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Photovoltaik oder Solarthermie: Was lohnt sich 2026 mehr?

PV oder Solarthermie 2026? Wir vergleichen Kosten, Rendite, Flächenertrag und Amortisation. Mit 20-Jahres-Rechnung, Tabellen und klarer Empfehlung.

Energetische Sanierung eines Wohngebäudes

Das Wichtigste in Kürze

  • Rendite: Photovoltaik erzielt 3–6 % pro Jahr, Solarthermie nur 1–3 %.
  • Amortisation: PV rechnet sich in 9–12 Jahren, Solarthermie erst in 15–20 Jahren.
  • Wärme pro m²: PV + Wärmepumpe liefert bis zu 56 % mehr Wärme pro m² Dachfläche als Solarthermie direkt (1 kWh PV-Strom = 3,5 kWh Wärme).
  • Systemkosten: PV + Wärmepumpe spart über 20 Jahre rund 25.900 EUR gegenüber Solarthermie + Gasheizung.
  • Förderung: PV profitiert von 0 % MwSt. bis 30 kWp; Solarthermie erhält 30 % Basisförderung, mit Boni bis zu 70 %.
  • Markttrend: Der Solarthermie-Absatz brach 2022–2024 um 71 % ein (91.000 → 26.000 Anlagen), während jährlich über 16 GW PV zugebaut werden.

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Photovoltaik oder Solarthermie – diese Frage stellen sich 2026 immer noch viele Hausbesitzer. Auf den ersten Blick scheint die Antwort einfach: Solarthermie hat den höheren Wirkungsgrad, also muss sie besser sein. Doch diese Logik führt in die Irre. Denn entscheidend ist nicht, wie viel Prozent der Sonnenstrahlung ein Kollektor in Wärme umwandelt, sondern was Sie mit der erzeugten Energie anfangen können – und was sie über 20 Jahre an Kosten spart.

Die Zahlen sprechen 2026 eine deutliche Sprache: Der Solarthermie-Markt ist in zwei Jahren um 71 % eingebrochen – von 91.000 auf 26.000 Anlagen pro Jahr (2022 bis 2024). Gleichzeitig werden jährlich über 16 GW Photovoltaik zugebaut. Das ist kein Zufall. Es ist das Ergebnis einer wirtschaftlichen Realität, die wir in diesem Artikel mit konkreten Zahlen belegen.

Die zentrale Erkenntnis: Strom ist höherwertig als Wärme

Bevor wir in die Detailvergleiche einsteigen, müssen Sie eine physikalische Grundregel verstehen, die den gesamten Vergleich dominiert:

1 kWh Strom aus der PV-Anlage erzeugt über eine Wärmepumpe ca. 3,5 kWh Wärme.

Das heißt: Selbst wenn ein Solarthermie-Kollektor pro Quadratmeter mehr Wärme erzeugt als ein PV-Modul Strom, kann die PV-Anlage über den Umweg einer Wärmepumpe deutlich mehr Wärme pro Quadratmeter Dachfläche bereitstellen. Strom ist die vielseitigere, höherwertige Energieform – und genau das macht den Unterschied.

Wirkungsgrad: Warum der höhere Wert der Solarthermie täuscht

Der Wirkungsgrad ist das meistgenannte Argument für Solarthermie. Schauen wir uns die Zahlen an.

Kenngröße Photovoltaik Solarthermie
Wirkungsgrad Modul/Kollektor 20–22 % (elektrisch) bis 80 % (thermisch)
System-Wirkungsgrad (real) 18–21 % 30–35 %
Energieform Strom (universell einsetzbar) Wärme (nur thermisch nutzbar)
Nutzung für Heizung Über Wärmepumpe: 1 kWh Strom = 3,5 kWh Wärme Direkt: 1 kWh = 1 kWh Wärme
Nutzung für Haushaltsstrom Ja, direkt Nein
Einspeisung ins Netz Ja, vergütet Nein

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Der System-Wirkungsgrad der Solarthermie liegt bei nur 30–35 % – also weit unter den 80 %, die als Kollektor-Wirkungsgrad beworben werden. Die Differenz entsteht durch Speicherverluste, Leitungsverluste, saisonales Überangebot im Sommer (die Anlage erzeugt Wärme, wenn Sie keine brauchen) und Stagnation an heissen Tagen.

PV-Strom dagegen können Sie für alles nutzen: Haushaltsstrom, Wärmepumpe, Elektroauto, oder Sie speisen ihn ins Netz ein. Überschüssiger PV-Strom hat immer einen Wert. Überschüssige Solarthermie-Wärme im Sommer hat keinen.

