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Ratgeber17 Min. Lesezeit

Mitsubishi Wärmepumpe 2026: Ecodan Modelle, Preise & Test

Mitsubishi Ecodan im Check: R290 bis 75 °C, SCOP bis 4,79, Schall ab 42 dB(A). Alle Modelle, Set-Preise ab ca. 9.000 € und ehrliche Test-Erfahrungen.

Mitsubishi Ecodan Luft-Wasser-Wärmepumpe Außengerät

Mitsubishi Electric verkauft seine Heizungswärmepumpen unter der Marke Ecodan und unterscheidet sich von fast allen Wettbewerbern durch ein gestaffeltes Konzept aus drei Inverter-Typen für unterschiedliche Gebäude. Das Modernisierungs-Flaggschiff ist die Monoblock-Reihe PUZ-WZ mit dem natürlichen Kältemittel R290 (Propan): Sie erreicht eine maximale Vorlauftemperatur von 75 °C bei Außentemperaturen bis -15 °C, einen SCOP von bis zu 4,79 und einen Schalldruck ab nur 42 dB(A). Die Set-Preise der R290-Reihe starten bei rund 9.000 EUR (5 kW mit Hydromodul, Geräte-Set ohne Installation; im Handel liegen aktuelle Set-Preise eher um 10.500–11.000 EUR) — komplett installiert müssen Sie je nach Modell und Aufwand mit grob 13.000 bis 22.000 EUR rechnen. Weil R290 förderfähig ist, sichert die PUZ-WZ den 5 % Effizienzbonus der Wärmepumpenförderung 2026. In diesem Ratgeber gehe ich alle Ecodan-Baureihen durch, ordne die Preise ehrlich ein und sage Ihnen klar, von welchem Modell ich abrate — und wovon nicht.

Das Wichtigste in Kürze

  • Drei Inverter-Typen: Eco Inverter (Neubau, 3–8 kW), Power Inverter (R32 bis 65 °C / R290 bis 75 °C) und Zubadan Inverter (Split, volle Leistung bis -15 °C, Betrieb bis -30 °C).
  • R290-Reihe PUZ-WZ: Vorlauf bis 75 °C bei -15 °C, SCOP 4,55–4,79 (bei 35 °C), Schalldruck 42–47 dB(A) (1 m), Kältemittelfüllung unter 1 kg Propan. Leistungsgrößen 5/6/8,5/10/12 kW.
  • Set-Preise PUZ-WZ (Gerät ohne Installation): ab ca. 9.000 EUR (5 kW) bis grob 16.000 EUR (12 kW mit 300-L-Speicher); im Handel liegt das 5-kW-Set 13.1 aktuell bei rund 10.500–11.000 EUR.
  • Förderung: Nur die R290-Modelle (PUZ-WZ) erhalten den 5 % Effizienzbonus; die R32-Modelle (Zubadan, Power R32, Eco) nicht. Insgesamt bis zu 70 % Zuschuss möglich.
  • Stiftung Warentest (10/2025): Das aktuelle R290-Modell PUZ-WZ100YAA (Set 13.10) erhielt nur „Befriedigend (2,8)" und Platz 5 von 5 — bemängelt wurden Effizienz bei Kälte, häufig anspringender Heizstab und nicht durchgängig erreichte Vorlauftemperatur. Schon das ältere R32-Modell PUZ-WM85YAA bekam 2023 „Befriedigend (2,9)".
  • Garantie: 2 Jahre gesetzliche Gewährleistung plus optionale, kostenpflichtige 5-Jahres-Ecodan-Systemgarantie (laut Fachhandel ca. 495 EUR zzgl. MwSt.).

Ecodan-Modellübersicht: Die vier Baureihen im Vergleich

Bevor wir in die Preise und Details gehen, ein kompakter Überblick über das Ecodan-Sortiment für Ein- und Zweifamilienhäuser. Diese Tabelle ist der rote Faden des Artikels — Mitsubishi sortiert seine Wärmepumpen nicht nach Leistung, sondern nach Inverter-Konzept:

Baureihe Bauart Kältemittel Max. Vorlauf Volle Leistung bis Leistungsgrößen Typisches Einsatzfeld
Eco Inverter (SUZ-S(H)WM) Split R32 55–60 °C ~-10 °C 3 / 4 / 6 / 8 kW Neubau, Niedrigenergiehaus
Power Inverter R32 (PUZ-WM) Monoblock R32 65 °C (bei -3 °C) -25 °C (Betrieb) bis 14 kW Neubau, gut gedämmter Bestand
Power Inverter R290 (PUZ-WZ) Monoblock R290 75 °C (bei -15 °C) -25 °C (Betrieb) 5 / 6 / 8,5 / 10 / 12 kW Sanierung / Altbau
Zubadan Inverter (Split) Split R32 70 °C (bei -7 °C) -15 °C 6 / 8 / 10 / 12 / 14 kW Altbau in kalten Regionen

Für die allermeisten Sanierungen in Deutschland ist 2026 die PUZ-WZ R290 die naheliegendste Wahl: hohe Vorlauftemperatur für Heizkörper im Altbau, Monoblock-Bauweise ohne F-Gas-Zertifizierung des Installateurs und der einzige Ecodan-Typ mit Effizienzbonus. Die Zubadan-Reihe bleibt das Spezialwerkzeug für sehr kalte Lagen oder schwierige Aufstellsituationen.

Mitsubishi Electric: Das Unternehmen hinter Ecodan

Mitsubishi Electric ist ein weltweiter Technologieführer bei der Invertertechnologie, und genau diese Stärke spiegelt sich in den Wärmepumpen wider. Die Heizungswärmepumpen laufen unter der Marke Ecodan, die Europazentrale ist die Mitsubishi Electric Europe B.V. in Ratingen (gegründet 1996).

