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Photovoltaik oder Solarthermie: Was lohnt sich 2026 mehr?

PV oder Solarthermie 2026? Wir vergleichen Kosten, Rendite, Flächenertrag und Amortisation. Mit 20-Jahres-Rechnung, Tabellen und klarer Empfehlung.

Photovoltaik-Module und Solarthermie-Kollektoren nebeneinander auf einem Hausdach

Photovoltaik oder Solarthermie – diese Frage stellen sich 2026 immer noch viele Hausbesitzer. Auf den ersten Blick scheint die Antwort einfach: Solarthermie hat den hoeheren Wirkungsgrad, also muss sie besser sein. Doch diese Logik fuehrt in die Irre. Denn entscheidend ist nicht, wie viel Prozent der Sonnenstrahlung ein Kollektor in Waerme umwandelt, sondern was Sie mit der erzeugten Energie anfangen koennen – und was sie ueber 20 Jahre an Kosten spart.

Die Zahlen sprechen 2026 eine deutliche Sprache: Der Solarthermie-Markt ist in zwei Jahren um 71 % eingebrochen – von 91.000 auf 26.000 Anlagen pro Jahr (2022 bis 2024). Gleichzeitig werden jaehrlich ueber 16 GW Photovoltaik zugebaut. Das ist kein Zufall. Es ist das Ergebnis einer wirtschaftlichen Realitaet, die wir in diesem Artikel mit konkreten Zahlen belegen.

Die zentrale Erkenntnis: Strom ist hoeherwertig als Waerme

Bevor wir in die Detailvergleiche einsteigen, muessen Sie eine physikalische Grundregel verstehen, die den gesamten Vergleich dominiert:

1 kWh Strom aus der PV-Anlage erzeugt ueber eine Waermepumpe ca. 3,5 kWh Waerme.

Das heisst: Selbst wenn ein Solarthermie-Kollektor pro Quadratmeter mehr Waerme erzeugt als ein PV-Modul Strom, kann die PV-Anlage ueber den Umweg einer Waermepumpe deutlich mehr Waerme pro Quadratmeter Dachflaeche bereitstellen. Strom ist die vielseitigere, hoeherwertige Energieform – und genau das macht den Unterschied.

Wirkungsgrad: Warum der hoehere Wert der Solarthermie taeuscht

Der Wirkungsgrad ist das meistgenannte Argument fuer Solarthermie. Schauen wir uns die Zahlen an.

Kenngroesse Photovoltaik Solarthermie
Wirkungsgrad Modul/Kollektor 20–22 % (elektrisch) bis 80 % (thermisch)
System-Wirkungsgrad (real) 18–21 % 30–35 %
Energieform Strom (universell einsetzbar) Waerme (nur thermisch nutzbar)
Nutzung fuer Heizung Ueber Waermepumpe: 1 kWh Strom = 3,5 kWh Waerme Direkt: 1 kWh = 1 kWh Waerme
Nutzung fuer Haushaltsstrom Ja, direkt Nein
Einspeisung ins Netz Ja, verguetet Nein

Der System-Wirkungsgrad der Solarthermie liegt bei nur 30–35 % – also weit unter den 80 %, die als Kollektor-Wirkungsgrad beworben werden. Die Differenz entsteht durch Speicherverluste, Leitungsverluste, saisonales Ueberangebot im Sommer (die Anlage erzeugt Waerme, wenn Sie keine brauchen) und Stagnation an heissen Tagen.

PV-Strom dagegen koennen Sie fuer alles nutzen: Haushaltsstrom, Waermepumpe, Elektroauto, oder Sie speisen ihn ins Netz ein. Ueberschuessiger PV-Strom hat immer einen Wert. Ueberschuessige Solarthermie-Waerme im Sommer hat keinen.

Flaechenertrag: PV schlaegt Solarthermie – auch bei Waerme

Jetzt wird es konkret. Pro Quadratmeter Dachflaeche liefert Photovoltaik ueber eine Waermepumpe mehr Waerme als Solarthermie direkt.

Kenngroesse Photovoltaik Solarthermie
Ertrag pro m² und Jahr ca. 200 kWh Strom 450–600 kWh Waerme
Waermeertrag via Waermepumpe (JAZ 3,5) 700 kWh Waerme 450–600 kWh Waerme
Differenz +17 bis +56 % mehr Waerme pro m²

Lesen Sie das nochmal: Eine PV-Anlage erzeugt auf derselben Dachflaeche ueber den Weg PV + Waermepumpe bis zu 56 % mehr Waerme als eine Solarthermie-Anlage. Und den PV-Strom koennen Sie nebenbei noch fuer Haushaltsstrom, das E-Auto oder die Netzeinspeisung verwenden.

