Heizung & Wärmewende
Monoblock-Wärmepumpe 2026: Kosten, Daten und 83 % Marktanteil

Hendrik Stotz
Zertifizierter Energieeffizienz-Experte
Stand: 14. September 202616 Minuten

Bekannt aus


















Das Wichtigste in Kürze
- Bauweise: Der gesamte Kältekreis sitzt werkseitig geschlossen im Außengerät, ins Haus führen nur zwei wassergefüllte Leitungen. 83 % der 2024 in Deutschland verkauften Luft-Wasser-Wärmepumpen waren Monoblocks, 17 % Splitgeräte.
- Kosten: 160 reale Angebote für Ein- und Zweifamilienhäuser liegen zwischen 21.099 und 54.168 €, im Mittel bei rund 36.400 € vor Förderung.
- Förderung: Die KfW 458 zahlt 30 % Grundförderung plus 16 % Klimageschwindigkeitsbonus, im Standardfall 12.880 €, maximal 22.400 € für die erste Wohneinheit.
- Aufstellung: Für das reine Aufstellen braucht der Betrieb weder Kälteschein noch Sachkundenachweis. Dafür gilt rund um ein Propangerät ein Schutzbereich von bis zu 1.000 mm, in dem keine Zündquelle und keine Gebäudeöffnung liegen darf.
- Frostschutz: Die eingebauten Frostschutzfunktionen greifen bei Stromausfall nicht. Absichern lässt sich der Wasserkreis nur baulich, über Glykol oder über Frostschutzventile.
- Kältemittel: Ab 1. Januar 2028 fördert der Bund nur noch Wärmepumpen mit natürlichen Kältemitteln. Geräte mit R-32 fallen damit aus der Förderung, Propangeräte mit R290 nicht.
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Eine Monoblock-Wärmepumpe trägt ihren kompletten Kältekreis werkseitig verschlossen im Außengerät, sodass nur zwei wassergefüllte Heizungsleitungen ins Haus führen. Diese Bauform dominiert den deutschen Markt: 83 % aller 2024 verkauften Luft-Wasser-Wärmepumpen waren Monoblocks. Mit Einbau kostet eine solche Anlage im Einfamilienhaus zwischen 21.099 und 54.168 Euro, im Mittel rund 36.400 Euro, davon übernimmt die Heizungsförderung im Standardfall 12.880 Euro. Ob das Gerät zu Ihrem Haus passt, entscheidet die Vorlauftemperatur, nicht die Bauart.
| Merkmal | Stand 2026 |
|---|---|
| Aufbau | Kältekreis komplett im Außengerät, ins Haus nur zwei Wasserleitungen |
| Marktanteil | 83 % der Luft-Wasser-Wärmepumpen, Split 17 % (Absatz 2024) |
| Qualifikation für die Aufstellung | kein Kälteschein, kein Sachkundenachweis (Art. 3 Nr. 17 F-Gase-Verordnung) |
| Kältemittel im Markt | R290 (GWP 0,02, Sicherheitsklasse A3) oder R-32 (GWP 675, A2L) |
| Gesamtkosten aus 160 realen Angeboten | 21.099 bis 54.168 €, Mittelwert rund 36.400 € |
| Förderung erste Wohneinheit | 12.880 € im Standardfall, maximal 22.400 € |
| Gemessene Jahresarbeitszahl im Bestand | 3,4 (Spanne 2,6 bis 4,9) |
| Förderbedingung Schall | mindestens 10 dB unter dem Ökodesign-Grenzwert nach VO 813/2013 |
| Förder-Stichtag Kältemittel | ab 01.01.2028 nur noch natürliche Kältemittel |
| Frostschutz im Heizkreis | Software schützt bei Stromausfall nicht, daher Glykol oder Frostschutzventile |
Quellen: BWP-Branchenstudie 2025, BWP-Leitfaden Außenaufstellung, Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz, Fraunhofer ISE, BEG Einzelmaßnahmen (TMA 3.4.4 bis 3.4.6), KfW · Stand: September 2026
Wie funktioniert eine Monoblock-Wärmepumpe?
Alle vier Bauteile des Kältekreises, also Verdampfer, Verdichter, Verflüssiger und Expansionsventil, sitzen in einem einzigen Gehäuse im Freien. Dort entzieht das Gerät der Außenluft Wärme, hebt sie über den Verdichter auf ein nutzbares Temperaturniveau und gibt sie im Verflüssiger direkt an das Heizungswasser ab. Daikin beschreibt das in der Produktinformation zur Altherma 3 M so: Das kompakte Gerät werde "mit einem komplett geschlossenen Kältekreislauf geliefert, sodass die Heizungsrohre direkt von der Wärmepumpe in das Gebäude führen".
Genau darin liegt der bauliche Unterschied zu allen anderen Luft-Wasser-Geräten. Beim Monoblock kreuzt kein Kältemittel die Gebäudehülle. Was ins Haus geht, ist Heizungswasser in zwei gedämmten Leitungen, Vorlauf und Rücklauf. Im Haus bleibt entsprechend wenig übrig: meist nur eine Hydraulikstation mit Umwälzpumpe, Regelung und Sicherheitsgruppe sowie der Warmwasserspeicher. Die physikalischen Grundlagen dahinter sind dieselben wie bei jeder anderen Luft-Wasser-Wärmepumpe. Unterschiedlich ist allein, wo der Kältekreis sitzt und was davon die Gebäudehülle durchquert.