Mitsubishi Electric ist nicht Mitsubishi Heavy Industries

Diese Verwechslung ist der häufigste Irrtum bei der Markenrecherche — und sie ist relevant, weil sie über das ganze Produktportfolio entscheidet. Mitsubishi Electric und Mitsubishi Heavy Industries (MHI) gehören zwar beide zur weiteren Mitsubishi-Gruppe, sind aber rechtlich getrennte, eigenständige Unternehmen.

  • Mitsubishi Electric baut die Ecodan-Luft/Wasser-Wärmepumpen für Heizung und Warmwasser — das ist der für Einfamilienhäuser relevante Hersteller.
  • Mitsubishi Heavy Industries (MHI) fokussiert auf Klimaanlagen, VRF-Systeme und die Q-ton CO₂-Warmwasser-Wärmepumpe fürs Gewerbe — keine klassischen Heizungs-Luft/Wasser-Wärmepumpen fürs Eigenheim.

Wenn Sie also eine „Mitsubishi Wärmepumpe" für Ihr Haus suchen, meinen Sie in fast allen Fällen die Ecodan von Mitsubishi Electric.

Spezifikationen PUZ-WZ R290: Daten und Preise

Die Monoblock-Reihe PUZ-WZ mit Propan ist das Herzstück des aktuellen Ecodan-Programms. Alle kältemitteltechnischen Komponenten sitzen im Außengerät, zwischen außen und innen verlaufen nur Heizwasserleitungen — eine F-Gas-Zertifizierung des Installateurs ist nicht nötig. Hier die technischen Eckdaten, die für die Auslegung entscheidend sind:

Modell Heizleistung A2/W35 Heizleistung A-15/W35 SCOP 35 °C SCOP 55 °C Max. Vorlauf Schalldruck (1 m) Kältemittel / Menge Anschluss
PUZ-WZ50VAA (5 kW) 5,0 kW (Nenn) 4,62 3,53 75 °C 42 dB(A) R290 / 0,6 kg 1-ph 230 V
PUZ-WZ60VAA (6 kW) 6,0 kW 5,4 kW 4,55 3,56 75 °C 42 dB(A) R290 / 0,6 kg 1-ph 230 V
PUZ-WZ85YAA (8,5 kW) 8,5 kW 7,8 kW 4,64 3,65 75 °C 47 dB(A) R290 / 0,6 kg 3-ph 400 V
PUZ-WZ100YAA (10 kW) 10,0 kW 9,3 kW 4,70 3,56 75 °C 47 dB(A) R290 / 0,82 kg 3-ph 400 V
PUZ-WZ120YAA (12 kW) 12,0 kW 10,7 kW 4,79 3,59 75 °C 47 dB(A) R290 / 0,82 kg 3-ph 400 V

Abmessungen Außengerät: 5/6 kW = 1.050 × 500 × 1.020 mm; 8,5–12 kW = 1.050 × 480 × 1.040 mm. Schallleistungspegel nach EN 12102: 54–56 dB(A). Einsatzbereich Heizen -25 bis +24 °C, Kühlen +10 bis +46 °C. Bei -25 °C (untere Einsatzgrenze) liefert die PUZ-WZ noch 65 °C Vorlauf. Quelle: offizielle Mitsubishi-Produktinformation.

Bemerkenswert ist die Kombination aus 75 °C Vorlauf bei -15 °C und einer Kältemittelfüllmenge von unter 1 kg Propan. Das macht die PUZ-WZ aufstellungsfreundlich (kleinere Sicherheitsabstände als bei größeren Propanmengen) und gleichzeitig altbautauglich, weil viele bestehende Heizkörper-Anlagen auch ohne Komplettsanierung der Heizflächen bedient werden können. Was die Werte SCOP, COP und JAZ konkret bedeuten, erkläre ich im Ratgeber COP, JAZ und Wirkungsgrad bei Wärmepumpen.

Offizielle Listenpreise der PUZ-WZ R290-Sets

Die folgenden Set-Preise dienen als Orientierung (brutto inkl. MwSt.) und können je nach Quelle, Preisstand und Ausstattung abweichen — sie sind reine Geräte- bzw. Set-Preise ohne Installation. Zur Einordnung: Im Fachhandel werden für das 5-kW-Set 13.1 aktuell UVPs um 11.000 EUR und Straßenpreise um 10.500 EUR aufgerufen (Stand 2026, je nach Händler). Die Werte unten liegen teils darunter; holen Sie für eine belastbare Zahl immer ein aktuelles Angebot ein. In den Sets ist in der Regel der WiFi-Adapter MAC-587IF-E enthalten.

Set Leistung Innengerät Set-Preis (ca., brutto)*
Set 13.1 5 kW Hydromodul ERPX-YM9E (ohne Speicher) ~8.900 EUR
Set 13.2 6 kW Hydromodul ERPX-YM9E (ohne Speicher) 9.278 EUR
Set 13.9 8,5 kW Hydromodul ERPX-YM9E (ohne Speicher) 10.646 EUR
Set 13.10 10 kW Hydromodul ERPX-YM9E (ohne Speicher) 12.185 EUR
Set 13.11 12 kW Hydromodul ERPX-YM9E (ohne Speicher) 13.309 EUR
Set 13.3 5 kW + 200-L-Speichermodul ERPT20X-YM9E 11.204 EUR
Set 13.5 6 kW + 200-L-Speichermodul ERPT20X-YM9E 11.569 EUR
Set 13.12 8,5 kW + 200-L-Speichermodul ERPT20X-YM9E 12.937 EUR
Set 13.13 10 kW + 200-L-Speichermodul ERPT20X-YM9E 14.476 EUR
Set 13.14 12 kW + 200-L-Speichermodul ERPT20X-YM9E 15.600 EUR
Set 13.15 8,5 kW + 300-L-Speichermodul ERPT30X-YM9EE 13.262 EUR
Set 13.16 10 kW + 300-L-Speichermodul ERPT30X-YM9EE 14.801 EUR
Set 13.17 12 kW + 300-L-Speichermodul ERPT30X-YM9EE 15.925 EUR