Bei begrenzter Dachflaeche gilt deshalb eine klare Regel: Immer Photovoltaik vorziehen. Der oekonomische Wert pro Quadratmeter ist bei PV deutlich hoeher.

Kosten und Foerderung im Vergleich

Anschaffungskosten

Position Photovoltaik (10 kWp) Solarthermie (10 m², Heizungsunterstuetzung)
Anschaffungskosten brutto 9.700–14.300 EUR 8.000–12.000 EUR
MwSt. 0 % (seit 2023 fuer PV bis 30 kWp) 19 % (enthalten)
Effektive Netto-Investition 9.700–14.300 EUR 8.000–12.000 EUR

Die PV-Anlage kostet aehnlich viel wie die Solarthermie – bei einem deutlich hoeheren wirtschaftlichen Ertrag ueber die Lebensdauer. Ausserdem profitiert die PV-Anlage seit 2023 von der Mehrwertsteuerbefreiung, waehrend auf Solarthermie weiterhin 19 % MwSt. anfallen.

Detaillierte Informationen zu den aktuellen PV-Preisen finden Sie in unserem Artikel PV-Anlage Kosten 2026.

Foerderung

Foerderung Photovoltaik Solarthermie
Steuervorteil 0 % MwSt. auf Anlage und Montage Keine Steuerbeguenstigung
Einspeiseverguetung 7,78 ct/kWh (Teileinspeisung) / 12,35 ct/kWh (Volleinspeisung) Nicht moeglich
BEG-Foerderung (BAFA) Nicht fuer PV-Module selbst 30 % Basis, bis 70 % maximal (BEG EM)
KfW-Kredit Moeglich (KfW 270) Moeglich ueber BEG

Die Solarthermie kann zwar hoehere BAFA-Zuschlaege erhalten (bis zu 70 % der foerderfaehigen Kosten bei Kombination von Einkommensbonus, Speed-Bonus und Klimabonus), aber die PV-Anlage erwirtschaftet durch die Einspeiseverguetung laufende Einnahmen ueber 20 Jahre. Details zur Foerderung Photovoltaik 2026.

Stromgestehungskosten vs. Waermegestehungskosten

Kenngroesse Photovoltaik Solarthermie
Gestehungskosten 6–14 ct/kWh (Quelle: Fraunhofer ISE) 10–20 ct/kWh
Aktueller Netzstrompreis ca. 32 ct/kWh
Aktueller Gaspreis ca. 10–12 ct/kWh

PV-Strom ist mit 6–14 ct/kWh deutlich guenstiger als Netzstrom (32 ct/kWh) – eine Ersparnis von 18–26 ct pro Kilowattstunde. Solarthermie-Waerme konkurriert dagegen mit Gas zu 10–12 ct/kWh und bietet nur eine geringe oder gar keine Ersparnis.

Die 20-Jahres-Rechnung: PV gewinnt deutlich

Hier zeigt sich der wahre Unterschied. Wir rechnen beide Technologien ueber 20 Jahre durch, fuer ein Einfamilienhaus mit 4 Personen.

Variante 1: Photovoltaik (10 kWp)

Position Ohne Speicher Mit Speicher (10 kWh)
Investition ca. 12.000 EUR ca. 18.000 EUR
Jaehrlicher Ertrag (Jahr 1) ca. 1.500 EUR ca. 2.200 EUR
Gewinn ueber 20 Jahre ca. 8.000–12.000 EUR ca. 12.000–18.000 EUR
Rendite pro Jahr 3–6 % 3–6 %
Amortisation 9–12 Jahre 9–11 Jahre

Details zur Frage „PV mit oder ohne Speicher" finden Sie in unseren Artikeln Photovoltaik ohne Speicher und Stromspeicher: Lohnt sich das?.

Variante 2: Solarthermie (10 m², Heizungsunterstuetzung)

Position Wert
Investition ca. 10.000 EUR
Jaehrlicher Ertrag (eingesparte Heizkosten) ca. 400–600 EUR
Gewinn ueber 20 Jahre 0–3.800 EUR
Rendite pro Jahr 1–3 %
Amortisation 15–20 Jahre

Mehr zu den Kosten einer Solarthermie-Anlage lesen Sie unter Solaranlage Warmwasser Kosten.