Flächenertrag: PV schlägt Solarthermie – auch bei Wärme

Jetzt wird es konkret. Pro Quadratmeter Dachfläche liefert Photovoltaik über eine Wärmepumpe mehr Wärme als Solarthermie direkt.

Kenngröße Photovoltaik Solarthermie
Ertrag pro m² und Jahr ca. 200 kWh Strom 450–600 kWh Wärme
Wärmeertrag via Wärmepumpe (JAZ 3,5) 700 kWh Wärme 450–600 kWh Wärme
Differenz +17 bis +56 % mehr Wärme pro m²

Lesen Sie das nochmal: Eine PV-Anlage erzeugt auf derselben Dachfläche über den Weg PV + Wärmepumpe bis zu 56 % mehr Wärme als eine Solarthermie-Anlage. Und den PV-Strom können Sie nebenbei noch für Haushaltsstrom, das E-Auto oder die Netzeinspeisung verwenden.

Bei begrenzter Dachfläche gilt deshalb eine klare Regel: Immer Photovoltaik vorziehen. Der oekonomische Wert pro Quadratmeter ist bei PV deutlich höher.

Kosten und Förderung im Vergleich

Anschaffungskosten

Position Photovoltaik (10 kWp) Solarthermie (10 m², Heizungsunterstützung)
Anschaffungskosten brutto 9.700–14.300 EUR 8.000–12.000 EUR
MwSt. 0 % (seit 2023 für PV bis 30 kWp) 19 % (enthalten)
Effektive Netto-Investition 9.700–14.300 EUR 8.000–12.000 EUR

Die PV-Anlage kostet aehnlich viel wie die Solarthermie – bei einem deutlich höheren wirtschaftlichen Ertrag über die Lebensdauer. Außerdem profitiert die PV-Anlage seit 2023 von der Mehrwertsteuerbefreiung, während auf Solarthermie weiterhin 19 % MwSt. anfallen.

Detaillierte Informationen zu den aktuellen PV-Preisen finden Sie in unserem Artikel PV-Anlage Kosten 2026.

Förderung

Förderung Photovoltaik Solarthermie
Steuervorteil 0 % MwSt. auf Anlage und Montage Keine Steuerbeguenstigung
Einspeisevergütung 7,78 ct/kWh (Teileinspeisung) / 12,34 ct/kWh (Volleinspeisung), jeweils bei Inbetriebnahme bis 31.07.2026; ab 01.08.2026 rund 7,70 bzw. 12,22 ct/kWh Nicht möglich
BEG-Förderung (BAFA) Nicht für PV-Module selbst 30 % Basis, bis 70 % maximal (BEG EM)
KfW-Kredit Möglich (KfW 270) Möglich über BEG

Die Solarthermie kann zwar höhere BAFA-Zuschläge erhalten (bis zu 70 % der förderfähigen Kosten bei Kombination von Einkommensbonus, Speed-Bonus und Klimabonus), aber die PV-Anlage erwirtschaftet durch die Einspeisevergütung laufende Einnahmen über 20 Jahre. Details zur Förderung Photovoltaik 2026.

Stromgestehungskosten vs. Wärmegestehungskosten

Kenngröße Photovoltaik Solarthermie
Gestehungskosten 6–14 ct/kWh (Quelle: Fraunhofer ISE) 10–20 ct/kWh
Aktueller Netzstrompreis ca. 32 ct/kWh
Aktueller Gaspreis ca. 10–12 ct/kWh

PV-Strom ist mit 6–14 ct/kWh deutlich günstiger als Netzstrom (32 ct/kWh) – eine Ersparnis von 18–26 ct pro Kilowattstunde. Solarthermie-Wärme konkurriert dagegen mit Gas zu 10–12 ct/kWh und bietet nur eine geringe oder gar keine Ersparnis.

Die 20-Jahres-Rechnung: PV gewinnt deutlich

Hier zeigt sich der wahre Unterschied. Wir rechnen beide Technologien über 20 Jahre durch, für ein Einfamilienhaus mit 4 Personen.

Variante 1: Photovoltaik (10 kWp)

Position Ohne Speicher Mit Speicher (10 kWh)
Investition ca. 12.000 EUR ca. 18.000 EUR
Jährlicher Ertrag (Jahr 1) ca. 1.500 EUR ca. 2.200 EUR
Gewinn über 20 Jahre ca. 8.000–12.000 EUR ca. 12.000–18.000 EUR
Rendite pro Jahr 3–6 % 3–6 %
Amortisation 9–12 Jahre 9–11 Jahre

Details zur Frage „PV mit oder ohne Speicher" finden Sie in unseren Artikeln Photovoltaik ohne Speicher und Stromspeicher: Lohnt sich das?.