Orientierungswerte (brutto inkl. MwSt.) ohne Installation; aktuelle Händler-UVPs können höher liegen (Set 13.1 z. B. rund 11.000 EUR). Set-Nummern und Ausstattung gemäß Mitsubishi-Set-Systematik. Holen Sie für Ihren Fall stets ein aktuelles Angebot ein.

Faustregel: Das integrierte 200-L-Speichermodul kostet gegenüber dem reinen Hydromodul etwa 2.000–2.500 EUR Aufpreis und spart Ihnen den separaten Warmwasserspeicher. Wer einen vorhandenen oder größeren Speicher nutzen will, fährt mit dem Hydromodul ERPX-YM9E günstiger.

Im Online-Handel werden einzelne Außengeräte (etwa das 9-kW-Modell PUZ-WZ90VAA) teils mit deutlichen Rabatten gegenüber der UVP angeboten. Solche Schnäppchen lohnen sich aber nur, wenn Sie einen Fachbetrieb für Auslegung, Hydraulik und Inbetriebnahme haben — bei der Wärmepumpe entscheidet die Installation über die Effizienz, nicht der reine Gerätepreis.

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Das Inverter-Konzept: Eco, Power und Zubadan im Detail

Mitsubishi staffelt sein Programm nach drei Inverter-Typen. Wer das Prinzip versteht, findet die passende Baureihe fast von selbst.

1. Eco Inverter (SUZ-S(H)WM, R32) — der Neubau-Einstieg

Die Eco-Inverter-Reihe ist die kompakte, günstige Split-Lösung für Niedrigenergiehäuser und Neubauten mit Fußbodenheizung und geringem Wärmebedarf. Nenn-Heizleistungen von 3,0 und 4,0 kW (Modelle SUZ-SWM30/40/60/80, 3–8 kW), Einsatzbereich bis -25 °C, bis 55 °C Vorlauf bei -10 °C. Die SHWM-Varianten sind reversibel, können also auch kühlen.

Ein Komplettset mit 4 kW (Außengerät SUZ-SWM40VA, Hydromodul ERSD-YM9E und WiFi-Adapter, Set 9.11/9.22) ist im Online-Handel je nach Händler ab grob 6.000 EUR inkl. MwSt. zu bekommen. Wichtiger Nachteil für die Förderung: R32 bedeutet kein Effizienzbonus.

2. Power Inverter R32 (PUZ-WM) — der gedämmte Bestand

Die Monoblock-Reihe PUZ-WM mit R32 zielt auf Neubau und gut gedämmte Bestandsbauten mit großen Heizflächen. Konstruiert bis -25 °C, maximaler Vorlauf 65 °C bei -3 °C bzw. 55 °C bei -10 °C. Dies ist die Reihe, deren Vorgänger PUZ-WM85YAA von der Stiftung Warentest 2023 getestet wurde (mehr dazu weiter unten). Technisch solide, aber wegen R32 ebenfalls ohne Effizienzbonus — und damit 2026 für die meisten Sanierungen die schwächere Wahl gegenüber der R290-Schwester.

3. Power Inverter R290 (PUZ-WZ) — der Modernisierungs-Star

Die bereits ausführlich behandelte PUZ-WZ ist das modernste Glied der Familie: Propan-Kältemittel, 75 °C Vorlauf bis -15 °C, 65 °C bis -25 °C, Trinkwarmwasser bis 70 °C, Leistungsgrößen 5/6/8,5/10/12 kW, serienmäßig reversibel. Sie ist die einzige Ecodan-Baureihe mit 5 % Effizienzbonus und deshalb für Sanierungen im Altbau in normalen klimatischen Lagen die naheliegendste Empfehlung.

4. Zubadan Inverter (Split, R32) — der Kälte-Spezialist

Die patentierte Zubadan-Technologie ist Mitsubishis Antwort auf extreme Kälte. Herkömmliche Luft/Wasser-Wärmepumpen verlieren bei sinkender Außentemperatur Leistung, weil die Kältemittel-Dichte sinkt. Zubadan nutzt eine Dampf- bzw. Flash-Injection im Scrollverdichter, um den Kältemittel-Massenstrom und die Verdichterdrehzahl konstant zu halten. Das Ergebnis laut Hersteller: 100 % Heizleistung bis -15 °C und Betrieb bis -30 °C (Split-Variante).

Die Split-Zubadan-Reihe (R32) erreicht bis zu 70 °C Vorlauf bei -7 °C, Leistungsgrößen 6/8/10/12/14 kW. Ihr großer Praxisvorteil neben der Tieftemperatur-Leistung: Leitungslängen bis 50 m sind möglich, was sie für schwierige Grundrisse und weit entfernte Aufstellorte interessant macht. Der Haken: R32 bedeutet keinen Effizienzbonus, und die Split-Bauweise erfordert einen F-Gas-zertifizierten Installateur.

Für sehr große oder gewerbliche Objekte gibt es außerdem die PUHZ-SHW230YKA2 mit 23 kW (Zubadan, R410A, modulierend, Vorlauf bis 60 °C) sowie die GEODAN-Sole/Wasser-Reihe für Erdwärme. Beide sind für das klassische Einfamilienhaus aber Sonderfälle und stehen hier nicht im Fokus.

