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Photovoltaik · Baden-Württemberg · Landkreis

Photovoltaik Rems-Murr-Kreis: Pflicht, die sich lohnt

Im Rems-Murr-Kreis löst schon die Dachsanierung die PV-Pflicht aus – und mit 980 kWh/kWp lohnt sich die Anlage hier besonders. Prüfen Sie jetzt Ihr Dach.

Aggregierte Gebäudedaten für Rems-Murr-Kreis31 Gemeinden, rund 96.035 Wohngebäude.

980

kWh/kWp Ø-Ertrag

je installiertem Kilowatt-Peak

99 %

Dächer gut geeignet

sehr gut oder gut

1.805 MWp

Dach-PV-Potenzial

≈ 1.763 GWh/Jahr

16,2 kWp

Typisches EFH-Dach

≈ 15.710 kWh/Jahr

Solarertrag über das Jahr in Rems-Murr-Kreis

Bei einer mittleren Globalstrahlung von 1.175 kWh/m² erreicht eine Anlage auf einem Wohngebäude in Rems-Murr-Kreis im Median rund 980 kWh je installiertem Kilowatt-Peak pro Jahr. Die Erträge verteilen sich stark auf das Sommerhalbjahr:

JanFebMärAprMaiJunJul137AugSepOktNovDez
Mittlerer Solarertrag je kWp und Monat in Rems-Murr-Kreis (kWh/kWp) · Basis: Dachausrichtung & -neigung aus 3D-Gebäudedaten, PVGIS-Methodik.

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Typische PV-Anlage auf einem Einfamilienhaus in Rems-Murr-Kreis

Nutzbare Dachfläche (Median)81 m²
Passende Anlagengröße16,2 kWp
Erwarteter Jahresertrag15.710 kWh
Dächer mit ≥ 10 kWp Potenzial83 %

Wie viel davon sich für Ihr konkretes Dach lohnt – inklusive Eigenverbrauch, Speicher, Amortisation und Einspeisevergütung – berechnet der kostenlose PV-Rechner weiter unten für Ihre Adresse.

Dachlandschaft in Rems-Murr-Kreis

Die Dachformen bestimmen, wie einfach sich Module montieren lassen und welche Ausrichtung möglich ist. In Rems-Murr-Kreis verteilen sich die Wohngebäude wie folgt (mittlere Dachneigung geneigter Dächer: 34°):

Satteldach75%
Flachdach5%
Walmdach2%
Pultdach4%

Wer im Rems-Murr-Kreis über eine neue Dacheindeckung nachdenkt, sollte Photovoltaik nicht als spätere Option behandeln, sondern gleich mitplanen. Der Grund ist eine Besonderheit des baden-württembergischen Rechts: Hier löst nicht nur der Neubau die Solarpflicht aus, sondern seit dem 01.01.2023 auch die grundlegende Dachsanierung im Bestand. Wenn also ohnehin das Gerüst steht und das Dach geöffnet wird, kommt die PV-Anlage in aller Regel ohnehin – und ausgerechnet in diesem Kreis ist das kein lästiges Muss, sondern ein Gewinn. Denn die Dächer hier liefern überdurchschnittlich viel Strom.

Warum die Pflichtanlage hier fast immer ein Gewinn ist

Der spezifische Ertrag im Kreis liegt bei rund 980 kWh je kWp installierter Leistung – deutlich über dem bundesweiten Mittel von etwa 900 kWh/kWp. Jede Kilowattstunde Modulleistung bringt hier also spürbar mehr in den Zähler als im Durchschnitt. Dazu kommt eine ungewöhnlich gute Dachqualität: 99 % der Dächer im Rems-Murr-Kreis gelten als gut oder sehr gut für Photovoltaik geeignet. Das ist eine verlässliche Kalkulationsbasis, wie sie kaum eine Region in Deutschland bietet.

