Photovoltaik Rheinisch-Bergischer Kreis: Rösrath zahlt.
Photovoltaik im Rheinisch-Bergischen Kreis: 76 % der Dächer bieten ≥10 kWp Potenzial, doch nur Rösrath fördert. Prüfen Sie Ihr Dach im PV-Rechner.
Aggregierte Gebäudedaten für Rheinisch-Bergischer Kreis – 8 Gemeinden, rund 74.730 Wohngebäude.
877
kWh/kWp Ø-Ertrag
je installiertem Kilowatt-Peak
89 %
Dächer gut geeignet
sehr gut oder gut
1.321 MWp
Dach-PV-Potenzial
≈ 1.169 GWh/Jahr
14,9 kWp
Typisches EFH-Dach
≈ 13.160 kWh/Jahr
Solarertrag über das Jahr in Rheinisch-Bergischer Kreis
Bei einer mittleren Globalstrahlung von 1.064 kWh/m² erreicht eine Anlage auf einem Wohngebäude in Rheinisch-Bergischer Kreis im Median rund 877 kWh je installiertem Kilowatt-Peak pro Jahr. Die Erträge verteilen sich stark auf das Sommerhalbjahr:
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Typische PV-Anlage auf einem Einfamilienhaus in Rheinisch-Bergischer Kreis
| Nutzbare Dachfläche (Median) | 75 m² |
| Passende Anlagengröße | 14,9 kWp |
| Erwarteter Jahresertrag | 13.160 kWh |
| Dächer mit ≥ 10 kWp Potenzial | 76 % |
Wie viel davon sich für Ihr konkretes Dach lohnt – inklusive Eigenverbrauch, Speicher, Amortisation und Einspeisevergütung – berechnet der kostenlose PV-Rechner weiter unten für Ihre Adresse.
Dachlandschaft in Rheinisch-Bergischer Kreis
Die Dachformen bestimmen, wie einfach sich Module montieren lassen und welche Ausrichtung möglich ist. In Rheinisch-Bergischer Kreis verteilen sich die Wohngebäude wie folgt (mittlere Dachneigung geneigter Dächer: 37°):
Ob sich Photovoltaik im Rheinisch-Bergischen Kreis rechnet, hängt weniger von kommunalen Zuschüssen ab als von zwei lokalen Sondereffekten – und von Ihrer Postleitzahl. Der Kreis selbst zahlt für PV, Speicher oder Balkonkraftwerk keinen Cent: Er bietet ausdrücklich keine eigenen kreiseigenen Förderprogramme an und verweist auf das Förder-Navi von NRW.Energy4Climate. Wer dagegen in Rösrath wohnt, bekommt über die Stadtwerke echtes Geld. Und über allem steht seit 2026 ein Satz, der die Förderfrage für viele Dächer zweitrangig macht: Bei der nächsten grundlegenden Dachsanierung wird PV zur Pflicht.
Förderung ist hier eine PLZ-Lotterie
In einem Kreis mit 8 Kommunen und rund 74.730 Wohngebäuden gibt es genau ein bestätigtes kommunales PV-Förderprogramm – das der Stadtwerke Rösrath – Energie GmbH. Rösrather Kundinnen und Kunden erhalten dort 100 €/kWp für die PV-Anlage (max. 300 €, 1–10 kWp), 50 € pauschal fürs Balkonkraftwerk (max. 800 W) und 100 € für einen Batteriespeicher ab 5 kWh; die Wallbox wird mit 20 % bis 100 € bezuschusst. Die Bedingungen sind hart: keine Nordausrichtung, keine Erweiterung bestehender Anlagen, Umsetzung nur über die Stadtwerke.
Für alle übrigen Orte – allen voran Bergisch Gladbach – gilt: keine kommunale Auszahlung. Der Versorger BELKAW fördert PV nicht, sondern verkauft oder verpachtet Anlagen über 12–18 Jahre. Das ist ein kommerzielles Produkt, kein Zuschuss – verwechseln Sie beides nicht. Was der Kreis stattdessen kostenlos bietet, ist Wissen: eine anbieterunabhängige Energie-Erstberatung (30–45 Minuten, zertifizierte Fachleute) in den Rathäusern, eine ehrenamtliche BürgerSolarBeratung und das Energiezentrum :metabolon in Lindlar.
Ihr Dach entscheidet – und ab 2026 auch das Gesetz
Der eigentliche Hebel liegt beim Gebäudebestand, und der ist hier ungewöhnlich günstig für große Anlagen. 89 % der Dachflächen im Kreis sind gut oder sehr gut für PV geeignet, und bei 76 % der Wohngebäude reicht das Potenzial für Anlagen ab 10 kWp. Ein typisches Einfamilienhaus trägt rund 14,9 kWp und erntet damit modelliert etwa 13.160 kWh pro Jahr – bei einem spezifischen Ertrag von rund 877 kWh je kWp und im Schnitt 75 m² nutzbarer Dachfläche. Das Satteldach dominiert (53 % der Gebäude) und ist mit einer typischen Neigung um 37° nahezu ideal.