Für die Praxis folgt daraus eine handfeste Erleichterung. Weil der Kältekreis die Fabrik fertig befüllt verlässt und beim Aufstellen niemand daran arbeitet, gilt die Montage nicht als Installation im Sinne des Kältemittelrechts. Der Bundesverband Wärmepumpe stellt dazu fest: "Beim einfachen Aufstellen einer Wärmepumpen- oder Kälteanlage in Monoblockausführung ist auch weiterhin kein Kälteschein oder Sachkundenachweis notwendig." Hintergrund ist Artikel 3 Nummer 17 der F-Gase-Verordnung, der eine Installation erst mit dem Schließen oder Zusammenfügen eines Kältekreises beginnen lässt. Sobald jemand den Kältekreis öffnet, entleert, ein Bauteil tauscht oder eine Dichtheitskontrolle vornimmt, greift dagegen die Zertifizierungspflicht nach Artikel 10, und zwar seit der F-Gase-Verordnung 2024/573 für jedes Kältemittel, Propan eingeschlossen.
Neben der klassischen Außenaufstellung gibt es Monoblocks zur Innenaufstellung, bei denen das Gerät im Keller oder Hauswirtschaftsraum steht und die Außenluft über zwei Kanäle durch die Wand geführt wird. Der Kältekreis bleibt auch hier geschlossen. Für den Bestandsbau ist diese Variante die Ausnahme, weil sie zwei große Wanddurchbrüche, Platz und eine sorgfältige Kondensatführung verlangt.
Monoblock oder Split: der Unterschied in zwei Sätzen
Beim Monoblock liegt der gesamte Kältekreis außen, beim Splitgerät ist er auf eine Außen- und eine Inneneinheit verteilt und wird erst auf der Baustelle über Kältemittelleitungen verbunden. Daraus folgen die beiden praktischen Konsequenzen: Das Splitgerät braucht für Montage und Wartung am Kältekreis einen Fachbetrieb mit Sachkundenachweis, der Monoblock nicht; dafür führt beim Monoblock Heizungswasser nach draußen, das im Winter nicht einfrieren darf.
Welche Bauart im Einzelfall günstiger und passender ist, hängt an Leitungsweg, Aufstellplatz und Haustechnikraum. Den vollständigen Kostenvergleich mit Rechenbeispielen führt der Ratgeber Splitgerät oder Monoblock; die Gegenbauart wird in Split-Wärmepumpe: Kosten und Funktion eigenständig erklärt. Wo der Monoblock zwischen Erdwärme, Wasser-Wasser und Brauchwasser-Wärmepumpe steht, zeigt die Übersicht der Wärmepumpen-Arten. Wichtig für die Erwartungshaltung: Ein belastbarer Effizienzvorsprung einer der beiden Bauarten lässt sich mit Feldmessdaten nicht zeigen. Der große Feldtest des Fraunhofer ISE weist für Luft-Wasser-Wärmepumpen eine mittlere Jahresarbeitszahl von 3,4 aus, ohne nach Monoblock und Split zu trennen.
Was kostet eine Monoblock-Wärmepumpe mit Einbau 2026?
Gerätepreise aus Online-Shops führen in die Irre, weil sie nur einen Teil der Rechnung abbilden. Aussagekräftig sind komplette Angebote. Die Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz hat im Juli 2026 160 Angebote für Ein- und Zweifamilienhäuser ausgewertet, erstellt zwischen September 2025 und April 2026, und kommt auf eine Spanne von 21.099 bis 54.168 Euro bei einem Mittelwert von 36.397 Euro und einem Median von 34.898 Euro. Der Faktor zweieinhalb zwischen günstigstem und teuerstem Angebot erklärt sich nur zum kleineren Teil über das Gerät und zum größeren über Hydraulik, Heizkörpertausch, Elektrik und Leistungsumfang.
Genau dort liegen auch die typischen Lücken. Die Elektroinstallation steckt in rund 80 % der Angebote drin, der Umbau des Zählerschranks nur in etwa einem Drittel, und das Zählerkonzept für einen günstigen Wärmepumpentarif taucht in rund 90 % der Angebote überhaupt nicht auf. Wer die drei Positionen nicht ausdrücklich abfragt, vergleicht Angebote, die unterschiedlich viel enthalten. Was ein neuer Zählerschrank kostet, entscheidet sich am Alter der Hausinstallation und kann vierstellig werden.