Zubadan im Detail: Warum die Abtauung seltener stört

Ein konkreter Komfortvorteil der Zubadan-Technik betrifft die Abtauung. Weil die höhere Verdampfertemperatur den Wärmeübergang verbessert, taut ein Zubadan-Gerät laut Herstellerdarstellung seltener und kürzer ab als ein Standardgerät — der Heizbetrieb wird seltener unterbrochen, der Komfort bleibt stabiler. Die R290-PUZ-WZ ist zwar kein Zubadan, schafft aber durch ihre Konstruktion mit unter 1 kg Propan ebenfalls hohe Leistung bei zweistelligen Minusgraden und sogar die höhere Vorlauftemperatur von 75 °C. Für die meisten deutschen Standorte reicht die PUZ-WZ damit völlig aus; Zubadan-Split spielt seine Stärken erst in dauerhaft sehr kalten Regionen aus.

Hydromodul und Speicher: Die Innengeräte-Optionen

Für die PUZ-WZ R290 gibt es drei Innengeräte-Varianten, die Sie passend zu Platzangebot und Warmwasserbedarf wählen:

Innengerät Speicher Maße (B × T × H) Gewicht Aufstellung
Hydromodul ERPX-YM9E kein (für externen WW-Speicher) 530 × 360 × 800 mm 33 kg wandhängend
Speichermodul ERPT20X-YM9E 200 L Edelstahl integriert 595 × 680 × 1.600 mm 90 kg bodenstehend
Speichermodul ERPT30X-YM9EE 300 L Edelstahl integriert 595 × 680 × 2.050 mm 106 kg bodenstehend (ab 8,5 kW)

Alle Innengeräte verfügen über einen E-Heizstab mit 3/6/9 kW als Notreserve und Spitzenlastabdeckung. Die maximale Trinkwarmwassertemperatur beträgt 70 °C, ein Plattenwärmetauscher sorgt für schnelle Warmwasserübertragung. Weil alle PUZ-WZ-Modelle reversibel sind, ist der Kühlbetrieb serienmäßig enthalten — ein Pluspunkt für künftig heißere Sommer.

Schallpegel: Niedrige Datenblattwerte, gemischtes Testbild

Die Lautstärke entscheidet besonders in dicht bebauten Wohngebieten über die Genehmigungsfähigkeit der Aufstellung. Mitsubishi gibt für die R290-Reihe niedrige Datenblattwerte an: 42 dB(A) Schalldruck (1 m) bei den 5- und 6-kW-Geräten, 47 dB(A) bei 8,5–12 kW. Möglich machen das ein schalltechnisch entkoppelter Kompressor und ein großer, drehzahloptimierter Ventilator.

Modell Schalldruck (1 m) Schallleistung (EN 12102)
PUZ-WZ50/60VAA (5/6 kW) 42 dB(A) 54 dB(A)
PUZ-WZ85/100/120 (8,5–12 kW) 47 dB(A) 56 dB(A)

Laut Fachportalen gelten Mitsubishi-Geräte oft als leise — das ist allerdings eine Fachportal- bzw. Herstellereinschätzung, kein unabhängiger Labortest. Wichtig zur Einordnung: Im Stiftung-Warentest-Feld 2025 erhielt das Mitsubishi-Set bei der gemessenen Geräuschentwicklung die schwächste Bewertung des Testfelds — die niedrigen Datenblattwerte spiegeln sich also nicht zwangsläufig 1:1 im genormten Test wider. Ein weiterer Hinweis zum Vergleichen: Mitsubishi misst den Schalldruck bei 1 m Freifeld, während etwa der Bosch-Referenzwert von 28,5 dB(A) im Nachtmodus auf 3 m bezogen ist. Solche Zahlen lassen sich nicht direkt gegenüberstellen — achten Sie bei jedem Datenblatt auf Messdistanz und Betriebsmodus. Was bei der Aufstellung gegenüber Nachbarn rechtlich gilt, lesen Sie im Ratgeber Wärmepumpe: Lärm und Schallschutz zum Nachbarn.

Stiftung Warentest: Auch die aktuelle R290 nur „Befriedigend (2,8)"

Hier ist Ehrlichkeit wichtiger als Marketing — und sie fällt zuungunsten von Mitsubishi aus. Im jüngsten Test der Stiftung Warentest (Heft 10/2025) wurde erstmals ein aktuelles R290-Modell geprüft: das Wärmepumpen-Set 13.10 mit dem Außengerät PUZ-WZ100YAA (10 kW, R290). Es erhielt nur die Note „Befriedigend (2,8)" und landete auf dem letzten Platz (5 von 5) getesteten Geräten. Bemängelt wurden laut Testberichten vor allem die schwächste Effizienz im Testfeld, ein bei Kälte häufig anspringender Elektroheizstab (was die Energiebilanz verschlechtert) und dass das Gerät die für Heizkörper nötige Vorlauftemperatur nicht durchgängig erreichte. Als Pluspunkte wurden der niedrige Anschaffungspreis und das kompakte, leichte Außengerät genannt.

Schon die ältere R32-Generation hatte schwach abgeschnitten: Im Test 10/2023 erhielt das Modell PUZ-WM85YAA (8,5 kW, R32) ebenfalls nur „Befriedigend (2,9)" und Platz 6 von 6, kritisiert wegen des höchsten Stromverbrauchs im Testfeld (rund 6.500 kWh/Jahr im Test) und des Kältemittels R32.