Große Dächer bedeuten: Speicher und Wallbox rechnen sich hier eher als anderswo. Das gilt umso mehr, weil 94 % der Gebäude mit Gas beheizt werden (geschätzter Energieträgermix) – jede spätere Wärmepumpe und jedes E-Auto verwandelt PV-Überschuss in Eigenverbrauch statt in eine magere Einspeisevergütung, die bei Überschusseinspeisung kleiner Dachanlagen derzeit nur rund 7–8 ct/kWh beträgt.
Und dann ist da die NRW-Solarpflicht (§ 42a BauO NRW): Seit 2026 greift sie auch bei grundlegender Dachsanierung von Bestandsgebäuden ab 50 m² Nutzfläche. Im Rheinisch-Bergischen Kreis wurden 67 % der Wohngebäude vor 1979 errichtet – ein Bestand, bei dem Dachsanierungen ohnehin anstehen. Für viele Eigentümerinnen und Eigentümer ist damit nicht mehr die Frage „ob PV lohnt", sondern „wann die Pflicht greift".
Die Anmeldung läuft je nach Wohnort anders
Ein lokaler Stolperstein: Der Kreis verteilt sich über mehrere Netzbetreiber. Für das BELKAW-Versorgungsgebiet – laut BELKAW Bergisch Gladbach, Burscheid, Kürten, Leichlingen, Lindlar und Odenthal – ist die RheinNetz GmbH (RheinEnergie-Gruppe, Köln) zuständig; Anmeldung und Einspeisung laufen dort über RheinNetz, nicht über BELKAW. In Rösrath sind es die Stadtwerke, rund um Wermelskirchen die BEW. Gehen Sie also nicht von einem einheitlichen Portal aus – klären Sie vor der Anmeldung, wer Ihr Netzbetreiber ist. Auch ein gefördertes Balkonkraftwerk müssen Sie weiterhin im Marktstammdatenregister und beim jeweiligen Netzbetreiber anmelden.
Der finanziell größte Hebel ist bundesweit und für alle gleich: 0 % Mehrwertsteuer auf Wohngebäude-PV, die EEG-Einspeisevergütung und die zinsgünstige KfW-Finanzierung. Wichtig zu wissen: Die BAFA fördert PV nicht – sie ist für Heizung und Effizienz zuständig.
Wie viel Ertrag, Eigenverbrauch und Amortisation für genau Ihr Dach realistisch sind, hängt von Ausrichtung, Neigung und Verbrauch ab. Der kostenlose PV-Rechner modelliert das für Ihre Adresse und verbindet Sie auf Wunsch mit einem Netzwerk geprüfter Fachbetriebe, die den Rheinisch-Bergischen Kreis bedienen.
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Häufige Fragen
Nein. Der Kreis bietet ausdrücklich keine eigenen Förderprogramme an und verweist auf Bundes- und NRW-Programme. Kostenlos ist nur die anbieterunabhängige Energieberatung. Eine echte kommunale Auszahlung gibt es bestätigt allein in Rösrath.
Für Rösrather Kundinnen und Kunden: 100 €/kWp für die PV-Anlage (max. 300 €, 1–10 kWp, keine Nordausrichtung), 50 € fürs Balkonkraftwerk, 100 € für einen Speicher ab 5 kWh und 20 % bis 100 € für die Wallbox. Details und Antrag finden Sie bei den Stadtwerken Rösrath.
BELKAW zahlt keinen Zuschuss, sondern verkauft oder verpachtet PV-Anlagen über 12–18 Jahre. Das kann bequem sein, ist aber ein kommerzielles Angebot. Ihre Anmeldung läuft dort über die RheinNetz GmbH.
Möglicherweise ja. Seit 2026 gilt die NRW-Solarpflicht auch bei grundlegender Dachsanierung ab 50 m² Nutzfläche. Bei 67 % vor 1979 gebauten Wohngebäuden im Kreis ist das ein realistischer Auslöser. Solarthermie ist als Alternative zulässig; Ausnahmen gelten bei technischer Unmöglichkeit oder wirtschaftlicher Unzumutbarkeit.
Häufiger als anderswo. Weil 76 % der Wohngebäude Platz für Anlagen ab 10 kWp bieten und 94 % noch mit Gas heizen (geschätzt), ist das Potenzial für Eigenverbrauch über künftige Wärmepumpe und E-Auto groß. Ein Speicher erhöht die selbst genutzte Menge und damit die Rendite – rechnen lässt sich das im PV-Rechner.
Beim für Ihren Wohnort zuständigen Netzbetreiber. Im BELKAW-Versorgungsgebiet (u. a. Bergisch Gladbach, Burscheid, Kürten, Leichlingen, Odenthal) ist das die RheinNetz GmbH, in Rösrath sind es die Stadtwerke, rund um Wermelskirchen die BEW. Zusätzlich ist jede Anlage – auch jedes Balkonkraftwerk – im Marktstammdatenregister zu registrieren.
Nutzen Sie den kostenlosen PV-Rechner. Er modelliert Ertrag, Eigenverbrauch und Amortisation für Ihre konkrete Adresse und vermittelt auf Wunsch geprüfte Fachbetriebe, die im Rheinisch-Bergischen Kreis aktiv sind.
