Energieberatung Landkreis Breisgau-Hochschwarzwald & Förderung
Im Landkreis Breisgau-Hochschwarzwald sind 73 % der Häuser gasbeheizt – so nutzen Sie die kostenlose Kreis-Energieberatung. Jetzt den Sanierungs-Check starten.
Aggregierte Gebäudedaten für Landkreis Breisgau-Hochschwarzwald – 50 Gemeinden, rund 62.676 Wohngebäude.
60 %
Klasse F–H
hoher Sanierungsbedarf, geschätzt
55 %
Gebäude vor 1979
unsaniert oft Klasse E–H
186
kWh/m²·a Endenergie
Median, unsaniert
228 m²
Ø Wohnfläche EFH
Bezug für Kostenschätzung
Geschätzte Energieeffizienzklassen in Landkreis Breisgau-Hochschwarzwald
Im unsanierten Modellzustand liegen rund 60 % der Wohngebäude in Landkreis Breisgau-Hochschwarzwald in einer der schlechten Effizienzklassen F, G oder H – dort ist der Sanierungshebel am größten:
Effizienzklassen unsaniert modelliert (GEG-Bänder); real sanierte Gebäude liegen besser.
Was würde eine Sanierung bei Ihnen bringen?
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Wo eine Sanierung in Landkreis Breisgau-Hochschwarzwald ansetzt
| Ø Wand-U-Wert (unsaniert) | 0,76 W/m²·K |
| Zielwert nach Sanierung | ≈ 0,20 W/m²·K |
| Heizwärmebedarf (Median) | 137 kWh/m²·a |
| Typische Wohnfläche EFH | 228 m² |
Ein hoher Wand-U-Wert zeigt großes Einsparpotenzial durch eine Fassaden- oder Dachdämmung. Was sich für Ihr konkretes Gebäude lohnt – Reihenfolge, Kosten, Förderung und Amortisation – berechnet der kostenlose Sanierungs-Check weiter unten für Ihre Adresse.
Die meisten Landkreise fördern bei der energetischen Sanierung nichts selbst und verweisen nur an Bund und Land. Breisgau-Hochschwarzwald macht etwas Ungewöhnliches: Der Kreis kauft Ihre Erstberatung frei. Bei der rund zweistündigen „Beratung zu Hause" der Gebäude-Energieberatung des Landkreises übernimmt der Kreis in Kooperation mit der Verbraucherzentrale Baden-Württemberg den sonst fälligen Eigenanteil von 40 € – allerdings nur für ein begrenztes Kontingent an Teilnehmenden, also solange das Kontingent reicht. Dazu kommen monatliche Beratungstermine in Bötzingen, Kirchzarten und Neuenburg (Ankündigung über die Amtsblätter) sowie kostenlose Telefon- und Onlineberatung ohne Termin. Terminvergabe läuft über 0800 809 802 400.
Das ist mehr als eine nette Geste, denn es passt genau zum Bestand hier. Von rund 62.676 Wohngebäuden im Kreis sind 61 % Einfamilienhäuser (nach Anzahl der Wohngebäude). Modelliert liegen etwa 60 % in den schwächsten Effizienzklassen F–H. Nur 55 % der Wohngebäude stammen aus der Zeit vor 1979 – der Bestand ist also vergleichsweise jung. Die Konsequenz: Für die meisten Eigentümerinnen und Eigentümer hier ist die richtige Antwort fast nie „Vollsanierung", sondern eine saubere Triage – und genau die bekommen Sie mit der kostenlosen, herstellerneutralen Kreis-Beratung als Einstieg.
Freiburg ist nicht der Landkreis
Der häufigste Fehler auf Vergleichsportalen: Sie werden auf das kostenlose KESS-Angebot der Energieagentur Regio Freiburg geschickt. Das gilt aber ausdrücklich nur für „alle Freiburgerinnen und Freiburger", also für den Stadtkreis Freiburg. Freiburg ist ein eigener Stadtkreis und gehört nicht zum Landkreis, obwohl dieser die Stadt ringförmig umschließt. Wenn Sie in Müllheim, Titisee-Neustadt, Bad Krozingen, Breisach oder einer der übrigen 46 Kreisgemeinden wohnen, ist für Sie die Kreis-/Verbraucherzentrale-Schiene zuständig – nicht KESS. Für ein schnelles neutrales Erstgespräch ohne Termin hilft zusätzlich das landesweite Beratungstelefon von Zukunft Altbau (08000 12 33 33, Mo–Fr 9–13 Uhr) für Häuser, die vor 2002 gebaut oder saniert wurden.
Die sinnvolle Reihenfolge für Ihr Haus
Weil der Bestand relativ gut, aber stark gasgeprägt ist – 73 % der Wohngebäude heizen mit Gas, weitere 21 % mit Öl –, ist der größte Hebel fast immer die Heizung, nicht die Dämmung. So sieht die tragfähige Reihenfolge aus:
- Kostenlose Kreis-Beratung als Triage. Ein neutraler Blick sortiert, ob bei Ihrem Haus zuerst die Heizung, die Hülle oder beides drankommt.
- Geförderter individueller Sanierungsfahrplan (iSFP). Er macht aus dem Erstgespräch einen belastbaren Stufenplan mit Kosten und Reihenfolge.