Ergebnis im Ueberblick

Kenngroesse Photovoltaik (ohne Speicher) Photovoltaik (mit Speicher) Solarthermie
Investition 12.000 EUR 18.000 EUR 10.000 EUR
Gewinn nach 20 Jahren 8.000–12.000 EUR 12.000–18.000 EUR 0–3.800 EUR
Rendite p.a. 3–6 % 3–6 % 1–3 %
Amortisation 9–12 Jahre 9–11 Jahre 15–20 Jahre

Die PV-Anlage erwirtschaftet in 20 Jahren ein Vielfaches des Solarthermie-Ertrags. Selbst die PV-Variante ohne Speicher erzielt deutlich mehr.

Systemvergleich: PV + Waermepumpe vs. Solarthermie + Gasheizung

Der spannendste Vergleich ist der Systemvergleich: Was kostet es ueber 20 Jahre, ein Einfamilienhaus mit dem jeweiligen System zu beheizen?

Kostenposition PV + Waermepumpe Solarthermie + Gasheizung
Investition Heizsystem ca. 18.000 EUR (WP) ca. 8.000 EUR (Gasbrennwert)
Investition Solar ca. 12.000 EUR (10 kWp PV) ca. 10.000 EUR (10 m² ST)
Laufende Energiekosten (20 Jahre) ca. 12.000 EUR ca. 38.000 EUR
Wartung und Betrieb (20 Jahre) ca. 5.000 EUR ca. 7.000 EUR
Abzueglich Einspeiseverguetung / Einsparungen -9.300 EUR
CO₂-Steuer (kumuliert, 20 Jahre) ca. 600 EUR
Gesamtkosten 20 Jahre ca. 37.700 EUR ca. 63.600 EUR
Vorteil 25.900 EUR guenstiger

Das Ergebnis ist eindeutig: Das System PV + Waermepumpe spart ueber 20 Jahre rund 25.900 EUR gegenueber Solarthermie + Gasheizung. Und das, obwohl die Anfangsinvestition hoeher liegt. Die niedrigeren laufenden Kosten und die Einspeiseverguetung machen den Unterschied.

Wann lohnt sich Solarthermie trotzdem?

Trotz der klaren wirtschaftlichen Vorteile der Photovoltaik gibt es Situationen, in denen Solarthermie 2026 die bessere Wahl sein kann.

1. Schwimmbadbeheizung

Fuer die Erwaermung von Schwimmbaeddern ist Solarthermie wirtschaftlich kaum zu schlagen. Der Waermebedarf faellt genau dann an, wenn die Sonne scheint – das saisonale Mismatch entfaellt.

Kenngroesse Wert
Waermegestehungskosten 2,5–4 ct/kWh
Amortisation 3–7 Jahre
Ideale Technologie Einfache, unverglaste Absorbermatten

2. Hotels und Mehrfamilienhaeuser mit hohem Warmwasserbedarf

Gebaeude mit konstant hohem Warmwasserbedarf ueber das ganze Jahr (Hotels, Pflegeheime, Mehrfamilienhaeuser mit vielen Wohneinheiten) koennen mit Solarthermie gute Ergebnisse erzielen. Der Verbrauch ist gleichmaessiger, sodass auch im Sommer weniger Ueberschuss entsteht.

3. Altbauten ohne Option fuer eine Waermepumpe

Wenn Ihr Haus keine Waermepumpe vertraegt – etwa wegen fehlender Flaechenheizung und sehr hoher Vorlauftemperaturen ueber 65 °C – entfaellt der grosse Hebel „PV + Waermepumpe". In diesem Fall kann Solarthermie als Ergaenzung zur bestehenden Oel- oder Gasheizung den Brennstoffverbrauch um 20–30 % senken. Lesen Sie dazu auch unseren Artikel zur Waermepumpe im Altbau.

Tipp: Pruefen Sie vor der Entscheidung fuer Solarthermie immer, ob eine Waermepumpe doch moeglich waere. Viele Altbauten koennen mit angepasster Vorlauftemperatur und einzelnen Massnahmen (z. B. groessere Heizkoerper oder Vorlauftemperatur senken) waermepumpentauglich gemacht werden.

Solarthermie + Waermepumpe: Eine sinnvolle Kombination?