Diese Punkte muss man klar einordnen:

  1. Die Ergebnisse sind real und werden von mehreren Quellen konsistent berichtet — ich rede sie nicht schön. Der Wechsel auf R290 hat die Note nur marginal verbessert (von 2,9 auf 2,8); die Effizienz blieb der Schwachpunkt.
  2. Das Testurteil betrifft das 10-kW-Set unter den genormten Testbedingungen. In gut gedämmten Gebäuden mit niedriger Vorlauftemperatur (Fußbodenheizung) fällt der Effizienznachteil geringer aus als im Test mit hohem Heizkörper-Vorlauf — eine pauschale Übertragung auf jedes Gebäude ist also nicht zulässig.
  3. Im Wettbewerbsvergleich war 2025 die Viessmann Vitocal 250-A Gesamttestsieger (Note 2,0), gefolgt von Alpha Innotec und Stiebel Eltron (je 2,2) sowie der Vaillant aroTHERM plus (2,3) — Mitsubishi bildete mit 2,8 das Schlusslicht.

Mein Fazit dazu: Mitsubishi punktet bei der R290-PUZ-WZ mit hoher Vorlauftemperatur, niedrigem Preis und leisem Betrieb — bei der reinen Effizienz liegt die Reihe laut Stiftung Warentest aber hinter den deutschen Premium-Wettbewerbern. Wer maximale Jahresarbeitszahl sucht, sollte das im aktuellen Wärmepumpen-Test gegen die Spitzenmodelle abwägen; wer Wert auf Preis, Schall und Tieftemperatur-Reserve legt, findet bei Mitsubishi dennoch ein stimmiges Paket.

Förderung 2026: Nur R290 bekommt den Effizienzbonus

Die Förderung für Wärmepumpen läuft 2026 über die KfW (Programm 458) für selbstnutzende Eigentümer. Der Antrag muss vor der Auftragsvergabe gestellt werden. Der Mitsubishi-spezifische Kernpunkt: Nur die R290-Modelle (PUZ-WZ-Reihe mit Propan) qualifizieren sich für den 5 % Effizienzbonus für natürliche Kältemittel. Die R32-Modelle (Zubadan-Split, Power Inverter R32, Eco Inverter) erhalten ihn nicht.

Die Förderbausteine im Überblick

Baustein Fördersatz Voraussetzung
Grundförderung 30 % Austausch fossiler Heizung oder Einbau einer Wärmepumpe
Klimageschwindigkeitsbonus +20 % Ersatz einer funktionstüchtigen Öl-, Gas- oder Kohleheizung
Einkommensbonus +30 % Zu versteuerndes Haushaltseinkommen unter 40.000 EUR/Jahr
Effizienzbonus +5 % Natürliches Kältemittel — nur PUZ-WZ (R290)
Maximaler Fördersatz bis 70 % Gedeckelt bei 30.000 EUR förderfähigen Kosten

Rechenbeispiel (Illustration) für eine PUZ-WZ R290: Angenommen, ein 8,5-kW-Set mit Speicher kostet komplett installiert 25.000 EUR. Dann ergeben sich:

  • Grundförderung 30 % = 7.500 EUR
  • Klimageschwindigkeitsbonus 20 % = 5.000 EUR
  • Effizienzbonus R290 5 % = 1.250 EUR
  • Gesamtförderung: 13.750 EUR (55 %) → Eigenanteil 11.250 EUR

Bei niedrigem Haushaltseinkommen (unter 40.000 EUR/Jahr) kommen weitere 30 % hinzu — die Förderung ist dann auf 70 % von maximal 30.000 EUR = 21.000 EUR gedeckelt. Das Beispiel ist eine Illustration mit gerundeten Annahmen; die Sätze können sich ändern, weil der Klimageschwindigkeitsbonus ab 2027 schrittweise sinkt (Details zum sinkenden Bonus). Die vollständigen Antragsregeln finden Sie im Ratgeber KfW 458: Heizungstausch fördern lassen und in der Förderübersicht Heizung 2026.

Der Förder-Unterschied R290 vs. R32 in Euro

Wer sich für ein Zubadan-Split (R32) statt der R290-PUZ-WZ entscheidet, verliert den 5 % Effizienzbonus. Bei 25.000 EUR Gesamtkosten sind das 1.250 EUR weniger Förderung. Hinzu kommt das langfristige Risiko: R32 (GWP 675) könnte durch die EU-F-Gas-Verordnung mittelfristig an Förderfähigkeit und Servicefreundlichkeit verlieren, während R290 (GWP 3) zukunftssicher ist. Ehrliche Abwägung: Zubadan punktet bei extremer Kälte und ist bewährt — aber rein förder- und zukunftsseitig ist die R290 die sicherere Wahl. Außerdem gelten ab 2026 verschärfte Schallanforderungen in der Förderung; die leisen R290-Modelle (42–47 dB(A)) erfüllen diese problemlos.

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Reale Erfahrungen und typische Probleme

Vertrauen entsteht durch Offenheit, deshalb hier die ungeschönte Praxis aus Foren und Fachportalen — getrennt nach Stärken und Schwächen.

Was Nutzer loben:

  • Sehr zuverlässiger Betrieb mit niedriger Ausfallrate.
  • Gute Leistung bei milden Temperaturen, bewährte Zubadan-Performance bei strenger Kälte.
  • Leiser Betrieb bei sauberer Positionierung des Außengeräts.
  • Praktisches Monitoring über die MELCloud-App.