| Position | Betrag 2026 |
|---|---|
| Gesamtpaket aus 160 realen Angeboten (EFH/ZFH) | 21.099 bis 54.168 €, Mittel rund 36.400 € |
| Elektroinstallation | in rund 80 % der Angebote enthalten |
| Zählerschrank-Umbau | nur in etwa einem Drittel der Angebote berücksichtigt |
| Zählerkonzept (Wärmepumpentarif, zweiter Zähler) | in rund 90 % der Angebote nicht genannt |
| Förderfähige Kosten erste Wohneinheit | maximal 28.000 € (ab 01.02.2027 halbjährlich 750 € weniger) |
| Zuschuss im Standardfall (30 % plus 16 %) | 12.880 € |
| Zuschuss maximal (Deckel 80 %) | 22.400 € |
| Eigenanteil bei 30.000 € Investition, Standardfall | 17.120 € |
| Wärmepumpenstrom mit reduziertem Netzentgelt und eigenem Zähler | 24 ct/kWh im Schnitt, zzgl. rund 140 € Grundpreis im Jahr |
| Haushaltsstrom zum Vergleich | 37,0 ct/kWh |
| Gas im Einfamilienhaus zum Vergleich | 11,93 ct/kWh |
Quellen: Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz, BEG Einzelmaßnahmen, KfW 458, Verbraucherzentrale NRW, BDEW-Strompreisanalyse August 2026, BDEW-Gaspreisanalyse August 2026 · Stand: September 2026
Die vollständige Aufschlüsselung nach Gerät, Speicher, Hydraulik und Nebenarbeiten steht im Ratgeber Wärmepumpe: Kosten und Förderung. Für die Angebotsprüfung gilt eine einfache Regel: Lassen Sie sich Heizlast, geplante Vorlauftemperatur und Schallleistungspegel des Außengeräts schriftlich in das Angebot schreiben. Alle drei Werte brauchen Sie später ohnehin für den Förderantrag.
Wolf CHA, Vaillant aroTHERM plus, Bosch Compress 5800i und Daikin Altherma im Datenvergleich
Die folgende Übersicht stellt ausschließlich Herstellerangaben nebeneinander, überwiegend aus ErP-Datenblättern nach EU-Verordnung 811/2013. Sie enthält bewusst keine Noten und keine Rangfolge. Der Wert ηs ist die jahreszeitbedingte Raumheizungs-Energieeffizienz und wird getrennt für Niedertemperatur (35 °C) und Mitteltemperatur (55 °C) angegeben. Schallleistungspegel sind Herstellerangaben nach ErP und dokumentieren nicht in allen Datenblättern denselben Messbezug, taugen also für einen groben Vergleich, nicht für eine Rangliste.
| Modell | Kältemittel | Leistung | ηs (35 °C / 55 °C) | Schallleistung | Einsatzgrenzen |
|---|---|---|---|---|---|
| Wolf CHA-Monoblock 07 | R290, GWP 0,02, 3,1 kg | 6,8 kW bei A-7/W35 | 194 % / 148 % | 52 dB(A) ErP, 49 dB(A) Nachtbetrieb | −22 bis +40 °C, Vorlauf bis 70 °C |
| Wolf CHA-Monoblock 10 | R290, GWP 0,02, 3,4 kg | 9,8 kW bei A-7/W35 | 191 % / 141 % | 53 dB(A) ErP, 51 dB(A) Nachtbetrieb | −22 bis +40 °C, Vorlauf bis 70 °C |
| Vaillant aroTHERM plus VWL 75/8.1 A | R290, GWP 0,02, 0,60 bis 0,90 kg | Prated 7 kW | 142 % (55 °C) | 47 dB(A) außen | Heizen −25 bis +43 °C |
| Vaillant aroTHERM plus VWL 125/8.1 A | R290, GWP 0,02 | Prated 12 kW | 151 % (55 °C) | 50 dB(A) außen | Heizen −25 bis +43 °C |
| Bosch Compress 5800i AW 10 OR-T | R290, GWP 0,02 | Baureihe 3,9 bis 11,6 kW | 188 % / 142 %, SCOP 4,77 / 3,64 | 42 dB(A) außen, 31 dB(A) innen | ErP-Klasse A+++ |
| Daikin Altherma 3 M 14 (EBLA/EDLA) | R-32, GWP 675, 3,80 kg | Baureihe 6 bis 19 kW | 185 % / 134 %, SCOP 4,70 / 3,42 | 62 dB(A) Heizen nominal | Heizen −25 bis +35 °C (mit Reserveheizung), Vorlauf bis 55 °C |
Quellen: Herstellerangaben WOLF, Vaillant (ErP-Datenblatt 8000049208_01), Bosch Home Comfort, Daikin (Produktflyer und Endkundenflyer) · Stand: September 2026
Zwei Dinge fallen an der Tabelle auf. Erstens die Spreizung bei ηs im Mitteltemperaturbereich, also bei 55 °C Vorlauf: Zwischen 134 % und 151 % liegen rund zwölf Prozent Unterschied im Jahresstromverbrauch bei identischer Heizarbeit. Wer Heizkörper hat und nicht sanieren will, sollte deshalb die 55-Grad-Spalte lesen, nicht die 35-Grad-Spalte. Zweitens das Kältemittel: Die Wolf CHA-10, die Vaillant aroTHERM plus und die Bosch Compress 5800i AW arbeiten mit Propan, die Altherma 3 M mit R-32. Für Anträge ab 2028 ist das ein Ausschlusskriterium, worauf der nächste Abschnitt zur Förderung eingeht. Für den markenübergreifenden Vergleich zählt deshalb die Kombination aus ηs bei 55 °C, Schallleistung und Kältemittel, nicht ein einzelner Spitzenwert.