Eine haeufig gestellte Frage: Kann man Solarthermie und Waermepumpe kombinieren? Die kurze Antwort: In den meisten Faellen lohnt sich das nicht.

Das Problem: saisonales Mismatch. Die Solarthermie liefert im Sommer den meisten Ertrag. Aber genau dann braucht die Waermepumpe kaum Energie, weil keine Heizwaerme benoetigt wird und der Warmwasserbedarf gering ist. Im Winter, wenn die Waermepumpe viel Strom braucht, liefert die Solarthermie wenig.

Monat Solarthermie-Ertrag Waermepumpen-Strombedarf
Juni–August Sehr hoch Sehr niedrig (nur Warmwasser)
Maerz–Mai / September–Oktober Mittel Mittel
November–Februar Niedrig Hoch (Heizung + Warmwasser)

Die Investition in Solarthermie-Kollektoren bringt in Kombination mit einer Waermepumpe kaum zusaetzlichen Nutzen. Besser investieren Sie das Geld in mehr PV-Module oder einen Stromspeicher, der den Eigenverbrauch des PV-Stroms erhoeht – auch fuer die Waermepumpe.

PVT-Hybridkollektoren: Das Beste aus beiden Welten?

PVT-Kollektoren (Photovoltaisch-Thermische Kollektoren) vereinen PV-Module und Solarthermie in einem Bauteil. Sie erzeugen gleichzeitig Strom und Waerme. Klingt ideal – ist aber 2026 noch eine Nischentechnologie.

Kenngroesse PVT-Kollektor
Kosten pro Modul 300–700 EUR
Gesamtsystem (inkl. Waermepumpe, Speicher) ca. 50.000 EUR
Vorteil Maximale Energieausbeute pro m² Dachflaeche
Nachteil Hohe Kosten, komplexes System, wenig Installateure

PVT-Kollektoren koennen sinnvoll sein, wenn Sie eine Waermepumpe betreiben, nur sehr wenig Dachflaeche haben und das Maximum herausholen muessen. Fuer die meisten Einfamilienhaeuser ist die Kombination aus Standard-PV-Modulen und einer Luft-Wasser-Waermepumpe die einfachere und wirtschaftlichere Loesung.

Der Markt spricht eine klare Sprache

Die Marktentwicklung bestaetigt den wirtschaftlichen Vergleich eindrucksvoll.

Kenngroesse Photovoltaik Solarthermie
Jaehrlicher Zubau (Deutschland) 16+ GW (2024/2025) Stark ruecklaeufig
Absatzentwicklung Stabil auf hohem Niveau -71 % in 2 Jahren (91.000 → 26.000 Anlagen, 2022–2024)
Preisentwicklung Stark fallend (-30 % seit 2022) Stagnierend bis leicht steigend
Technologische Dynamik Hoch (Perowskit, bifazial, Speicherintegration) Gering (ausgereifte Technologie)

Der Solarthermie-Markt schrumpft, weil Photovoltaik in Kombination mit Waermepumpen die gleiche Aufgabe besser und guenstiger erledigt. Die wenigen verbleibenden Solarthermie-Installationen betreffen ueberwiegend Spezialanwendungen (Schwimmbad, Fernwaerme, Prozesswaerme in der Industrie).

Entscheidungshilfe: PV oder Solarthermie?

Nutzen Sie diese Checkliste fuer Ihre Entscheidung.

Photovoltaik ist die richtige Wahl, wenn Sie ...

  • ... ein Einfamilienhaus mit genuegend Dachflaeche haben
  • ... eine Waermepumpe betreiben oder planen
  • ... ein Elektroauto laden moechten
  • ... Haushaltsstrom einsparen wollen
  • ... eine moeglichst hohe Rendite auf Ihre Investition erwarten
  • ... den Strom flexibel nutzen oder einspeisen moechten
  • ... auf sinkende Speicherpreise setzen

Solarthermie kann sinnvoll sein, wenn Sie ...

  • ... ein Schwimmbad beheizen moechten (kurze Amortisation)
  • ... ein Mehrfamilienhaus oder Hotel mit hohem Warmwasserbedarf haben
  • ... einen Altbau ohne Waermepumpen-Option besitzen
  • ... bereits eine PV-Anlage auf der gesamten Dachflaeche installiert haben und noch Fassadenflaeche nutzen moechten

Tipp: Wenn Sie sich unsicher sind, lassen Sie Ihr Dach fuer Photovoltaik planen. In fast allen Faellen ist PV die wirtschaftlichere und flexiblere Loesung. Nutzen Sie reduco.ai, um die Wirtschaftlichkeit fuer Ihr konkretes Gebaeude zu berechnen.