- Gezielte Einzelmaßnahmen. Mit modelliert etwa 60 % F–H lohnt sich das schrittweise Vorgehen mehr als die teure Komplettsanierung – Heizungstausch meist zuerst.
Zur Einordnung: Ein typisches freistehendes Einfamilienhaus im Kreis hat modelliert rund 228 m² Wohnfläche und eine geschätzte Heizlast von etwa 18,7 kW. Für Häuser dieser Größenordnung ist eine Wärmepumpe technisch in aller Regel machbar, gerade beim vergleichsweise jungen Bestand. Allgemein gilt: Der Heizungstausch wird mit 30 % Grundförderung bezuschusst, plus bis zu 20 % Klimageschwindigkeitsbonus und weiteren Boni bis maximal 70 % – das sind Bundeszahlen, nicht kreisspezifisch.
Wo das eigentliche Fördergeld herkommt
Wichtig und oft missverstanden: Der Landkreis fördert Beratung und Information – etwa über die Klimaagentur und die PV-Kampagne „Sonnenstrom hausgemacht" –, aber keine Bauteile. Einen kreiseigenen Zuschuss für Wärmepumpe, Dämmung oder Photovoltaik gibt es nicht; wer Ihnen einen „Kreis-Zuschuss" verspricht, erfindet ihn.
Das Geld für die Planung kommt vom Bund: Die BAFA-Energieberatung für Wohngebäude übernimmt 50 % der Beratungskosten, maximal 650 € bei Ein- und Zweifamilienhäusern und maximal 850 € ab drei Wohneinheiten, plus 250 € Bonus für die Erläuterung in einer WEG-Versammlung. Zwei aktuelle Punkte sollten Sie kennen: Seit dem 01.04.2025 zahlt die BAFA ausschließlich an die Antragstellenden aus – Sie gehen also in Vorleistung und rechnen nicht mehr direkt über den Berater ab. Und ab dem 01.09.2026 ist für den iSFP nur noch die Software-Version 2.6.x zulässig; ein im August erstellter Bericht mit alter Version kann bei Antragstellung Probleme machen.
Die häufig genannte L-Bank-Zusatzfinanzierung Energieeffizienz (1,00 % Zins) ist für die meisten Bestandseigentümer im Kreis faktisch nicht zugänglich: Sie setzt eine laufende Eigentumsfinanzierung BW voraus, deren Zusage nicht älter als zehn Jahre ist – wer vor Jahrzehnten gekauft hat, fällt heraus. Zudem weist die L-Bank derzeit eine Wartezeit von mindestens einem Jahr bis zur Bewilligung aus.
reduco ist kein lokaler Beratungsbetrieb, sondern liefert die Datenanalyse für Ihr konkretes Gebäude und vermittelt Sie an ein Netzwerk geprüfter Energieberater und Fachbetriebe, die den Landkreis bedienen. Der schnellste erste Schritt ist unser kostenloser Sanierungs-Check: Er zeigt für Ihr Haus, welche Maßnahme zuerst den größten Hebel bietet – bevor Sie den Kreis-Termin buchen.
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Häufige Fragen
Telefon- und Onlineberatung sind kostenfrei und ohne Termin möglich. Bei der etwa zweistündigen Beratung zu Hause übernimmt der Landkreis den Eigenanteil von 40 € – aber nur für ein begrenztes Kontingent. Fragen Sie bei der Terminvergabe unter 0800 809 802 400 nach, ob das Kontingent noch verfügbar ist.
Nein, wenn Sie in einer der 50 Kreisgemeinden wohnen. KESS der Energieagentur Regio Freiburg ist ausdrücklich für den Stadtkreis Freiburg. Für den Landkreis ist die Gebäude-Energieberatung des Kreises mit der Verbraucherzentrale zuständig.
Nein. Der Landkreis Breisgau-Hochschwarzwald fördert Beratung und Information, nicht einzelne Bauteile. Die Zuschüsse für den Heizungstausch kommen vom Bund (bis zu 70 %), nicht vom Kreis.
Stationäre Termine gibt es monatlich in Bötzingen, Kirchzarten und Neuenburg. Weil der Kreis vom Kaiserstuhl bis in den Hochschwarzwald reicht, sind für Gemeinden wie Titisee-Neustadt oder Schluchsee die Beratung zu Hause sowie Telefon- und Onlineberatung oft praktischer.
Da modelliert nur rund 60 % der Wohngebäude im Kreis in den Klassen F–H liegen und der Bestand vergleichsweise jung ist, sind gezielte Einzelmaßnahmen meist wirtschaftlicher als eine Komplettsanierung. Der Sanierungs-Check und die Kreis-Beratung klären das für Ihr konkretes Haus.
Weil 73 % der Wohngebäude im Kreis mit Gas und weitere 21 % mit Öl heizen, ist der Wechsel auf eine Wärmepumpe der größte einzelne Hebel – energetisch wie förderseitig. Die GEG-65-%-Vorgabe für neue Heizungen macht die frühzeitige Planung zusätzlich sinnvoll.
Starten Sie mit dem kostenlosen Sanierungs-Check für Ihr Gebäude. Er priorisiert die Maßnahmen datenbasiert und liefert Ihnen die Grundlage, mit der Sie in die neutrale Kreis-Beratung und danach in den BAFA-geförderten iSFP gehen.