Wo es in der Praxis hakt — meist installationsbedingt:

  • Zu häufige Abtauzyklen bei älteren Split-Modellen (Beispiel PUHZ-SW75YAA, Baujahr 2019: Abtauung teils alle 30–40 Minuten). Ursachen waren meist eine suboptimale Hydraulik (Pufferspeicher mit Umschaltventilen statt Direktanbindung) und/oder fehlendes Nachfüllen von Kältemittel bei langen Leitungen (Leitungen über 14–15 m brauchen rund 0,6 kg Nachfüllung).
  • Niedrige Jahresarbeitszahl (JAZ unter 3) bei Fehlinstallation. Real liegt die JAZ typischerweise bei 3,3–4,5, je nach Gebäude und Vorlauftemperatur.
  • Taktbetrieb bei zu kleinem oder fehlendem Pufferspeicher.
  • E-Heizstab läuft zu oft, wenn der hydraulische Abgleich fehlt.
  • Höhere Lautstärke als erwartet, wenn Vibrations- bzw. Schwingungsdämpfer fehlen.

Die entscheidende Einordnung: Die meisten dieser Probleme sind Installations- und Planungsfehler, keine Gerätedefekte. Das unterstreicht, wie wichtig eine saubere Heizlastberechnung, die richtige Dimensionierung in kW und ein qualifizierter Fachbetrieb sind. Eine gut geplante Ecodan läuft zuverlässig und leise — eine schlecht geplante taktet, ist laut und teuer im Betrieb. Wer typische Stolpersteine vorab kennen will, findet sie im Ratgeber Wärmepumpe: Nachteile und Probleme.

Steuerung: MELCloud, SG-Ready und App-Erfahrungen

Die Steuerung erfolgt über die MELCloud bzw. die neuere MELCloud Home App — wahlweise per LAN, WiFi oder 4G-Funknetz. Der WiFi-Adapter MAC-587IF-E ist in den Sets serienmäßig enthalten. Am Gerät sitzt ein farbiges Touch-Display, zwei gemischte Heizkreise lassen sich ansteuern, ein Menü-Assistent führt durch die Inbetriebnahme, und optional gibt es eine Funkfernbedienung mit Raumfühler (Reichweite bis 30 m). Alle Modelle sind SG-Ready und damit für Photovoltaik und Smart-Grid-Tarife vorbereitet.

Die App-Erfahrungen sind gemischt: Die ältere MELCloud-App wird für ihre einfache Bedienung und die übersichtliche Statistik gelobt, während die neue MELCloud Home App teils für eine umständliche Einrichtung und gelegentliche Abstürze kritisiert wird. Wer die Wärmepumpe an einen dynamischen Stromtarif koppeln will, sollte die SG-Ready-Funktionalität vorab mit dem Installateur durchsprechen.

Garantie: 5 Jahre als kostenpflichtige Option

Bei der Garantie unterscheidet sich Mitsubishi von einigen Wettbewerbern, und das sollte man korrekt darstellen. Es gibt:

Leistung Dauer Bedingung
Gesetzliche Gewährleistung 2 Jahre gesetzlicher Standard
Ecodan-Systemgarantie (Option) 5 Jahre ab Inbetriebnahme kostenpflichtig, Abschluss durch Fachpartner, Wartungsintervalle einhalten

Die 5-Jahres-Ecodan-Systemgarantie deckt alle Reparaturen, Ersatzteile und die Arbeitsleistung des Fachpartners ab. Sie wird vom Fachpartner bei der Inbetriebnahme bei Mitsubishi abgeschlossen und setzt die Einhaltung der vorgeschriebenen Wartungsintervalle voraus. Sie ist allerdings eine kostenpflichtige Zusatzoption — laut Fachhandel rund 495 EUR zzgl. MwSt. (also unter 100 EUR pro Jahr).

Einordnung gegenüber dem Wettbewerb: Das ist ein realer Unterschied. Bosch und Buderus bieten über HomeCom Pro eine kostenlose Verlängerung auf 5+2 = 7 Jahre, Vaillant und Viessmann 5 Jahre. Mitsubishis 5 Jahre sind solide, aber die Systemgarantie ist anders als bei Bosch keine kostenlose Standardgarantie, sondern eine bezahlte Option. Das sollte man bei der Gesamtkostenrechnung mitdenken. Mehr zu Wartung und Lebensdauer im Ratgeber Wärmepumpe: Wartung, Kosten und Anleitung.

Komplettpreise: Was kostet die Mitsubishi installiert?

Während die Listenpreise oben hart belegt sind, sind die Komplettpreise inklusive Installation Orientierungsspannen aus Fachportalen — sie variieren je nach Modell, Region und baulichem Aufwand teils erheblich und sind nicht herstellerseitig garantiert. So ordne ich sie ein:

Lösung Gesamtkosten (Gerät + Installation, vor Förderung)
Eco / Power Inverter (Neubau, gedämmt) ca. 12.000–18.000 EUR
PUZ-WZ R290 Monoblock (Sanierung / Altbau) ca. 13.000–22.000 EUR
Zubadan-Split R32 (Altbau, Tieftemperatur) ca. 14.000–22.000 EUR
GEODAN Sole/Wasser (mit Erdsonde) deutlich höher (Bohrung + 10.000–15.000 EUR)

Der Installationsanteil liegt typischerweise bei 6.500–8.000 EUR für die Hydraulik, hinzu kommen Demontage der Altheizung, Elektroarbeiten und Fundament. Beim reinen Gerätepreis ist Mitsubishi durchaus konkurrenzfähig — im Stiftung-Warentest-Feld 2025 war das Mitsubishi-Set sogar das günstigste Modell. Stärken sind der leise Betrieb, die hohe Vorlauftemperatur und die Tieftemperatur-Reserve (Zubadan); die Schwäche ist die Effizienz, die im Test hinter den deutschen Premium-Herstellern lag. Wer maximale Jahresarbeitszahl will, zahlt bei Viessmann oder Vaillant mehr, bekommt dafür aber bessere Effizienzwerte. Eine modellübergreifende Einordnung der Gesamtkosten liefert der Ratgeber Wärmepumpe: Kosten für ein Einfamilienhaus 2026, speziell für ältere Gebäude der Ratgeber Wärmepumpe: Kosten im Altbau 1960–1980.