Haeufig gestellte Fragen (FAQ)

Ist Solarthermie effizienter als Photovoltaik?

Solarthermie hat einen hoeheren Kollektor-Wirkungsgrad (bis 80 % vs. 20–22 %). Aber der System-Wirkungsgrad liegt nur bei 30–35 %, und die erzeugte Waerme ist weniger vielseitig nutzbar als Strom. Eine PV-Anlage liefert ueber eine Waermepumpe sogar mehr Waerme pro Quadratmeter Dachflaeche als Solarthermie direkt.

Was amortisiert sich schneller – PV oder Solarthermie?

Photovoltaik amortisiert sich in 9–12 Jahren, Solarthermie in 15–20 Jahren. Der Grund: PV-Strom ersetzt teuren Netzstrom (32 ct/kWh), waehrend Solarthermie-Waerme nur guenstiges Gas (10–12 ct/kWh) ersetzt.

Kann ich PV und Solarthermie auf einem Dach kombinieren?

Technisch ja. Wirtschaftlich ist es aber fast immer besser, die gesamte verfuegbare Dachflaeche mit PV zu belegen. Der oekonomische Ertrag pro Quadratmeter ist bei PV deutlich hoeher. Nur bei Spezialanwendungen (z. B. Schwimmbad) kann eine Kombination sinnvoll sein.

Lohnt sich Solarthermie noch als Ergaenzung zur Gasheizung?

Bedingt. Wenn ein Heizungstausch (noch) nicht ansteht und keine Waermepumpe moeglich ist, kann Solarthermie den Gasverbrauch um 20–30 % senken. Die Rendite bleibt aber mit 1–3 % pro Jahr bescheiden. Pruefen Sie alternativ, ob eine PV-Anlage mit Warmwasserwaermepumpe nicht die bessere Loesung waere.

Was kostet mehr – PV oder Solarthermie?

Eine 10-kWp-PV-Anlage kostet 9.700–14.300 EUR (0 % MwSt.). Eine 10-m²-Solarthermie-Anlage mit Heizungsunterstuetzung kostet 8.000–12.000 EUR (inkl. 19 % MwSt.). Die Investition ist aehnlich, aber die PV-Anlage erwirtschaftet ueber 20 Jahre ein Vielfaches.

Gibt es Foerderung fuer Solarthermie 2026?

Ja. Ueber die BEG-Einzelmassnahmen (BAFA) erhalten Sie 30 % Basisfoerderung, mit Boni bis zu 70 %. Allerdings bietet PV mit der Mehrwertsteuerbefreiung und der Einspeiseverguetung ebenfalls attraktive Foerderung – und erwirtschaftet darueber hinaus laufende Einnahmen.

Fazit: Photovoltaik ist 2026 fuer die meisten Haushalte die bessere Wahl

Der Vergleich faellt 2026 eindeutig zugunsten der Photovoltaik aus.

  • Hoehere Rendite: 3–6 % pro Jahr vs. 1–3 % bei Solarthermie
  • Schnellere Amortisation: 9–12 Jahre vs. 15–20 Jahre
  • Mehr Waerme pro m²: PV + Waermepumpe liefert bis zu 56 % mehr Waerme als Solarthermie
  • Flexiblere Nutzung: Strom fuer Haushalt, Waermepumpe, E-Auto und Einspeisung
  • Niedrigere Systemkosten: PV + Waermepumpe spart ueber 20 Jahre 25.900 EUR gegenueber Solarthermie + Gas
  • Bessere Foerderung: 0 % MwSt. plus Einspeiseverguetung

Solarthermie hat 2026 nur noch in Nischen eine Berechtigung: Schwimmbadbeheizung, Gebaeude mit sehr hohem Warmwasserbedarf und Altbauten ohne Waermepumpen-Option.

Unsere Empfehlung: Belegen Sie Ihr Dach mit Photovoltaik und kombinieren Sie die Anlage mit einer Waermepumpe. Diese Kombination ist 2026 wirtschaftlich, oekologisch und technisch die ueberlegene Loesung. Berechnen Sie jetzt mit reduco.ai, welches System fuer Ihr Gebaeude optimal ist.

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