Die Leistungsangaben sind nur eingeschränkt vergleichbar, weil Hersteller unterschiedliche Bezugspunkte wählen. Wolf nennt die maximale Heizleistung bei A-7/W35, Vaillant die Nennleistung Prated aus dem ErP-Datenblatt, Bosch und Daikin die Spannweite der Baureihe. Die für Sie passende Größe ergibt sich ohnehin nicht aus dem Katalog, sondern aus der berechneten Heizlast Ihres Gebäudes.
Braucht eine Monoblock-Wärmepumpe Frostschutz im Heizkreis?
Das ist der bauartspezifische Punkt, an dem die meisten Planungsfehler passieren. Weil beim Monoblock Heizungswasser durch das Außengerät läuft, kann dieses Wasser bei Frost gefrieren und den Wärmeübertrager zerstören. Alle Hersteller bauen deshalb Software-Frostschutzfunktionen ein, die die Umwälzpumpe starten oder elektrisch nachheizen. Deren Grenze benennt Daikin im Referenzhandbuch für den Monteur unverblümt: "Bei einem Stromausfall können diese Funktionen jedoch keinen Schutz gewährleisten." Ein mehrstündiger Netzausfall in einer Frostnacht ist selten, aber nicht ausgeschlossen.
Bleiben zwei bauliche Antworten, und sie schließen einander aus. Entweder kommt Glykol ins Heizwasser, oder es werden Frostschutzventile eingebaut, die den Wasserinhalt vor dem Einfrieren ablassen. Beides zusammen ist unzulässig, weil sonst Glykol ins Erdreich austreten würde. Bei der Glykol-Variante gehört zusätzlich ein Flussschalter in die Anlage.
| Niedrigste erwartete Außentemperatur | Schutz vor Platzen | Schutz vor Einfrieren |
|---|---|---|
| −5 °C | 10 % | 15 % |
| −10 °C | 15 % | 25 % |
| −15 °C | 20 % | 35 % |
| −20 °C | 25 % | nicht mehr erreichbar |
| −25 °C | 30 % | nicht mehr erreichbar |
| −30 °C | 35 % | nicht mehr erreichbar |
Quelle: Daikin, Referenzhandbuch für den Monteur Altherma 3 M (4P620241-1), Kapitel 8.2.4 · Stand: September 2026
Drei Nebenbedingungen aus derselben Anleitung sollten Sie kennen. Die Konzentration darf 35 % nie überschreiten. In Anlagen mit Brauchwasserspeicher ist ausschließlich Propylenglykol zulässig, weil Ethylenglykol giftig ist; die Trennung entspricht Kategorie III nach EN 1717. Und ungehemmtes Glykol wird unter Sauerstoffeinfluss sauer und greift Metalloberflächen an, weshalb weder Automobil-Frostschutz noch galvanisierte Rohre in die Anlage gehören. Praktisch relevant ist außerdem, dass mit Glykol das maximal zulässige Wasservolumen der Anlage von 200 auf 120 Liter sinkt.
Glykol ist allerdings keine allgemeine Lösung, denn nicht jeder Hersteller lässt es zu. Vaillant schreibt für die aroTHERM plus ausdrücklich: "Die Verwendung von Glykol oder anderen Substanzen, die die Viskosität des Wassers verändern, ist bei einer Direktanbindung, bei welcher die Außen- und Inneneinheit dieselbe Flüssigkeit verwenden, nicht zulässig." Erlaubt ist Glykol dort nur mit Systemtrenner. Stattdessen startet die Frostschutzfunktion die Heizungspumpe automatisch, sobald die Heizwassertemperatur unter 4 °C fällt. Wer eine Monoblock-Wärmepumpe plant, muss den Frostschutz also am konkreten Gerät klären und nicht an einer Faustregel.
Eng damit verbunden ist das Mindestwasservolumen für den Abtaubetrieb. Vaillant verlangt ohne elektrische Zusatzheizung 20 Liter bei der VWL 35/55 und 30 Liter bei der VWL 75, mit 5,5-kW-Zusatzheizung gar keins. Daikin nennt 20 Liter Mindestwasservolumen im Kühlbetrieb und 20 Liter im Heiz- und Abtaubetrieb, sofern eine Reserveheizung vorhanden ist, sonst 50 Liter; beim Durchfluss sind es 20 l/min beim Kühlen, 22 l/min unterhalb von −5 °C Außentemperatur und 28 l/min bei der Brauchwasserbereitung. Zusätzlich gelten maximal 10 m Abstand und 5 m Höhenunterschied zwischen Außengerät und Speicher. Wie sich Abtauzyklen und Betriebsgrenzen im Alltag auswirken, beschreibt der Ratgeber Wärmepumpe im Winter bei Minusgraden.
Schutzbereich und Aufstellort: wo das Außengerät mit R290 stehen darf
Ein Monoblock mit Propan bringt eine Anforderung mit, die es bei Gasheizungen nicht gab: den herstellerdefinierten Schutzbereich um das Gerät. In diesem Bereich darf laut BWP-Leitfaden zur Außenaufstellung keine Zündquelle liegen, also keine offene Flamme, keine Steckdose, keine Lampe, kein Lichtschalter, kein elektrischer Hausanschluss und kein funkenbildendes Werkzeug. Ebenso wenig dürfen dort Gebäudeöffnungen liegen: Fenster, Türen, Lichtschächte, Flachdachfenster und Lüftungsöffnungen sind ausgeschlossen. Dasselbe gilt für Grundstücksgrenzen, Geh- und Fahrwege, Bodenvertiefungen, offene Pumpenschächte und Kanaleinläufe, weil Propan schwerer als Luft ist und sich in Senken sammelt.