Welche Mitsubishi für welches Gebäude? Meine Empfehlungslogik

Aus all dem ergibt sich eine recht klare Zuordnung — und eine ehrliche Warnung:

Gebäude / Situation Empfehlung
Neubau, gut gedämmt, Fußbodenheizung, kleiner Bedarf Eco Inverter (SUZ-SWM) oder kleine PUZ-WZ R290 (5/6 kW)
Sanierung/Altbau, Heizkörper, hoher Vorlauf, normale Region PUZ-WZ R290 (bis 75 °C, +5 % Förderung) — die naheliegendste Wahl 2026
Altbau in sehr kalter Region oder lange Leitungswege / schwierige Aufstellung Zubadan-Split (R32, bis -30 °C, 50 m Leitung) — aber ohne Effizienzbonus
Sehr große Objekte / Mehrfamilienhaus 23-kW-PUHZ oder Kaskade

Wovon ich abrate: Ein R32-Gerät zu kaufen, nur weil es etwas günstiger ist, obwohl ein R290-Modell technisch passt — Sie verlieren den 5 %-Bonus und ein Stück Zukunftssicherheit. Und: Mitsubishi ist kein Schnäppchen-Hersteller. Wer ausschließlich auf den niedrigsten Anschaffungspreis optimiert, ist bei anderen Marken besser aufgehoben; den Aufpreis rechtfertigen Schall, Tieftemperatur-Leistung und Zuverlässigkeit. Welche Marke insgesamt zu welchem Profil passt, vergleiche ich im Wärmepumpen-Hersteller-Vergleich 2026; ob Monoblock oder Split für Sie sinnvoller ist, klärt der Ratgeber Wärmepumpe: Splitgerät oder Monoblock.

Häufige Fragen (FAQ)

Welche Mitsubishi Wärmepumpe ist die beste für den Altbau?

Für die meisten Altbauten ist die PUZ-WZ R290 die beste Wahl: Sie erreicht bis zu 75 °C Vorlauf (bei -15 °C noch ohne Heizstab) und bedient damit bestehende Heizkörper, dazu sichert sie als R290-Gerät den 5 % Effizienzbonus. Nur in dauerhaft sehr kalten Regionen oder bei langen Leitungswegen ist die Zubadan-Split (volle Leistung bis -15 °C, Betrieb bis -30 °C, bis 50 m Leitung) die bessere Option — allerdings ohne Effizienzbonus. Entscheidend ist in beiden Fällen eine professionelle Heizlastberechnung. Mehr im Ratgeber Wärmepumpe im Altbau.

Was kostet eine Mitsubishi Ecodan Wärmepumpe komplett installiert?

Die reinen Set-Preise der PUZ-WZ R290 (Gerät ohne Installation) starten bei rund 9.000 EUR (5 kW mit Hydromodul) und reichen bis etwa 16.000 EUR (12 kW mit 300-L-Speicher); im Fachhandel liegt das kleinste Set aktuell eher bei 10.500–11.000 EUR. Komplett installiert müssen Sie je nach Modell und Aufwand mit grob 13.000–22.000 EUR rechnen (R290-Monoblock), Zubadan-Split eher 14.000–22.000 EUR. Diese Komplettspannen stammen aus Fachportalen und variieren stark. Abzüglich Förderung von 30–70 % sinkt der Eigenanteil deutlich.

Was bedeutet Zubadan bei Mitsubishi und wann lohnt sie sich?

Zubadan ist Mitsubishis patentierte Inverter-Technologie für extreme Kälte. Über eine Dampfeinspritzung im Verdichter bleibt der Kältemittel-Massenstrom konstant, sodass die Wärmepumpe 100 % Heizleistung bis -15 °C liefert und bis -30 °C arbeitet (Split-Variante). Sie lohnt sich vor allem in dauerhaft sehr kalten Regionen (z. B. alpennah) oder bei schwierigen Aufstellsituationen mit langen Leitungswegen bis 50 m. In normalen klimatischen Lagen reicht die R290-PUZ-WZ — die zudem den Effizienzbonus mitnimmt.

Welches Kältemittel nutzt die Mitsubishi Ecodan — R290 oder R32?

Das hängt von der Baureihe ab. Die Power-Inverter-Monoblock-Reihe PUZ-WZ nutzt das natürliche Kältemittel R290 (Propan, GWP 3) mit unter 1 kg Füllmenge. Die Eco-Inverter-, Power-Inverter-R32- und Zubadan-Split-Reihen nutzen dagegen R32 (GWP 675). Für Förderung und Zukunftssicherheit ist R290 klar im Vorteil: Nur diese Geräte erhalten den 5 % Effizienzbonus, und R290 ist von der EU-F-Gas-Verordnung praktisch nicht betroffen.

Wie hat die Mitsubishi Wärmepumpe bei Stiftung Warentest abgeschnitten?

Im jüngsten Test der Stiftung Warentest (Heft 10/2025) erhielt das aktuelle R290-Set 13.10 mit PUZ-WZ100YAA (10 kW) nur die Note „Befriedigend (2,8)" und damit den letzten Platz (5 von 5). Bemängelt wurden die schwächste Effizienz im Testfeld, ein bei Kälte häufig anspringender Heizstab und eine nicht durchgängig erreichte Vorlauftemperatur; gelobt wurden der niedrige Preis und das kompakte Außengerät. Schon das ältere R32-Modell PUZ-WM85YAA kam 2023 nur auf „Befriedigend (2,9)". Gesamttestsieger 2025 war die Viessmann Vitocal 250-A mit Note 2,0.