Variante 2: Solarthermie (10 m², Heizungsunterstützung)

Position Wert
Investition ca. 10.000 EUR
Jährlicher Ertrag (eingesparte Heizkosten) ca. 400–600 EUR
Gewinn über 20 Jahre 0–3.800 EUR
Rendite pro Jahr 1–3 %
Amortisation 15–20 Jahre

Mehr zu den Kosten einer Solarthermie-Anlage lesen Sie unter Solaranlage Warmwasser Kosten.

Ergebnis im Überblick

Kenngröße Photovoltaik (ohne Speicher) Photovoltaik (mit Speicher) Solarthermie
Investition 12.000 EUR 18.000 EUR 10.000 EUR
Gewinn nach 20 Jahren 8.000–12.000 EUR 12.000–18.000 EUR 0–3.800 EUR
Rendite p.a. 3–6 % 3–6 % 1–3 %
Amortisation 9–12 Jahre 9–11 Jahre 15–20 Jahre

Die PV-Anlage erwirtschaftet in 20 Jahren ein Vielfaches des Solarthermie-Ertrags. Selbst die PV-Variante ohne Speicher erzielt deutlich mehr.

Systemvergleich: PV + Wärmepumpe vs. Solarthermie + Gasheizung

Der spannendste Vergleich ist der Systemvergleich: Was kostet es über 20 Jahre, ein Einfamilienhaus mit dem jeweiligen System zu beheizen?

Kostenposition PV + Wärmepumpe Solarthermie + Gasheizung
Investition Heizsystem ca. 18.000 EUR (WP) ca. 8.000 EUR (Gasbrennwert)
Investition Solar ca. 12.000 EUR (10 kWp PV) ca. 10.000 EUR (10 m² ST)
Laufende Energiekosten (20 Jahre) ca. 12.000 EUR ca. 38.000 EUR
Wartung und Betrieb (20 Jahre) ca. 5.000 EUR ca. 7.000 EUR
Abzüglich Einspeisevergütung / Einsparungen -9.300 EUR
CO₂-Steuer (kumuliert, 20 Jahre) ca. 600 EUR
Gesamtkosten 20 Jahre ca. 37.700 EUR ca. 63.600 EUR
Vorteil 25.900 EUR günstiger

Das Ergebnis ist eindeutig: Das System PV + Wärmepumpe spart über 20 Jahre rund 25.900 EUR gegenüber Solarthermie + Gasheizung. Und das, obwohl die Anfangsinvestition höher liegt. Die niedrigeren laufenden Kosten und die Einspeisevergütung machen den Unterschied.

Wann lohnt sich Solarthermie trotzdem?

Trotz der klaren wirtschaftlichen Vorteile der Photovoltaik gibt es Situationen, in denen Solarthermie 2026 die bessere Wahl sein kann.

1. Schwimmbadbeheizung

Für die Erwärmung von Schwimmbaeddern ist Solarthermie wirtschaftlich kaum zu schlagen. Der Wärmebedarf fällt genau dann an, wenn die Sonne scheint – das saisonale Mismatch entfällt.

Kenngröße Wert
Wärmegestehungskosten 2,5–4 ct/kWh
Amortisation 3–7 Jahre
Ideale Technologie Einfache, unverglaste Absorbermatten

2. Hotels und Mehrfamilienhäuser mit hohem Warmwasserbedarf

Gebäude mit konstant hohem Warmwasserbedarf über das ganze Jahr (Hotels, Pflegeheime, Mehrfamilienhäuser mit vielen Wohneinheiten) können mit Solarthermie gute Ergebnisse erzielen. Der Verbrauch ist gleichmaessiger, sodass auch im Sommer weniger Überschuss entsteht.

3. Altbauten ohne Option für eine Wärmepumpe

Wenn Ihr Haus keine Wärmepumpe verträgt – etwa wegen fehlender Flächenheizung und sehr hoher Vorlauftemperaturen über 65 °C – entfällt der große Hebel „PV + Wärmepumpe". In diesem Fall kann Solarthermie als Ergänzung zur bestehenden Oel- oder Gasheizung den Brennstoffverbrauch um 20–30 % senken. Lesen Sie dazu auch unseren Artikel zur Wärmepumpe im Altbau.