Konkret heißt das für ein typisches Einfamilienhaus im Kreis: rechnerisch rund eine 16,2-kWp-Anlage mit etwa 15.710 kWh Jahresertrag (modelliert für ein durchschnittliches Dach). Das ist ein Vielfaches dessen, was ein normaler Haushalt mit grob 4.000–4.500 kWh (allgemeiner Richtwert) direkt verbraucht. Genau dieser Überschuss entscheidet über die Rendite: Selbst genutzter Strom ersetzt Netzbezug von rund 35 ct/kWh, während die Einspeisung nur noch etwa 7–8 ct/kWh bringt (allgemeine Marktwerte 2026). Jede eigenverbrauchte Kilowattstunde ist damit rund fünfmal so wertvoll wie eine eingespeiste. Bei einem Medianeinkommen von etwa 3.709 € im Monat im Kreis trägt sich eine korrekt ausgelegte Anlage über diesen Eigenverbrauch – ganz ohne kommunalen Scheck.

Große Dächer: Speicher und Wallbox mitdenken

Der Rems-Murr-Kreis ist baulich wie geschaffen für große Anlagen. 83 % der Dächer haben ein Potenzial von 10 kWp oder mehr, auf einem typischen Einfamilienhaus sind rund 81 m² Dachfläche nutzbar (modelliert), 75 % der Dächer sind klassische Satteldächer und die mittlere Dachneigung liegt bei 34° – nahezu optimal ausgerichtet für den Ertrag. 57 % der Wohngebäude (nach Anzahl) sind Einfamilienhäuser, also der Gebäudetyp mit dem meisten Platz auf dem Dach.

Wer bei der Dachsanierung nur die gesetzliche Mindestquote belegt, verschenkt deshalb die eigentliche Chance. Ein 16-kWp-Dach produziert mittags weit mehr, als das Haus in dem Moment verbraucht. Ein Batteriespeicher hebt diesen Sommer- und Mittagsüberschuss in die Abendstunden, eine Wallbox lädt das E-Auto mit Sonnenstrom statt mit 35-ct-Netzstrom. Auf den großen Rems-Murr-Satteldächern lohnt fast immer die Maximalauslegung – Volldach plus Speicher plus, wo möglich, Wallbox. Der hohe Ertrag verkürzt die Amortisation zusätzlich.

Solarpflicht bei Dachsanierung – die Details

Die Photovoltaik-Pflicht in Baden-Württemberg gilt kreisweit. Sie greift für Neubau-Nichtwohngebäude und offene Parkplätze mit mehr als 35 Stellplätzen seit 01.01.2022, für Neubau-Wohngebäude seit 01.05.2022 und – für den älteren Bestand besonders relevant – bei einer grundlegenden Dachsanierung seit 01.01.2023. Verlangt wird die Belegung von mindestens 60 % der solargeeigneten Dachfläche im Basisverfahren, im erweiterten Verfahren 75 %. Diese Auslegung beeinflusst die Anlagengröße und damit die Wirtschaftlichkeit spürbar.

Wichtig ist die Abgrenzung: Eine echte grundlegende Dachsanierung löst die Pflicht aus, eine reine Schadensbeseitigung nach Sturm dagegen nicht. Ausnahmen bestehen bei wirtschaftlicher Unverhältnismäßigkeit (Kostenschwelle 10 % der Baukosten bei Wohngebäuden, 20 % bei Nichtwohngebäuden, 30 % bei Parkplätzen), und ein Gründach halbiert die Pflichtfläche. Für Sie ist die Pflicht kein Nachteil, sondern ein Timing-Argument: Wenn Dachdecker und Gerüst ohnehin da sind, ist das Volldach fast immer wirtschaftlicher als die Mindestquote.

Netzanschluss: die Verzweigung bei Fellbach beachten

Vor der Inbetriebnahme steht die Anmeldung beim Stromnetzbetreiber – und hier gibt es im Kreis eine Falle. Für den überwiegenden Teil des Rems-Murr-Kreises ist Netze BW, der größte Verteilnetzbetreiber Baden-Württembergs, zuständig; PV-Anlage und Speicher werden über das Kundenportal (meine.netze-bw.de) angemeldet. Fellbach betreibt jedoch über die Stadtwerke Fellbach ein eigenes Stromnetz. Wer dort ein Dach hat, meldet nicht bei Netze BW an, sondern direkt bei den Stadtwerken mit deren eigenen technischen Formularen. Eine Verwechslung verzögert Inbetriebnahme und Vergütung.

Zusätzlich – und unabhängig vom Netzbetreiber – muss jede neue PV-Anlage und jeder Speicher im Marktstammdatenregister der Bundesnetzagentur registriert werden, in der Regel binnen eines Monats. Wird diese Frist versäumt, drohen Sanktionen bzw. das Ausbleiben der Einspeisevergütung.