Wie groß dieser Bereich ausfällt, steht nicht im Gesetz, sondern in der Montageanleitung. Vaillant gibt für die freistehende Bodenaufstellung der aroTHERM plus konkrete Maße vor: Bei einer Montagehöhe unter 400 mm beträgt der Schutzbereich 1.000 mm rundum, bei 400 bis 1.000 mm Montagehöhe noch 500 mm. Als freistehend gilt das Gerät erst ab mehr als 1.000 mm Wandabstand. Mit der aktivierten Flexible Space Funktion sinkt der Bereich auch bei niedriger Montagehöhe vor einer Gebäudewand auf 500 mm. Diese Funktion ist allerdings nicht umsonst zu haben: Sie "verringert geringfügig die Systemeffizienz und erhöht leicht den Standby-Energieverbrauch", und das Produkt darf bei aktivierter Funktion nicht spannungsfrei geschaltet werden.
Von diesem sicherheitstechnischen Schutzbereich streng zu trennen ist die bauordnungsrechtliche Abstandsfläche zum Nachbargrundstück. Sie ist Landesrecht und hat mit dem Kältemittel nichts zu tun; Herstellerempfehlungen wie ein Meter Wandabstand sind ebenfalls keine Rechtsnorm. Was gilt und wann eine Genehmigung nötig wird, klärt der Ratgeber zu Abstand zum Nachbarn und Genehmigung. Sockel, Untergrund und Schwingungsentkopplung gehören zusätzlich in die Planung, weil Körperschall über das Fundament in die angrenzenden Räume wandert.
Zwei Details werden regelmäßig übersehen. Der Kondensatablauf muss frostfrei ausgeführt sein und darf nicht durch Schnee blockiert werden, sonst bildet sich Eis am Verdampfer und das Leckagerisiko steigt; beim Anschluss an Abwasser, Regenwasser oder Drainage gelten die Vorgaben des örtlichen Entwässerungsbetriebs. Und die Aufstellung in Garagen, Tiefgaragen oder Parkhäusern richtet sich nach den Garagen- und Stellplatzverordnungen der Länder sowie nach der Betriebssicherheitsverordnung, ist also nicht bundeseinheitlich geregelt. Bei Propangeräten kommen dort ein Rammschutz außerhalb des Schutzbereichs und Hinweisschilder zum Zündquellenverbot hinzu.
Welche Nachteile hat eine Monoblock-Wärmepumpe?
Der erste Nachteil ist der Frostschutz, den der Abschnitt oben ausführlich behandelt. Ein Splitgerät führt kein Wasser nach draußen und kennt dieses Risiko nicht. Beim Monoblock hängt die Sicherheit an Glykol, Frostschutzventilen oder einem Gerät, das dauerhaft Strom hat.
Der zweite Nachteil betrifft die Leitungsführung. Zwei wasserführende Leitungen verlieren auf dem Weg zwischen Außengerät und Haus Wärme, und zwar umso mehr, je länger und je schlechter gedämmt sie sind. Deshalb begrenzen Hersteller die Distanz, Daikin beispielsweise auf 10 Meter Abstand und 5 Meter Höhenunterschied zum Warmwasserspeicher. Eine Aufstellung am hinteren Ende des Gartens ist mit einem Monoblock praktisch nicht sinnvoll.
Der dritte Punkt ist der Schall. Verdichter und Ventilator sitzen zusammen im Außengerät, also genau dort, wo Nachbarn und die eigenen Schlafzimmerfenster sind. Die Schallleistungspegel der Tabelle oben liegen zwischen 42 und 62 dB(A), was ein erheblicher Unterschied ist. Viele Geräte bieten einen reduzierten Nachtbetrieb, der einige Dezibel bringt, aber Leistung kostet. Der Aufstellort ist deshalb keine Restfrage, sondern Teil der Planung.
Viertens ist die Anlage weniger flexibel bei späteren Änderungen. Wer den Aufstellort verschieben will, verlegt Wasserleitungen samt Dämmung und Fundament neu. Und fünftens gilt bei Propangeräten der Schutzbereich dauerhaft, nicht nur bei der Abnahme. Wer später eine Außensteckdose, eine Terrassenüberdachung oder einen Lichtschacht in diesen Bereich baut, verletzt die Betreiberpflicht. Der Anlagenbetreiber haftet für die dauerhafte Einhaltung.
R290 im Kältekreis: Was Propan für Förderung und Sicherheit bedeutet
Propan hat nach dem BWP-Leitfaden ein Treibhauspotenzial von 0,02 nach IPCC AR6 und gehört zur Sicherheitsklasse A3, ist also brennbar. Seine Selbstentzündungstemperatur liegt bei 470 °C, die nach DIN EN 378-2:2018-04 maximal zulässige Oberflächentemperatur im Gerät bei 370 °C. R-32 ist mit der Klasse A2L schwerer entzündlich, hat aber ein Treibhauspotenzial von 675. Diese beiden Zahlen erklären, warum die Branche innerhalb weniger Jahre auf Propan umgestellt hat, während die Füllmengen klein bleiben: 0,60 bis 0,90 kg bei Vaillant, 3,1 bis 3,4 kg bei Wolf.
