Energieberatung Landkreis Passau: der kostenlose Gutschein
72 % der Wohngebäude im Landkreis Passau heizen mit Öl, 59 % liegen in Klasse F–H. Der Landkreis schenkt Ihnen die Erstberatung – Sanierungs-Check starten.
Aggregierte Gebäudedaten für Landkreis Passau – 38 Gemeinden, rund 63.021 Wohngebäude.
59 %
Klasse F–H
hoher Sanierungsbedarf, geschätzt
45 %
Gebäude vor 1979
unsaniert oft Klasse E–H
180
kWh/m²·a Endenergie
Median, unsaniert
254 m²
Ø Wohnfläche EFH
Bezug für Kostenschätzung
Geschätzte Energieeffizienzklassen in Landkreis Passau
Im unsanierten Modellzustand liegen rund 59 % der Wohngebäude in Landkreis Passau in einer der schlechten Effizienzklassen F, G oder H – dort ist der Sanierungshebel am größten:
Effizienzklassen unsaniert modelliert (GEG-Bänder); real sanierte Gebäude liegen besser.
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Wo eine Sanierung in Landkreis Passau ansetzt
| Ø Wand-U-Wert (unsaniert) | 0,62 W/m²·K |
| Zielwert nach Sanierung | ≈ 0,20 W/m²·K |
| Heizwärmebedarf (Median) | 129 kWh/m²·a |
| Typische Wohnfläche EFH | 254 m² |
Ein hoher Wand-U-Wert zeigt großes Einsparpotenzial durch eine Fassaden- oder Dachdämmung. Was sich für Ihr konkretes Gebäude lohnt – Reihenfolge, Kosten, Förderung und Amortisation – berechnet der kostenlose Sanierungs-Check weiter unten für Ihre Adresse.
Der Landkreis Passau macht etwas, das die meisten bayerischen Landkreise nicht anbieten: Er gibt Eigentümerinnen und Eigentümern einen Gutschein für eine kostenlose, einstündige Energie-Erstberatung direkt bei Ihnen zu Hause. Vergeben wird er über den Fachbereich Klimaschutz des Landkreises – Sie fordern ihn formlos per E-Mail (klimaschutz@landkreis-passau.de) oder telefonisch (0851-397-2795) an. Ein registrierter Energieberater schaut sich vor Ort die wärmeabgebenden Bauteile an, macht einen Heizungscheck, bespricht Sanierungsoptionen und weist auf passende Fördermittel hin. Kein Risiko, keine Kosten, keine Vertragsbindung – und genau das ist für den Passauer Gebäudebestand der ideale erste Schritt.
Warum die kostenlose Erstberatung hier so gut passt
Der Landkreis ist stark einfamilienhausgeprägt: Rund 96 % der Wohngebäude sind Einfamilienhäuser, nur ein kleiner Rest Zwei- oder Mehrfamilienhäuser. Das bedeutet, hinter fast jeder Haustür steht ein Eigentümer, der seine Heizung und Sanierung selbst entscheidet – nicht eine Hausverwaltung. Und die Ausgangslage ist eindeutig: Modelliert heizen noch etwa 72 % der Wohngebäude mit Öl und nur rund 18 % mit Gas. Das ist bundesweit ein außergewöhnlich hoher Ölanteil – und damit ein außergewöhnlich großes Potenzial für einen Heizungstausch, sobald der alte Kessel ohnehin ausgetauscht werden muss.
Auf der Gebäudehülle zeigt sich ein zweites Muster. Zwar ist der Bestand vergleichsweise jung – nur rund 45 % der Häuser stammen aus der Zeit vor 1979 –, trotzdem liegen etwa 59 % der Wohngebäude (modelliert) in den schwachen Effizienzklassen F bis H. Die geschätzte Endenergie eines typischen Einfamilienhauses liegt bei rund 181 kWh/m² im Jahr. Das ist die klassische Konstellation für gezielte Einzelmaßnahmen statt einer teuren Komplettsanierung: neue Fenster, das oberste Geschoss oder die Kellerdecke dämmen, die Anlagentechnik erneuern – und die Ölheizung durch eine Wärmepumpe oder Hybridlösung ersetzen. Genau diese Prioritäten kann Ihnen die kostenlose Erstberatung an Ihrem eigenen Haus aufzeigen, bevor Sie Geld in die Hand nehmen.
Vom Gutschein zur echten Förderung: die Reihenfolge zählt
Ein Punkt ist wichtig, damit Sie kein Geld liegen lassen: Die kostenlose Kreis-Erstberatung ist der Einstieg, aber sie ist noch kein geförderter individueller Sanierungsfahrplan (iSFP). Für den brauchen Sie eine BAFA-geförderte Energieberatung für Wohngebäude. Der Bund übernimmt hier 50 % des Beratungshonorars – maximal 650 € beim Ein- oder Zweifamilienhaus (max. 850 € ab drei Wohneinheiten, plus einmalig 250 € WEG-Bonus). Und dieser zertifizierte iSFP ist die Voraussetzung dafür, dass Sie später den iSFP-Bonus bei den BEG-Einzelmaßnahmen mitnehmen können. Sinnvolle Reihenfolge also: erst der kostenlose Gutschein zur Orientierung, dann der geförderte iSFP für den verbindlichen Fahrplan.