Wie laut ist eine Mitsubishi Ecodan Wärmepumpe?

Die R290-Reihe PUZ-WZ erreicht laut Datenblatt einen Schalldruck von 42 dB(A) (bei 5/6 kW) bzw. 47 dB(A) (bei 8,5–12 kW), jeweils gemessen in 1 m Freifeld. Der Schallleistungspegel nach EN 12102 liegt bei 54–56 dB(A). Diese Datenblattwerte sind niedrig; im Stiftung-Warentest 2025 wurde die gemessene Geräuschentwicklung des Mitsubishi-Sets allerdings als schwächste im Testfeld bewertet. Achten Sie beim Vergleich mit anderen Marken zudem immer auf die Messdistanz — viele Hersteller geben Werte bei 3 m oder im Nachtmodus an, die nicht direkt vergleichbar sind.

Welche Förderung gibt es 2026 für eine Mitsubishi Wärmepumpe?

Über die KfW (Programm 458) sind 2026 zwischen 30 % und 70 % Zuschuss möglich. Nur die R290-Modelle (PUZ-WZ) qualifizieren sich zusätzlich für den 5 % Effizienzbonus für natürliche Kältemittel — die R32-Modelle nicht. Die förderfähigen Kosten sind bei Einfamilienhäusern auf 30.000 EUR gedeckelt, die maximale Fördersumme beträgt damit 21.000 EUR. Der Antrag muss vor Auftragsvergabe gestellt werden. Beachten Sie, dass der Klimageschwindigkeitsbonus ab 2027 schrittweise sinkt.

Wie viel Garantie gibt Mitsubishi auf die Ecodan Wärmepumpe?

Standardmäßig gilt die gesetzliche Gewährleistung von 2 Jahren. Zusätzlich bietet Mitsubishi eine optionale 5-Jahres-Ecodan-Systemgarantie, die alle Reparaturen, Ersatzteile und die Arbeitsleistung des Fachpartners abdeckt. Diese ist allerdings kostenpflichtig (laut Fachhandel ca. 495 EUR zzgl. MwSt.) und setzt die Einhaltung der Wartungsintervalle voraus. Im Vergleich: Bosch/Buderus bieten über HomeCom Pro eine kostenlose Verlängerung auf bis zu 7 Jahre.

Was ist der Unterschied zwischen Mitsubishi Electric und Mitsubishi Heavy Industries?

Es sind zwei rechtlich getrennte Unternehmen innerhalb der weiteren Mitsubishi-Gruppe. Mitsubishi Electric baut die Ecodan-Luft/Wasser-Wärmepumpen für Heizung und Warmwasser — das ist der für Einfamilienhäuser relevante Hersteller. Mitsubishi Heavy Industries (MHI) macht vor allem Klimaanlagen, VRF-Systeme und die Q-ton-CO₂-Warmwasser-Wärmepumpe fürs Gewerbe, aber keine klassischen Heizungswärmepumpen fürs Eigenheim. Wenn Sie eine „Mitsubishi Wärmepumpe" fürs Haus suchen, meinen Sie die Ecodan von Mitsubishi Electric.

Welche Vorlauftemperatur erreicht die Mitsubishi Ecodan R290?

Die PUZ-WZ R290 erreicht eine maximale Vorlauftemperatur von 75 °C bei Außentemperaturen bis -15 °C. Selbst an der unteren Einsatzgrenze von -25 °C liefert sie noch 65 °C Vorlauf. Damit gehört sie zu den hochtemperaturfähigsten Luft/Wasser-Wärmepumpen am Markt und kann bestehende Heizkörper im Altbau in vielen Fällen ohne Austausch der Heizflächen bedienen. Die Trinkwarmwassertemperatur liegt bei bis zu 70 °C.

Kann eine Mitsubishi Ecodan auch im Sommer kühlen?

Ja. Alle Modelle der PUZ-WZ R290-Reihe sind serienmäßig reversibel und können im Sommer aktiv kühlen — ein zunehmend wichtiges Argument bei heißeren Sommern. Auch die reversiblen Eco-Inverter-Varianten (SUZ-SHWM) und die Zubadan-Split-Reihe beherrschen den Kühlbetrieb. Voraussetzung für angenehme Kühlung sind geeignete Flächenheizsysteme (Fußboden- oder Wandheizung) sowie Taupunktüberwachung. Mehr dazu im Ratgeber Wärmepumpe zur Kühlung im Sommer.

Nächster Schritt: Passt eine Mitsubishi Ecodan zu Ihrem Gebäude?

Ob die PUZ-WZ R290, eine Zubadan-Split oder am Ende ein ganz anderer Hersteller die wirtschaftlichste Lösung ist, hängt von Gebäudetyp, Dämmzustand, vorhandenen Heizflächen, regionalem Klima und Ihren individuellen Fördermöglichkeiten ab. Gerade bei Mitsubishi gilt: Die meisten Praxisprobleme entstehen nicht durch das Gerät, sondern durch falsche Auslegung — eine pauschale Modellempfehlung ersetzt deshalb keine gebäudespezifische Analyse. Mit reduco analysieren Sie Ihr Gebäude in wenigen Minuten und erhalten eine datenbasierte Empfehlung, welche Wärmepumpe technisch und wirtschaftlich zu Ihrem Haus passt — inklusive Heizlast-Orientierung, Fördermittelberechnung und konkreter Kosten-Nutzen-Analyse.

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