Für Ihre Kaufentscheidung ist vor allem das Förderrecht relevant. Die Technischen Mindestanforderungen der BEG-Einzelmaßnahmen sehen unter Nummer 3.4.4 vor, dass ab dem 1. Januar 2028 nur noch Wärmepumpen mit natürlichen Kältemitteln gefördert werden; anerkannt sind unter anderem R290 Propan, R600a Isobutan, R1270 Propen, R717 Ammoniak, R718 Wasser und R744 Kohlendioxid. R-32 zählt nicht dazu. Wer heute kauft, ist davon nicht betroffen, weil der Antragszeitpunkt zählt. Wer aber ohnehin zwischen zwei Geräten schwankt, hat mit Propan die langlebigere Entscheidung getroffen. Der Vergleich der beiden Stoffe steht im Ratgeber R32 oder R290; die Marktentwicklung bei Propangeräten zeigt der Beitrag zur Daikin Altherma 4 mit R290, dem Nachfolger der hier verglichenen Altherma 3 M.
Heizungsförderung 2026: Was die KfW 458 vom Preis abzieht
Die Heizungsförderung läuft seit 2024 ausschließlich über die KfW im Programm 458. Seit dem Richtlinienstand vom 21. Juli 2026 gelten 30 % Grundförderung für alle Eigentümer, 16 % Klimageschwindigkeitsbonus bei funktionstüchtiger fossiler Altanlage und Selbstnutzung sowie ein Einkommensbonus von 40, 30 oder 10 % bei einem zu versteuernden Einkommen bis 30.000, 40.000 beziehungsweise 50.000 Euro. Der Familienzuschlag zieht vom zu versteuernden Einkommen 10.000 Euro ab, sobald mindestens ein minderjähriges, im Haushalt gemeldetes Kind dort lebt. Der Deckel liegt bei 70 %, für Haushalte mit einem zvE bis 30.000 Euro bei 80 %.
| Position | Betrag |
|---|---|
| Investition, davon förderfähig anerkannt | 30.000 €, davon 28.000 € |
| Grundförderung 30 % | 8.400 € |
| Klimageschwindigkeitsbonus 16 % | 4.480 € |
| Einkommensbonus bei zvE über 50.000 € | 0 € |
| Zuschuss gesamt | 12.880 € |
| Eigenanteil | 17.120 € |
| Alternative bei zvE bis 30.000 € (Deckel 80 %) | 22.400 € Zuschuss |
| Ab 01.02.2027 | Klimageschwindigkeitsbonus 12 %, förderfähige Kosten 27.250 € |
Quellen: KfW 458, BEG Einzelmaßnahmen (Richtlinienstand 21.07.2026) · Stand: September 2026
Drei technische Bedingungen entscheiden darüber, ob das konkrete Gerät überhaupt förderfähig ist. Nummer 3.4.5 der Technischen Mindestanforderungen fördert Luft-Wasser-Wärmepumpen nur, wenn die Geräuschemissionen des Außengeräts mindestens 10 dB unter den Grenzwerten der Ökodesign-Verordnung 813/2013 liegen. Nummer 3.4.6 verlangt eine Auslegung, die mindestens eine Jahresarbeitszahl von 3,0 erreicht. Und nach Nummer 3.4.3 muss die digitale Schnittstelle neu eingebauter Wärmepumpen ab dem 1. Juli 2027 dem Code of Conduct for Energy Smart Appliances entsprechen, etwa über EEBUS nach VDE-AR-E 2829-6; Antragstellende müssen außerdem nach der Inbetriebnahme beim Messstellenbetreiber ein intelligentes Messsystem samt Steuerungseinrichtung beantragen, falls noch keines vorhanden ist.
Zeitlich lohnt sich Tempo. Die förderfähigen Kosten von 28.000 Euro sinken ab dem 1. Februar 2027 halbjährlich um je 750 Euro, auf 26.500 Euro ab August 2027, 25.750 Euro ab Februar 2028 und 25.000 Euro ab August 2028. Parallel schmilzt der Klimageschwindigkeitsbonus von 16 auf 12, 8, 4 und schließlich 0 %. Alle Sätze, Fristen und die Antragsreihenfolge stehen im Ratgeber zur KfW 458 für den Heizungstausch. Wichtig bleibt die Reihenfolge: erst Liefer- oder Leistungsvertrag mit Rücktrittsklausel, dann Antrag, dann Auftragsbestätigung.
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Von der Heizlast bis zur Inbetriebnahme: der Ablauf beim Heizungstausch
Am Anfang steht die raumweise Heizlastberechnung, nicht die Gerätewahl. Sie liefert die benötigte Leistung in Kilowatt und die Vorlauftemperatur, die die vorhandenen Heizflächen am kältesten Tag brauchen. Erst danach lässt sich sinnvoll über Baugröße und Modell reden, und erst danach ist erkennbar, ob einzelne Heizkörper getauscht werden müssen.