Warum das im Landkreis Passau besonders zählt: Bayern hat aktuell kein eigenes Landes-Sanierungsprogramm für Privathaushalte. Das bayerische 10.000-Häuser-Programm lief nur von 2015 bis 2022 und ist ausgelaufen – seither läuft die Förderung ausschließlich über den Bund. Auch der Energieatlas Bayern verweist dafür ausdrücklich auf die Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG). Konkret heißt das: Einzelmaßnahmen wie Dämmung, Fenster und Anlagentechnik laufen über die BAFA, der Heizungstausch und die Effizienzhaus-Sanierung über die KfW. Die genauen Fördersätze richten sich nach der jeweils gültigen BEG-Richtlinie – als allgemeine Orientierung liegt die Grundförderung bei 30 %, beim Heizungstausch sind über die verschiedenen Boni bis zu 70 % möglich. Prüfen Sie den aktuellen Stand immer direkt bei BAFA und KfW. Der Landkreis-Gutschein ist damit faktisch das einzige echte „lokale" Extra – die eigentliche finanzielle Schlagkraft kommt vom Bund.
Für den Überblick über den regionalen Energieverbrauch betreibt Bayernwerk übrigens ein öffentliches EnergieMonitor-Dashboard für den Landkreis Passau – nützlich, um ein Gefühl für Erzeugung und Verbrauch in der Region zu bekommen.
reduco ist dabei kein Berater vor Ort, sondern liefert die datenbasierte Analyse für Ihr konkretes Gebäude und vermittelt an ein Netzwerk geprüfter Fachbetriebe und Energieberater, die den Landkreis Passau bedienen. Welche Maßnahme sich in welcher Reihenfolge rechnet, zeigt am schnellsten der kostenlose Sanierungs-Check für Ihre genaue Adresse.
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Häufige Fragen
Der Landkreis vergibt über den Fachbereich Klimaschutz einen Gutschein für eine einstündige, kostenlose Energie-Erstberatung vor Ort in Ihrem privaten Wohngebäude. Ein registrierter Berater prüft die wärmeabgebenden Bauteile, macht einen Heizungscheck und weist auf Sanierungs- und Fördermöglichkeiten hin. Anfordern können Sie ihn formlos unter klimaschutz@landkreis-passau.de oder 0851-397-2795.
Die Vor-Ort-Erstberatung selbst ist für Sie kostenlos. Einen genauen Euro-Wert des Gutscheins und ein Jahres- oder Haushaltslimit veröffentlicht der Landkreis nicht – fragen Sie die Konditionen am besten direkt beim Fachbereich Klimaschutz an.
Nein. Die Kreis-Erstberatung ist eine Orientierung und der ideale Einstieg. Den förderfähigen individuellen Sanierungsfahrplan (iSFP) – Voraussetzung für den iSFP-Bonus in der BEG – erstellt eine BAFA-geförderte Energieberatung für Wohngebäude, bei der der Bund 50 % des Honorars (max. 650 € beim Ein-/Zweifamilienhaus) übernimmt.
Für private Haushalte aktuell nicht. Das 10.000-Häuser-Programm lief nur von 2015 bis 2022 und ist ausgelaufen; seither läuft die Förderung über den Bund (BEG, BAFA/KfW). Der kostenlose Landkreis-Gutschein ist damit das einzige zusätzliche lokale Angebot – die eigentlichen Zuschüsse kommen vom Bund.
Für viele Häuser im Landkreis ja. Der Bestand ist mit rund 45 % Vor-1979-Anteil vergleichsweise jung und oft direkt oder mit überschaubarer Dämmung wärmepumpentauglich. Ob Ihr Haus ohne größere Vorarbeiten auskommt, hängt von der modellierten Heizlast und Ihrer Vorlauftemperatur ab – das prüft der Sanierungs-Check gebäudegenau.
Weil etwa 59 % der Wohngebäude in den Klassen F bis H liegen, aber der Bestand relativ jung ist, sind meist gezielte Einzelmaßnahmen wirtschaftlicher als eine Komplettsanierung. Ein iSFP legt die sinnvolle Reihenfolge fest – typischerweise Hülle und Heizung so kombiniert, dass eine niedrige Vorlauftemperatur (oft um 55 °C) und eine effiziente Wärmepumpe möglich werden.
Starten Sie mit dem kostenlosen Sanierungs-Check für Ihre genaue Adresse. Er ordnet Ihr Gebäude in den lokalen Klassen- und Baualtersmix des Landkreises ein, zeigt das realistische Einsparpotenzial und schlägt die sinnvolle Reihenfolge aus kostenloser Erstberatung, gefördertem iSFP und BEG-Förderung vor.