Tipp: Prüfen Sie vor der Entscheidung für Solarthermie immer, ob eine Wärmepumpe doch möglich wäre. Viele Altbauten können mit angepasster Vorlauftemperatur und einzelnen Maßnahmen (z. B. größere Heizkörper oder Vorlauftemperatur senken) wärmepumpentauglich gemacht werden.

Solarthermie + Wärmepumpe: Eine sinnvolle Kombination?

Eine häufig gestellte Frage: Kann man Solarthermie und Wärmepumpe kombinieren? Die kurze Antwort: In den meisten Fällen lohnt sich das nicht.

Das Problem: saisonales Mismatch. Die Solarthermie liefert im Sommer den meisten Ertrag. Aber genau dann braucht die Wärmepumpe kaum Energie, weil keine Heizwärme benötigt wird und der Warmwasserbedarf gering ist. Im Winter, wenn die Wärmepumpe viel Strom braucht, liefert die Solarthermie wenig.

Monat Solarthermie-Ertrag Wärmepumpen-Strombedarf
Juni–August Sehr hoch Sehr niedrig (nur Warmwasser)
März–Mai / September–Oktober Mittel Mittel
November–Februar Niedrig Hoch (Heizung + Warmwasser)

Die Investition in Solarthermie-Kollektoren bringt in Kombination mit einer Wärmepumpe kaum zusätzlichen Nutzen. Besser investieren Sie das Geld in mehr PV-Module oder einen Stromspeicher, der den Eigenverbrauch des PV-Stroms erhöht – auch für die Wärmepumpe.

PVT-Hybridkollektoren: Das Beste aus beiden Welten?

PVT-Kollektoren (Photovoltaisch-Thermische Kollektoren) vereinen PV-Module und Solarthermie in einem Bauteil. Sie erzeugen gleichzeitig Strom und Wärme. Klingt ideal – ist aber 2026 noch eine Nischentechnologie.

Kenngröße PVT-Kollektor
Kosten pro Modul 300–700 EUR
Gesamtsystem (inkl. Wärmepumpe, Speicher) ca. 50.000 EUR
Vorteil Maximale Energieausbeute pro m² Dachfläche
Nachteil Hohe Kosten, komplexes System, wenig Installateure

PVT-Kollektoren können sinnvoll sein, wenn Sie eine Wärmepumpe betreiben, nur sehr wenig Dachfläche haben und das Maximum herausholen müssen. Für die meisten Einfamilienhäuser ist die Kombination aus Standard-PV-Modulen und einer Luft-Wasser-Wärmepumpe die einfachere und wirtschaftlichere Lösung.

Der Markt spricht eine klare Sprache

Die Marktentwicklung bestätigt den wirtschaftlichen Vergleich eindrucksvoll.

Kenngröße Photovoltaik Solarthermie
Jährlicher Zubau (Deutschland) 16+ GW (2024/2025) Stark rückläufig
Absatzentwicklung Stabil auf hohem Niveau -71 % in 2 Jahren (91.000 → 26.000 Anlagen, 2022–2024)
Preisentwicklung Stark fallend (-30 % seit 2022) Stagnierend bis leicht steigend
Technologische Dynamik Hoch (Perowskit, bifazial, Speicherintegration) Gering (ausgereifte Technologie)

Der Solarthermie-Markt schrumpft, weil Photovoltaik in Kombination mit Wärmepumpen die gleiche Aufgabe besser und günstiger erledigt. Die wenigen verbleibenden Solarthermie-Installationen betreffen überwiegend Spezialanwendungen (Schwimmbad, Fernwärme, Prozesswärme in der Industrie).

Entscheidungshilfe: PV oder Solarthermie?

Nutzen Sie diese Checkliste für Ihre Entscheidung.

Photovoltaik ist die richtige Wahl, wenn Sie ...

  • ... ein Einfamilienhaus mit genügend Dachfläche haben
  • ... eine Wärmepumpe betreiben oder planen
  • ... ein Elektroauto laden möchten
  • ... Haushaltsstrom einsparen wollen
  • ... eine möglichst hohe Rendite auf Ihre Investition erwarten
  • ... den Strom flexibel nutzen oder einspeisen möchten
  • ... auf sinkende Speicherpreise setzen

Solarthermie kann sinnvoll sein, wenn Sie ...