Im zweiten Schritt geht es um den Aufstellort. Prüfen Sie Leitungsweg, Sockelfläche, Kondensatführung, Schutzbereich und die Schallsituation gegenüber Nachbarn und eigenen Schlafräumen, bevor ein Angebot geschrieben wird. Im dritten Schritt holen Sie mehrere vollständige Angebote ein und vergleichen sie anhand identischer Positionen. Entscheidend ist, dass Heizlast, Speichergröße, Heizkörpertausch und Elektroarbeiten in jedem Angebot gleich abgebildet sind. Vierter Schritt ist der Vertrag mit Rücktrittsklausel und anschließend der Förderantrag bei der KfW. Fünfter Schritt sind Einbau, hydraulischer Abgleich und Einregulierung der Heizkurve. Die typischen Stolperstellen dabei sammelt die Übersicht zu Einbaufehlern bei der Wärmepumpe.
Planen Sie Zeit ein. Zwischen erster Beratung und Inbetriebnahme liegen in der Praxis mehrere Monate, in denen Netzanmeldung, Zählerkonzept und Lieferzeiten die Taktung bestimmen. Der Einbau selbst ist bei einem Monoblock vergleichsweise kurz, weil am Kältekreis nicht gearbeitet wird.
Wann lohnt sich eine Monoblock-Wärmepumpe nicht?
Das entscheidende Ausschlusskriterium ist nicht die Bauart, sondern die Vorlauftemperatur des Bestands. Braucht Ihr Haus am kalten Tag dauerhaft deutlich mehr als 55 °C, steigt der Stromverbrauch spürbar, und die geforderte Jahresarbeitszahl von 3,0 wird schwer erreichbar. Der Feldtest des Fraunhofer ISE zeigt allerdings, dass ausreichend große Heizkörper dafür genügen und keine Flächenheizung nötig ist; welche Vorarbeiten sich rechnen, führt der Ratgeber Wärmepumpe im Altbau aus. Entscheidend ist die Zahl aus der Heizlastberechnung, nicht der Dämmstandard auf dem Papier.
Drei weitere Konstellationen sprechen gegen den Monoblock. Erstens ein Aufstellort, der nur weit vom Haus entfernt möglich ist, weil die Wasserleitungen dann zu lang werden. Zweitens eine beengte Grundstückssituation, in der sich der Schutzbereich eines Propangeräts nicht frei von Kellerschächten, Fenstern und Grundstücksgrenzen halten lässt. Drittens ein Objekt, in dem längere Stromausfälle realistisch sind oder das im Winter unbeheizt leer steht, ohne dass Glykol oder Frostschutzventile vorgesehen werden.
Stromverbrauch und Betriebskosten: 24 statt 37 Cent je Kilowattstunde
Die Betriebskosten hängen an zwei Größen, der Jahresarbeitszahl und dem Strompreis. Der vierjährige Feldtest des Fraunhofer ISE an 77 Wärmepumpen in Ein- bis Dreifamilienhäusern weist für Luft-Wasser-Geräte im Bestand eine mittlere Jahresarbeitszahl von 3,4 aus, bei einer Spanne von 2,6 bis 4,9. Erdgekoppelte Anlagen kommen auf 4,3. Die CO2-Emissionen lagen 64 % unter denen einer Erdgasheizung.
Beim Preis lohnt sich das Zählerkonzept. Die Verbraucherzentrale NRW hat im Marktcheck Wärmepumpentarife vom März 2026 ermittelt, dass Tarife mit reduziertem Netzentgelt und separatem Zähler im Schnitt bei 24 Cent je Kilowattstunde liegen, zuzüglich rund 140 Euro Grundpreis im Jahr. Tarife ohne separaten Zähler kosten im Schnitt 31,5 Cent. Haushaltsstrom kostete nach der BDEW-Strompreisanalyse vom 21. August 2026 im Schnitt 37,0 Cent je Kilowattstunde.
Daraus wird eine einfache Rechnung je Kilowattstunde Wärme. Mit einer Jahresarbeitszahl von 3,4 und 24 Cent Wärmepumpenstrom kostet die Kilowattstunde Wärme rund 7,1 Cent. Mit Haushaltsstrom zu 37,0 Cent sind es rund 10,9 Cent. Erdgas zu 11,93 Cent je Kilowattstunde (BDEW-Gaspreisanalyse, 24. August 2026) liegt bei einem Nutzungsgrad von 85 % rechnerisch bei rund 14,0 Cent je Kilowattstunde Wärme, wobei Wartung, Schornsteinfeger und der steigende CO2-Preis noch hinzukommen. Der separate Zähler ist damit der wirksamste Hebel bei den laufenden Kosten. Er verlangt allerdings einen eigenen Zählerplatz und damit häufig den Umbau des Zählerschranks, der in vielen Angeboten fehlt.
Häufige Fragen zur Monoblock-Wärmepumpe
Welche Nachteile hat eine Monoblock-Wärmepumpe?
Der wichtigste Nachteil ist das Heizungswasser im Außengerät, das bei Frost und Stromausfall einfrieren kann. Absichern lässt sich das nur baulich über Glykol oder Frostschutzventile, und nicht jeder Hersteller lässt Glykol zu. Hinzu kommen Wärmeverluste in den Außenleitungen, eine begrenzte Distanz zum Haus und die Tatsache, dass Verdichter und Ventilator gemeinsam draußen stehen und dort Schall abstrahlen.
