrauch und Ersparnis – für Ihre Adresse, ohne Anmeldung.
Wärmepumpen-Rechner startenAngebot für Ihre Wärmepumpe erhalten
Erhalten Sie kostenlos und unverbindlich Angebote von geprüften Fachbetrieben in Ihrer Region.
- 100 % kostenlos & unverbindlich
- Bis zu 5 Angebote von geprüften Fachbetrieben aus Ihrer Region
- Durch Vergleich bis zu 37 % sparen
Häufige Fragen
Nein. In 37 der 50 Gemeinden kommt der Plan erst bis spätestens 30. Juni 2028, und selbst fertige Pläne wie in Müllheim weisen die Wärmepumpe für viele Gebiete ausdrücklich als beste Lösung aus. Ein Wärmeplan ist eine Orientierung, keine Anschlusspflicht – Sie können jederzeit selbst entscheiden.
Nein, weder Landkreis noch Gemeinden legen einen eigenen Zuschuss auf. Die Förderung läuft über die bundesweite KfW 458 mit bis zu 70 % auf maximal 30.000 € förderfähige Kosten für die erste Wohneinheit. Der einzige geldwerte Kreis-Vorteil ist die Übernahme des 40-€-Eigenanteils für die Vor-Ort-Energieberatung – limitiert auf ein Kontingent.
In den meisten Fällen ja. 61 % der Wohngebäude sind Einfamilienhäuser, davon rund 79 % freistehend, und mit 55 % Bestand vor 1979 ist der Kreis vergleichsweise jung. Die mediane Heizlast liegt bei modelliert 18,7 kW – gut im Arbeitsbereich moderner Luft-Wasser-Wärmepumpen. Der kostenlose Check prüft das für Ihre konkrete Adresse.
Für die allermeisten Adressen im Kreis nicht. Nur 2 % der Wohngebäude sind (modelliert) an ein Wärmenetz angeschlossen, und die badenova-Wärmeverbünde liegen in der Stadt Freiburg außerhalb des Kreises. Im Kreisgebiet existieren nur Nahwärmeinseln wie Hügelheim – dort lohnt ein Blick in den kommunalen Wärmeplan, sonst bleibt die Wärmepumpe die realistische Option.
An den monatlichen Stützpunkten der Verbraucherzentrale in Bötzingen, Kirchzarten und Neuenburg (Termin über 0800 809 802 400) sowie bei den kostenlosen Vor-Ort-Beratungen, deren 40-€-Eigenanteil der Landkreis übernimmt. Die Klimaagentur ergänzt das mit kostenlosen Online-Infoabenden zur Heizungserneuerung.
Ein Blick lohnt sich – badenova bietet zwei Tarife mit 100 % Ökostrom an. Rechnen Sie die Netzentgelt-Entlastung aber nicht automatisch ein: Die volle §14a-EnWG-Entlastung setzt eine Inbetriebnahme bis Ende 2023 und einen eigenen, vom Netzbetreiber zugelassenen Zähler voraus. Neuanlagen ab 2024 starten im Flex-Tarif zunächst ohne diese Entlastung – kalkulieren Sie den Betrieb also vorsichtig.
Der kostenlose Wärmepumpen-Check von reduco berechnet für Ihre exakte Adresse die passende Heizleistung, den zu erwartenden Strombedarf, die KfW-Förderung und die Amortisation – und vermittelt Sie bei Interesse an einen geprüften Fachbetrieb, der den Landkreis Breisgau-Hochschwarzwald bedient.