  • ... ein Schwimmbad beheizen möchten (kurze Amortisation)
  • ... ein Mehrfamilienhaus oder Hotel mit hohem Warmwasserbedarf haben
  • ... einen Altbau ohne Wärmepumpen-Option besitzen
  • ... bereits eine PV-Anlage auf der gesamten Dachfläche installiert haben und noch Fassadenfläche nutzen möchten

Tipp: Wenn Sie sich unsicher sind, lassen Sie Ihr Dach für Photovoltaik planen. In fast allen Fällen ist PV die wirtschaftlichere und flexiblere Lösung. Nutzen Sie reduco.ai, um die Wirtschaftlichkeit für Ihr konkretes Gebäude zu berechnen.

Häufige Fragen (FAQ)

Ist Solarthermie effizienter als Photovoltaik?

Solarthermie hat einen höheren Kollektor-Wirkungsgrad (bis 80 % vs. 20–22 %). Aber der System-Wirkungsgrad liegt nur bei 30–35 %, und die erzeugte Wärme ist weniger vielseitig nutzbar als Strom. Eine PV-Anlage liefert über eine Wärmepumpe sogar mehr Wärme pro Quadratmeter Dachfläche als Solarthermie direkt.

Was amortisiert sich schneller – PV oder Solarthermie?

Photovoltaik amortisiert sich in 9–12 Jahren, Solarthermie in 15–20 Jahren. Der Grund: PV-Strom ersetzt teuren Netzstrom (32 ct/kWh), während Solarthermie-Wärme nur günstiges Gas (10–12 ct/kWh) ersetzt.

Kann ich PV und Solarthermie auf einem Dach kombinieren?

Technisch ja. Wirtschaftlich ist es aber fast immer besser, die gesamte verfügbare Dachfläche mit PV zu belegen. Der oekonomische Ertrag pro Quadratmeter ist bei PV deutlich höher. Nur bei Spezialanwendungen (z. B. Schwimmbad) kann eine Kombination sinnvoll sein.

Lohnt sich Solarthermie noch als Ergänzung zur Gasheizung?

Bedingt. Wenn ein Heizungstausch (noch) nicht ansteht und keine Wärmepumpe möglich ist, kann Solarthermie den Gasverbrauch um 20–30 % senken. Die Rendite bleibt aber mit 1–3 % pro Jahr bescheiden. Prüfen Sie alternativ, ob eine PV-Anlage mit Warmwasserwärmepumpe nicht die bessere Lösung wäre.

Was kostet mehr – PV oder Solarthermie?

Eine 10-kWp-PV-Anlage kostet 9.700–14.300 EUR (0 % MwSt.). Eine 10-m²-Solarthermie-Anlage mit Heizungsunterstützung kostet 8.000–12.000 EUR (inkl. 19 % MwSt.). Die Investition ist aehnlich, aber die PV-Anlage erwirtschaftet über 20 Jahre ein Vielfaches.

Gibt es Förderung für Solarthermie 2026?

Ja. Über die BEG-Einzelmaßnahmen (BAFA) erhalten Sie 30 % Basisförderung, mit Boni bis zu 70 %. Allerdings bietet PV mit der Mehrwertsteuerbefreiung und der Einspeisevergütung ebenfalls attraktive Förderung – und erwirtschaftet darüber hinaus laufende Einnahmen.

Fazit: Photovoltaik ist 2026 für die meisten Haushalte die bessere Wahl

Der Vergleich fällt 2026 eindeutig zugunsten der Photovoltaik aus.

  • Höhere Rendite: 3–6 % pro Jahr vs. 1–3 % bei Solarthermie
  • Schnellere Amortisation: 9–12 Jahre vs. 15–20 Jahre
  • Mehr Wärme pro m²: PV + Wärmepumpe liefert bis zu 56 % mehr Wärme als Solarthermie
  • Flexiblere Nutzung: Strom für Haushalt, Wärmepumpe, E-Auto und Einspeisung
  • Niedrigere Systemkosten: PV + Wärmepumpe spart über 20 Jahre 25.900 EUR gegenüber Solarthermie + Gas
  • Bessere Förderung: 0 % MwSt. plus Einspeisevergütung

Solarthermie hat 2026 nur noch in Nischen eine Berechtigung: Schwimmbadbeheizung, Gebäude mit sehr hohem Warmwasserbedarf und Altbauten ohne Wärmepumpen-Option.

Unsere Empfehlung: Belegen Sie Ihr Dach mit Photovoltaik und kombinieren Sie die Anlage mit einer Wärmepumpe. Diese Kombination ist 2026 wirtschaftlich, oekologisch und technisch die überlegene Lösung. Berechnen Sie jetzt mit reduco.ai, welches System für Ihr Gebäude optimal ist.

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