Welche Förderung im Kreis wirklich existiert

Klartext: Ein eigenes Barzuschussprogramm des Landkreises für private PV oder Batteriespeicher ließ sich nicht belegen. Das Klimaschutz-Portal des Rems-Murr-Kreises ist die zentrale Anlaufstelle für die Förderrecherche, verweist aber im Wesentlichen auf Bundes- und Landesebene. Auch eine aktive BW-Landesförderung für private PV/Speicher ist derzeit nicht belegt. Der relevante finanzielle Hebel bleibt damit bundesweit: die EEG-Einspeisevergütung, der Nullsteuersatz (0 % Umsatzsteuer auf Anlage und Speicher) und die KfW-Finanzierung. Der Nullsteuersatz ist dabei kein Zuschuss, aber ein spürbarer Preisvorteil; reine Aufdach-PV wird über die Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG) dagegen nicht bezuschusst. Einzelne Kommunen fördern gelegentlich Balkonkraftwerke, meist budgetgedeckelt und rotierend; konkrete Beträge sollten Sie vor dem Kauf beim jeweiligen Rathaus verifizieren.

reduco betreibt keinen eigenen Handwerksbetrieb und hat keine Filiale im Rems-Murr-Kreis. Wir liefern die datenbasierte Analyse Ihres konkreten Dachs und vermitteln Sie auf Wunsch an ein Netzwerk geprüfter Fachbetriebe und Energieberater, die den Kreis bedienen und die zuständigen Netzbetreiber kennen.

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Häufige Fragen

Ja. In Baden-Württemberg gilt seit 01.01.2023 bei einer grundlegenden Dachsanierung von Bestandsgebäuden die Solarpflicht. Da 75 % der Dächer im Kreis Satteldächer sind und meist mehr Fläche hergeben als die Mindestquote, lohnt es sich, das ohnehin geöffnete Dach gleich voll zu belegen statt nur die Pflichtquote zu erfüllen.

Nein. Eine kurzfristige Schadensbeseitigung, etwa nach einem Sturm, gilt nicht als grundlegende Dachsanierung und löst die PV-Pflicht nicht aus. Erst wenn das Dach im Rahmen einer echten grundlegenden Sanierung neu aufgebaut wird, greift die Solarpflicht.

Im Basisverfahren mindestens 60 % der solargeeigneten Dachfläche, im erweiterten Verfahren 75 %. Ein Gründach halbiert die Pflichtfläche. Bei rund 81 m² nutzbarer Dachfläche (modelliert) und einem Ertrag von 980 kWh/kWp lohnt es sich im Rems-Murr-Kreis meist, deutlich über die Mindestquote hinauszugehen.

Das hängt vom Standort ab. Für den Großteil des Kreises ist Netze BW zuständig, mit Anmeldung über meine.netze-bw.de. In Fellbach läuft die Anmeldung über das eigene Netz der Stadtwerke Fellbach mit deren Formularen. Zusätzlich ist in beiden Fällen die Registrierung im Marktstammdatenregister der Bundesnetzagentur nötig, in der Regel binnen eines Monats.

Ein eigenständiger Kreis-Zuschuss für private PV oder Speicher ist nicht belegt. Das Klimaschutz-Portal des Kreises verweist vor allem auf Bundes- und Landesförderung. Ihr finanzieller Vorteil kommt aus dem hohen Ertrag, dem Eigenverbrauch und dem Nullsteuersatz – nicht aus einem lokalen Fördertopf. Vor der Werbung mit konkreten Kreis-Zuschüssen sollten Sie die aktuelle Lage prüfen.

Oft ja. 83 % der Dächer im Kreis tragen 10 kWp oder mehr, und ein solches Dach erzeugt tagsüber deutlich mehr, als Sie direkt verbrauchen. Ein Speicher hebt diesen Überschuss in die Abendstunden und ersetzt Netzstrom zu rund 35 ct/kWh. Ob sich das für Ihr Haus rechnet, hängt von Verbrauch und Dachgröße ab – genau das zeigt die individuelle Berechnung. Wie viel Ihr konkretes Dach im Rems-Murr-Kreis erzeugt und wann sich Anlage plus Speicher amortisieren, ermittelt der kostenlose PV-Rechner für Ihre exakte Adresse.

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