Was ist besser: Monoblock- oder Split-Wärmepumpe?
Pauschal ist keine Bauart besser. Der Monoblock kommt ohne Arbeiten am Kältekreis und damit ohne Sachkundenachweis bei der Aufstellung aus, braucht aber Frostschutz für das Heizungswasser. Das Splitgerät kennt dieses Risiko nicht, verlangt dafür einen zertifizierten Fachbetrieb und Platz für die Inneneinheit. Den vollständigen Vergleich mit Kostenrechnung führt der Ratgeber Splitgerät oder Monoblock.
Sind Monoblock-Wärmepumpen gut?
Die Bauart ist am deutschen Markt der Standard: 83 % der 2024 verkauften Luft-Wasser-Wärmepumpen waren Monoblocks. Die Herstellerdaten der aktuellen Baureihen zeigen ηs-Werte zwischen 134 und 151 % bei 55 °C Vorlauf, was für Bestandsgebäude mit Heizkörpern ausreicht. Entscheidend für das Ergebnis ist aber die Auslegung im konkreten Haus, nicht die Bauart.
Was kostet eine Monoblock-Wärmepumpe mit Einbau?
Nach der Auswertung von 160 realen Angeboten durch die Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz liegen die Gesamtkosten für Ein- und Zweifamilienhäuser zwischen 21.099 und 54.168 Euro, im Mittel bei rund 36.400 Euro vor Förderung. Im Standardfall zieht die KfW 458 davon 12.880 Euro ab, bei niedrigem Einkommen bis zu 22.400 Euro. Prüfen Sie, ob Elektroinstallation und Zählerschrank im Angebot enthalten sind.
Wie laut ist eine Monoblock-Wärmepumpe im Betrieb?
Die Schallleistungspegel der hier verglichenen Geräte liegen nach Herstellerangabe zwischen 42 und 62 dB(A). Viele Modelle bieten einen reduzierten Nachtbetrieb, der bei Wolf beispielsweise 49 statt 52 dB(A) bringt. Für die Förderung gilt ohnehin eine Untergrenze: Das Außengerät muss mindestens 10 dB unter dem Ökodesign-Grenzwert der Verordnung 813/2013 liegen.
Eignet sich eine Monoblock-Wärmepumpe auch für ältere Gebäude?
Ja, sofern die Vorlauftemperatur am kalten Tag möglichst unter 55 °C bleibt. Der Feldtest des Fraunhofer ISE misst im Gebäudebestand eine mittlere Jahresarbeitszahl von 3,4 und zeigt, dass ausreichend große Heizkörper genügen. Nötig ist eine raumweise Heizlastberechnung, nicht zwingend eine Flächenheizung.
Braucht eine Monoblock-Wärmepumpe Frostschutzmittel im Heizwasser?
Nicht zwingend, aber es braucht eine bauliche Antwort auf das Frostrisiko. Die Software-Frostschutzfunktionen der Geräte greifen bei Stromausfall nicht. Als Alternativen bleiben Glykol im Heizkreis oder Frostschutzventile, die das Wasser ablassen; beides zusammen ist unzulässig. Vaillant verbietet Glykol bei Direktanbindung und erlaubt es nur mit Systemtrenner, Daikin gibt dagegen eine Konzentrationstabelle vor.
Kann man eine Monoblock-Wärmepumpe innen aufstellen?
Es gibt Monoblocks zur Innenaufstellung, bei denen das Gerät im Keller oder Hauswirtschaftsraum steht und die Außenluft über zwei Wanddurchbrüche zugeführt und abgeführt wird. Der Kältekreis bleibt dabei geschlossen. Im Bestand ist diese Lösung die Ausnahme, weil sie große Öffnungen in der Außenwand, Aufstellfläche und eine sorgfältige Kondensatführung verlangt.
Welche Leistung braucht eine Monoblock-Wärmepumpe für mein Haus?
Das ergibt die raumweise Heizlastberechnung, nicht eine Faustformel pro Quadratmeter. Sie berücksichtigt Dämmstandard, Fensterflächen, Lüftungsverluste und den Warmwasserbedarf. Erst mit diesem Wert und der ermittelten Vorlauftemperatur lässt sich die passende Baugröße aus den Herstellerreihen wählen, die typischerweise von rund 4 bis 19 kW reichen.
Nächster Schritt: Heizlast und Vorlauftemperatur Ihres Hauses prüfen
Ob eine Monoblock-Wärmepumpe für Ihr Gebäude die richtige Wahl ist, entscheidet sich an drei Zahlen: der Heizlast in Kilowatt, der nötigen Vorlauftemperatur bei Auslegungstemperatur und dem realistischen Aufstellort mit seinem Schutzbereich. Die reduco-Gebäudeanalyse schätzt anhand Ihrer Adresse Baujahr, Gebäudegeometrie und energetischen Zustand ein und zeigt, welche Vorlauftemperatur Ihre vorhandenen Heizflächen bei welchem Sanierungsstand erreichen. Mit diesem Ergebnis gehen Sie in Angebotsgespräche und können die Positionen vergleichen, die in den meisten Angeboten fehlen.
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